Mein Leben hat eine Playlist…ist eine Playlist

…und die ist gerade immens voll…jede Stimmung und jede Siutation hat ein eigenes Lied. Die kann ich abrufen, wenn ich entsprechend gelaunt bin und schon ist es weniger autsch, mehr schön oder gar nicht mehr so schlimm.

Ich verbinde fast jede Situation in meinem Leben mit einem bestimmten Lied.

Der Vorteil sind die Gedanken, wenn das Lied ertönt und man die Erinnerung genauso schön abrufen kann. Der Nachteil sind die Gedanken, Lieder plötzlich mit unschönen Erinnerungen verbinden zu müssen und schon magste das Lied auch nicht mehr – ZACK…schade. Aber du kannst daran arbeiten – funktioniert.

Zur Zeit tanze ich durch alle Räume meiner Wohnung und ärgere mich fast ein wenig, dass ich mich bisher nicht als Technikfreak entpuppt und es versäumt habe, sämtliche Räume mit Beschallung auszustatten…das das auch Geld kostet, davon reden wir hier gar nicht erst.

Ich finde es großartig an einem verschneiten Wintermorgen ein Sommerlied abrufen zu können und BÄMM! sitzte wieder am Strand, so wie damals halt…come on over have some fun, dancing in the morning sun…und schon ist es Sommer in der Wohnung und in meinem Herzen. Schöne vernetzte Welt das!

Gleichzeitig gibt es natürlich auch die dunkle Seite…wenn Lieder weniger schöne Erinnerungen hervorrufen und du nichts dagegen tun kannst, außer das Lied abzustellen…vorerst.

Ich habe vor kurzem beschlossen, nichts mehr abzustellen! Mir doch egal wie blöd die Situation war oder ob ich heute mit dem einst schönen Lied keine so gute Erinnerung abrufe…ich lasse mir das nicht mehr nehmen! Ich kann die Situation nicht aus meinem Leben löschen, also therapiere ich mich. Denn, auch wenns schlimm ist, tanzen lässt sich jedes Lied – so what.

Musik ist das Werkzeug schlechthin, Gefühle noch mal durchleben zu können, überhaupt zuzulassen, wollen, dürfen, müssen, sollen…und das ist doch großartig – sagte ich bereits- also lasst euch das nicht nehmen. Ich erwische mich ab und zu dabei, dass ich einer Situation absichtlich ein Lied zuordne, weil meine Stimmung dann eben zum Lied passt und schon hab ich wieder was im Speicher abgelegt.

Ich bin dankbar dafür, dass ich Musik hören, spüren und tanzen kann, also koste ich das auch aus…in fast jeder Minute meines Lebens. Manchmal offensichtlich mit der Masse und manchmal auch einfach nur im Kopf für mich ganz alleine. Und manchmal wünschte ich mir, dass die Fußgänger da draußen bitteschön im Takt zu meiner Kopfmusik laufen…ist das so schwer? Die Welt wäre ein riesiger Flashmob zu einem Mix aus sämtlichen Stilrichtungen..ich der DJ – es gab bisher nur einen Menschen, der das sofort nachvollziehen konnte und mich nicht für bekloppt hielt. Danke N. 🙂

In diesem Sinne, habe ich meine Playlist aufgearbeitet auf dem Smartphone, die Kopfhörer entstaubt und werde jede noch so klitzekleine Situation weiterhin mit Musik beschriften.

 

Tanzt mal darüber nach!

 

P.S. …mittlerweile habe ich es sogar geschafft ein bestimmtes Lied wieder hören zu können, ohne an diesen Tag mit Bitterkeit denken zu müssen – das nenne ich therapiert und es fühlt sich hervorragend an…Dennoch bin ich umso vorsichtiger mit der Titelbelegung und Auswahl für Situationen…ich habe keinen Bock darauf noch mal ein halbes Jahr zu brauchen, um schöne Lieder wieder hören zu wollen, verstehste?

 

 

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