Vertrauen…oder, warum ich kurz nicht mehr tanzen wollte…

Vertrauen wird oft dadurch erschöpft, weil es in Anspruch genommen wird. Wie wahr! Man sollte erst dann vertrauen, wenn man auch stark genug ist, verletzt zu werden. Jaaaaa schon klar, aber wer kennt seine Schmerzgrenze dahingehend schon wirklich?

Grundsätzlich gehe ich in jede Situation meines Lebens rein mit dem Gedanken: Das schaffst du! Ja ich möchte sagen, mir geht zwar oft die Muffe, aber ich mache dann einfach die Augen zu und marschiere los. Natürlich bin ich auch oft auf die Nase gefallen und musste feststellen: oh…ach nee, doch nicht 🙂 Whatever! So auch mit Menschen…mag ich jemanden, sag ich das und vertraue irgendwann. Mag ich jemanden übrigens nicht, weiß er es, bevor ich es sagen kann.

Bin ich in den letzten Wochen mit lauter tanzbarer Musik auf den Ohren durch meine Küche getanzt, immer mit einem starken Lächeln im Gesicht, ist das seit gestern schlagartig leer…das Gesicht…die Küche ist unbetanzbar. Ich weiß gar nicht so wirklich, wie das passierte und warum so intensiv, aber auf einmal war es eben so. Liest sich total tragisch, was? Ist es aber nicht annähernd.

Vertrauen! Heißt für mich übrigens, sich schon irgendwie nackig zu machen…gefühlstechnisch, sich Dinge erzählen, die man eben nicht jedem sagt oder Ängste mitteilen. Sobald du jemandem vertraust, bist du verletzbar. Und das, meine Lieben, vergessen beide Seiten leider sehr oft. Nun soll auch nicht alle Welt nie mehr vertrauen und dicht machen…wäre ja schlimm, aber ich für meinen Teil hab mir mal wieder die Finger etwas verbrannt. Ich denke das gehört dazu: Erfahrungen machen mit „Aua“ oder gern auch mal „Ohne“ und dann aber auch wieder neu justieren.

Lernt man Menschen kennen, vertraut man auch irgendwann…dem anderen die Handynummer an (das tut übrigens nie weh!), der Sache selbst oder eben Gedanken & Gefühle…und da beginnt die große Scheiße…ja, Scheiße! Richtig gelesen. Denn hast du im Vertrauen Dinge getan oder gesagt, sind das genau die Sachen, die dich so verwundbar machen…blöd ist, dass dazu immer ein Gegenüber gehört und wenns dicke kommt, wird geschossen. Üble Nummer, finde ich und so überflüssig. Denn, ganz ehrlich, warum schießt man dann? Weil man weh tun will? Weil man den anderen aus der Reserve locken will? Oder weil man einfach nur ein Riesenidiot ist? Sicherlich ist für jeden eine Begründung dabei.

So richtig doof wird es dann, wenn dein Gegenüber so gar nicht in dieser Spirale steckt – dann biste richtig am Arsch…denn dann, bist du der Einzige, der dumm da steht. Selber Schuld! Wat rennste auch mit nem Banner „Hier, mein Vertrauen“gleich mitten auf die Straße. Hättest ja mal weniger enthusiastisch sein können.  Ja hätte, hätte, Fahrradkette – wer macht schon alles immer richtig?

Ja aber ich mag das…Menschen…manche…manchmal….und wenn du in deiner Komfortzone bist mit denen und dir selbst, dann geht das eben auch los mit dem Vertrauen. Vermutlich muss ich mal so richtig auf die Nase fallen…so mit genäht werden müssen oder Nahrungsaufnahme via Strohhalm *überleg*…und lerne dann vielleicht endlich, endlich, endlich mal mein Mundwerk zu halten und, dass dieses Vertrauen so eine grundgefährliche Sache sein kann *schulterzucken*

Ihr braucht euch da draußen gar nicht zu wundern (falls es euch auffällt), dass so viele Menschen mit ihren Mauern um sich herum durchs Leben gehen oder so unnahbar wirken…da wird wohl Vertrauen im Spiel gewesen sein, ja ja.

Ich habe festgestellt, dass ich anscheinend noch nicht stark genug war…und bin verletzt, rolle das Banner ein, ziehe mich etwas zurück und…ja was und…ach ja, und falle spätestens nächste Woche erneut auf die Nase, wetten? Dämlich, sage ich euch, dämlich.

Betrachtet Vertrauen als Geschenk und achtet behutsam darauf…ihr, die es geschenkt bekommt! Der, der es schenkt achtet nicht darauf, denn er denkt eine Sekunde lang nicht darüber nach, dass es doch so zerbrechlich ist…

 

P.S.:…und ganz langsam versuche ich wieder zu tanzen…da auf dem Boden, wo noch etwas Glitzer liegt…oder halt, wartet…ist es nur Dreck?

 

 

 

 

 

 

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