Du & ich…dafür hasse ich dich. Dafür hasse ich mich!

Du weißt das nicht, und dieses Mal will ich das auch nicht! Du bist so weit weg…und doch bist du hier und lässt nicht los. Dafür hasse ich dich. Dafür hasse ich mich.

Keine Ahnung was ich hier noch mache oder was das soll, aber noch nie vorher ist es mir so schwer gefallen, vernünftig zu sein, realistisch zu bleiben, mir gegenüber ehrlich zu sein und loszulassen. Denn noch nie vorher hat es sich so richtig, so anders, so vertraut und doch so leer angefühlt.

Längst habe ich begriffen, dass es nicht funktionieren wird…jedenfalls nicht so. Das was WIR sind und haben, ist großartig, einzigartig und auch so unartig…aber eben nicht alles!

Jeden Morgen stehe ich auf und hoffe…ja was eigentlich? Das dich eine Fee verzaubert hat? Oder du zu Sinnen gekommen bist über Nacht? Oder, dass ich vergessen kann? Oder jemand deinen Kopf aufgeräumt hat? Alles, ja alles hoffe ich…irgendwie. Und jeden Tag stelle ich fest, dass nichts davon passiert ist und auch nie passieren wird. Es wird sich nichts ändern…solange nicht, bis ich endlich gehe, denn du machst das ja nicht.

Also, was mache ich hier eigentlich noch? Statt hin- und hergerissen zu sein zwischen Wut und Hoffnung, sollte ich geradeaus gehen, nicht zurückschauen, dich vergessen, alles löschen, dich blockieren, nicht mehr daran denken, mich konzentrieren, den Weg frei machen für etwas Echtes und und und….aber ich kann nicht und das ist leider so zum Kotzen!

Aber ich muss…aber ich will nicht…noch nicht…niemals? So geht das nicht, das weiß ich. Alle um mich herum wissen das übrigens noch viel besser als ich und ganz oft wissen sie das und sehr laut wissen sie das…*augenroll* Ich liebe euch dafür und ich höre euch, aber ich höre nicht auf euch…verzeiht mir.

Ich wusste, worauf ich mich einlasse und war so cool und so erwachsen und doch so unreif und so unrealistisch. Das sollten wir auch sein…hin und wieder. Ja schon, aber eben nicht hoffnungslos, sinnlos, zwecklos, hirnlos…Ich weiß das wirklich alles und doch verschließe ich die Augen. Bescheuert ist das!

Warum kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen, löschen, blockieren, ignorieren und vergessen? Es wäre so einfach…etwas jedenfalls…ein bißchen…nein, gar nicht, wäre es nicht…ich weiß.

Alles ist so vergeblich und jedes Mal frage ich mich: Wofür? Es ist ganz einfach: Ich habe Angst, genau DAS nirgendwo anders jemals wieder zu finden. Ich habe Angst, die Art, wie wir reden zu vermissen. Ich habe Angst, dass was wir wollen und haben nirgendwo anders zu bekommen und ich habe Angst, dass du vergisst.

Seit Monaten schleppe ich das mit mir rum…oft bin ich siegessicher, fühle mich stark und habe bereits die passenden Worte, um das zu beenden. Du wolltest mal gehen…und ich fragte dich, ob du das wirklich willst. Du sagtest: NEIN. Kurze Zeit später wollte ich gehen und du fragtest mich, ob das mein Ernst ist. Ich sagte: NEIN. Warum tun wir das?

Es schmerzt, wenn ich daran denke, dass du weg sein wirst, eines Tages. Und ich frage mich: Welcher Schmerz ist größer? Der, dich halb zu wissen oder der, dich gar nicht mehr zu wissen? Es nimmt sich nichts und das ist das Schlimme.

Erst vor 4 Wochen nahm ich all meinen Mut zusammen und wollte den letzten Schritt machen…alles war vorbereitet, meine Wing(wo)men standen bereit zum Auffangen, ich war hoch motiviert, der Alkohol war kalt gestellt und ich habe alles abhängig davon gemacht, welcher Satz von dir als Nächstes kommt an meinem Tag. Und da war es wieder…mit diesem Satz rechnete ich nicht und du hast mich erneut alles über Bord werfen lassen. Ich mache mir was vor. Dafür hasse ich dich. Dafür hasse ich mich.

Ich versuche dieses „Unerträglich“ zu ersticken…zu ersticken in anderen Gefühlsebenen mit anderen Menschen – aber es gelingt mir nicht. Am Ende des Tages schaue ich mit Kummer auf das Display, um festzustellen, dass du sehr wohl ohne mich kannst…tagelang. Und dann plötzlich meldest du dich wieder und ich gehe jedes Mal kaputt daran. Das ist genug, genug, um zu wissen, was ich tun sollte. Aber, Freunde, darum geht es nicht: Ich weiß, was ich tun muss – aber ich will nicht. Ich bin ein Freak! Moment – ein dämlicher Freak!

Ich wünsche mir täglich, dass du deine Gefühlswelt zulässt, packst und nach vorne gehst…und mache mir doch dabei schon wieder etwas vor. Gut, dass du das nicht weißt – es ist so lächerlich!

Um mich herum lasse ich seitdem keinen Menschen deiner Gattung mehr an mich heran. Die, die es verdient hätten und mir so viel mehr geben würden. Die, die sehr wohl Zeit haben und diese mit mir verbringen wollen, ja sogar alles dafür tun würden. Die, die mich schätzen und ehren. Die, die riskieren und auch mal auf ihren Bauch hören. Menschen, die ganz genau wissen, was sie wollen. Menschen, die ich unendlich verletze…weil ich es nicht sehe, sehen will oder zulasse! Uns bleibt nur dieses Oxytocin…das ist so furchtbar, so unehrlich, so erschlichen und so armselig. Dafür hasse ich dich. Dafür hasse ich mich.

Bis heute fühlt es sich so an, als ob ich das brauche – wie ein dickes Kind das Eis! Dabei mag ich gar kein Eis und so richtig Sommer ist ja irgendwie auch nicht…Ja, alle Zeichen stehen auf ENDE…aber ich bin noch nicht soweit, sorry!

Bis dahin esse ich Eis…immer wieder…bis es mir vielleicht irgendwann too much wird oder zu teuer oder zu kalt oder mich jemand erlöst oder es einfach nicht mehr weh tut…

 

P.S. …der besondere Ton meines Handys lässt mich wissen, dass du gerade wieder geschrieben hast…du hast an mich gedacht…dafür hasse ich dich. Dafür hasse ich mich!

 

 

 

 

 

Online…oder warum 12 sec. alles verändern können…hust!

Oh man…diese verfluchte Online-Welt: Ich liebe es – ich hasse es – ich liebe es – ich hasse es….könnte ewig so weitermachen. Online Einkaufen fetzt, online Verträge abschließen kann fetzen, aber online Kontakt halten kann anstrengend werden. Je nachdem, wie du es für dich priorisiert…und wieviel Langeweile du hast…ach ja, und ob du zum FBI möchtest, irgendwann *augenverdreh*

Bis vor einem halben Jahr nutzte ich zwar auch schon dieses WhatsApp, aber die kleinen Geheimnisse dieser App waren mir verborgen und heute denke ich manchmal: ‚Das war gut so…und so entspannt.‘

Das Gehirn ist eines der bedeutensten Organe: Es arbeitet 24 h am Tag, 365 Tage im Jahr, vom Anfang des Lebens bis zu dem Augenblick, in dem dir etwas sehr wichtig wird…und ZACK! drehste durch. Kann passieren, muss es aber nicht. Mir passiert das, zugegeben…öfter als einmal am Tag – ich bin ein Freak und ca. 65 % der Frauen werden jetzt mit dem Kopf nicken und erschrocken feststellen: Oh ja, kenne ich!

Wir machen uns ja jetzt nicht zur Geißel, aber wir stehen etwas am Rande des Wahnsinns, mit einem debilen Grinsen im Gesicht und erhöhtem Blutdruck – wenn da eben steht: online! Los, gebt es zu!

Wusstet ihr eigentlich, dass dieses „online“ bei WhatsApp noch ca. 12 sec lang da steht, obwohl ihr die App bereits verlassen habt? Krank oder? Woher ich das weiß? Nun ja, es gab mal eine Situation, für mich unerträglich und doch so lächerlich, da kam mir dieser Gedanke und ich fand das heraus…ja, mit meiner bekloppten Freundin. Und Gott sei Dank gibt es diese bekloppte Freundin, mit der ich so einen Scheiß machen kann….oh man…Freak eben, sag ich ja. (Übrigens müsst ihr die App richtig schließen, dann ist dieses „online“ auch sofort weg. Bitteschön.)

Aber diese Erkenntnis verhalf einigen Menschen in meiner Umgebung dazu, Gnade über sie walten zu lassen meinerseits :-D. Nein im Ernst, es kann durchaus sehr wichtig sein, je nachdem, wieviel Prio du dem Ganzen gibst.

Früher hasste ich es, wenn beim Lesen der Nachrichten mein Gegenüber keine blauen Häkchen eingestellt hatte…heute hasse ich es immer noch, aber es kann auch vorteilhaft sein: Der „Gesprächspartner“ sieht genauso wenig, ob du die Nachricht jetzt gelesen hast, oder nicht…..das „online“ sieht man trotzdem…haha!

Das klingt etwas spooky alles, ich weiß. Richtig schlimm wird es doch erst, wenn es dann soweit ist, dass du dich erschreckst, weil dich jemand anruft…und eben mal nicht eine WhatsApp Nachricht schickt – das ist krank, Leute! Uns allen schon mal passiert.

So betrachtet ist das gar nicht so witzig…man wird bequem, oberflächlich, nimmt sich keine Zeit und ist nicht bei der Sache. Geburtstagsgrüße werden via App verschickt, Menschen lernt man kennen via App, Sprachnachrichten statt Telefonie werden via App ausgetauscht….und wehe, du antwortest nicht umgehend…da steht nämlich „online“ 😀

Noch besser…dieses Kennenlernen zwischen Mann und Frau. Sag ihr einfach, du hast dieses WhatsApp nicht und alles wird gut – Versprochen!

Es können so viele Missverständnisse dabei rumkommen…furchtbar ist das, furchtbar. WhatsApp ist wahrhaft der brillanteste Weg, missverständlich auszudrücken, was du fühlst und fehlzuinterpretieren, was andere dir sagen wollen! Um das zu vermeiden, ist es manchmal ratsam, Dinge nicht darüber zu besprechen oder zu klären! Manchmal.

Natürlich hat diese App auch Vorteile….es ist kostenlos, zeitsparend (oder auch nicht) und du erreichst mehrere Menschen auf einmal. Wo wir beim leidigen Thema sind: Gruppenchats….boahhhh, wie ich das hasse. Moment, nicht immer, aber wenn ein Gruppenchat eröffnet wird, um zu klären, was es zu essen gibt, nervt mich das. Also nicht grundsätzlich, aber nicht alle Gruppenmitglieder äußern sich eben gleich oder fangen erstmal eine Diskussion an, die völlig unnötig ist – ihr kennt das. Ich bin ja da auch manchmal vorne dabei und mache mir einen Spaß daraus Blödsinn zu schreiben – nichts ist nerviger, als wenn mehr als 5 Leute im Chat sind und nach Feierabend erstmal 175 sinnlose Quatschnachrichten durchforsten…HAHAHA!!! Müssen sie ja nicht, aber sie tun es, denn irgendwo dazwischen steht nämlich der Fakt, wieviel Uhr man sich nun trifft.

Besonders ätzend finde ich Sprachnachrichten, die länger als 20 sec sind….boahhhhhh….laaaaangweilig! Ja ok, manchmal ist es notwendig, aber bitte nicht über 2 min. – dann kannste auch anrufen. Merkste? Der Inhalt macht es notwendig vielleicht – aber deinen Tagesablauf will niemand in einer 8-Minuten-Sprachnachricht, glaub mir!

Und klar, nutzen wir Frauen und die Männer diese App gaaaaaanz unterschiedlich – grins! Soll vorkommen, dass eine Frau sich emotional mitteilt in einem Text und eine Erwartungshaltung hat….die dann jäh zunichte gemacht wird mit einem Emoji oder nur einem Wort als Antwort seitens des Mannes – herrlich dieses Schauspiel 😀

Solltest du als Mann allerdings etwas schreiben und von einer Frau nur „Aha“ oder „ok“ als Antwort erhalten…..oh oh….Obacht mein Lieber. Du hast es verkackt! Merke: Diese zwei Worte sind das „Fick dich!“ der erzürnten Damen, nicht mehr und nicht weniger. Sorry ⇐…auch so ein Unwort….

Mittlerweile habe ich so 4-5 Emojis, die fast auf jede Frage oder Aussage passen…aussagekräftig genug sind für sich, aber auch fehlinterpretiert werden können vom Gegenüber, leider.

Meine Favoritenliste:

  1. der grüne Kotzsmiley (oberste Regel: der muss alleine stehen – ohne Text!)
  2. der die Augen verdreht (zu 75% täglich nutze ich den)
  3. der sich mit der Hand vor den Kopf schlägt (liegt fast gleich auf mit Nr.2)
  4. der mit Tränen in den Augen lachende Smiley
  5. und zu guter Letzt der erschrockene, welcher die Augen so schön aufreißt…

Selbstverständlich gibt es den eigens für mich erschaffenen Emoji, den ich sehr gerne nutze, wenn nötig, aber versuche ihn weitesgehend zu vermeiden, weil er eben so gesellschaftlich verpönt ist – the one and only…Stinkefinger – Danke WhatsApp, dass ich seitdem oft im Zwiespalt stecke, ob ich ihn nun nutze oder lieber nicht.

Ich hätte noch so einige Verbesserungsvorschläge für diese App…wer nicht, ich weiß. Aber man kann nicht alles haben und bevor Kommunikation gänzlich erstickt wird in Emojis oder Überwachungsszenarien like FBI an der Tagesordnung stehen, sollten wir alle uns manchmal zurücknehmen und die Dinge anfassen wie in den 80er und 90ern…real oder am Telefon.

Lasst euch nicht geißeln davon und greift mal wieder zum Hörer oder fahrt vorbei und redet von Angesicht zu Angesicht – das geht.

…ich schaue gerade auf mein Handy und muss schmunzeln…denn manchmal ist eine WhatsApp Nachricht auch das, was dich durch den Tag bringt!

Online!

 

 

Letztes Jahr um diese Zeit…

…genau heute in ein paar Stunden traf mich der Schlag und ich dachte: ‚Nie wieder erholst du dich davon.‘ Meine Welt brach zusammen und ich gleich mit.

Heute sieht das natürlich ganz anders aus und ein Lächeln huscht mir über das Gesicht. Ich habe verstanden, das mein Groll irgendwann nichts weiter war, als mein Ego…das war ein schwerer Weg, aber ich bin ihn ja nicht allein gegangen und habe es geschafft, größer als mein Ego zu sein.

Mein Leben hat sich grundlegend verändert, ich bin gewachsen und hab mich neu entdeckt. Und eigentlich habe ich das alles dieser Situation vor einem Jahr zu verdanken…irgendwie. Komisch ist das. Aber, ich bin froh – so seltsam das klingt – dass ich da bin, wo ich jetzt bin. Ich hatte die Wahl: Chance oder Schicksal! Wachsen oder daran kaputt gehen. Ich habe mich jeweils fürs Erste entschieden und das war so richtig!

Es ist nicht immer Zuckerschlecken, ganz klar, aber am Ende des Tages ist es meins, ist es das, was ich daraus gemacht habe und machen werde.

Geholfen hat mir die Zeit, fantastische Menschen um mich herum, meine Familie, meine Freunde, mein Kind und natürlich auch mein Wille weiterzumachen.

Und jetzt ist es gar nicht mehr so schlimm und erst recht nicht mehr schwer. Ich habe tolle Menschen kennen gelernt, neue Seiten an mir entdeckt, Dinge ausprobiert, mich daran verbrannt oder bin dadurch gewachsen, bin nicht klüger, aber gewappnet und ganz wichtig: Ich habe nie zurückgeschaut…na gut etwas manchmal, aber nach vorne war die Aussicht besser.

Und, noch etwas: ich bin fertig! Ich hatte vor einem halben Jahr geschrieben, dass man erst mit einem Menschen fertig ist, wenn man ihn weder liebt noch hasst. Liebe war durch. Hass stand im Raum. Heute kann ich guten Gewissens sagen: Ich bin fertig – sowas von! Und das ist erleichternd und gibt Kraft.

Diese Geschichte wird immer Teil meines Lebens sein, ganz klar, aber sie tut nicht mehr weh! Ich werde mich für den Rest meines Lebens damit auseinandersetzen müssen, aber ich weiß für wen und dieses Kind, mein Kind, hat das so verdient!

Wo mir letztes Jahr noch der schlimmste Geburtstag meines Lebens bevor stand, ist es in ein paar Tagen nun der schönste Geburtstag meines Lebens. So kanns gehen Freunde! Und ich bin dafür verantwortlich – ein gutes Gefühl, wenn man kapiert, dass man wirklich seines eigenen Glückes Schmied ist.

Mein Herz hat sich schon lange erholt, der Kopf kam gleich danach. Klar, es wird immer eine kleine Narbe zurückbleiben und bei schlechtem Wetter wird sie bestimmt auch mal etwas pieksen, aber solange ich nicht alleine unter dem Regenschirm stehe und mir das Wasser nicht bis zum Hals laufen lasse, geht das doch eigentlich ganz gut.

Hätte mir jemand vor einem halben Jahr noch gesagt, wie es heute ist, hätte ich mich umgedreht und wäre wortlos gegangen…hätte eine Schaufel geholt und ein paar Müllsäcke…äh nee Moment…ich wäre wortlos gegangen und hätte den Kopf geschüttelt. Heute lächele ich, lebe die Herausforderung, freue mich auf den nächsten Tag und….habe gar keine Schaufel 🙂

Und immer wieder: Ich liebe mein Leben mit all dem Scheiß drin und all dem Anfang und all dem Zweifel und all dem Hoffen und all der Angst und all dem Spaß und mich – ja man!

Vier Dinge, die mir sehr geholfen haben, das zu bewältigen:

  • mein Kind
  • Musik!!! (sorry, steht noch vor den Menschen um mich herum)
  • meine Freunde und Familie (DANKE!)
  • und dem unerschütterlichen Glauben daran, dass das doch jetzt nicht so bleibt – da geht doch noch was!

Ich hatte recht: es geht so vieles noch! Ob es immer das ist, was du gerade brauchst, ist eine ganz andere Geschichte, aber dein Leben bewegt sich, du bewegst dich und das ist das Wichtigste – nur die Richtung solltest du dir vorher überlegen und angemessene Beg(k)leit(d)ung dabei haben…vom Regenschirm ganz zu schweigen.

So, ich bin bereit – bereit für den nächsten Scheiß…mit aller Wucht. Egal ob Chance oder Schicksal – ich schaffe das schon irgendwie. Hey, thats life und Niemand behauptet, dass es einfach wird. Aber du kannst selbst entscheiden, wozu du es für dich machst!

In diesem Sinne…lauft in die richtige Richtung und bleibt neugierig – das ist die halbe Miete um zu wachsen!

Alive…

 

 

 

Berufung oder Job?…oder, warum ich noch immer hier sitze

…frage ich mich auch…jeden Tag aufs Neue. Definitiv: Job! Meine Berufung liegt woanders…vielleicht nutze ich das mal…irgendwann.

Manchmal erfordert eine Lebenssituation, in die du gerätst (wohlgemerkt, nicht ausgesucht) eben Kompromisse. Und das ist so nervig. Da kannste nicht mehr danach gehen, ob dir etwas Spaß macht…nee, da schauste nach Fahrtweg und Arbeitszeit! Da fängt es doch schon an: Hier ist „Vorstadt“…also könnt ihr euch vorstellen, was es so an Arbeitsstellen gibt im Radius von 5-10 km. Richtig! Ich hätte einen sozialen Beruf wählen sollen damals oder etwas Handwerkliches oder Traktor fahren – so siehts aus! Kann ich aber nicht, also muss ich mich auf das stützen, was ich kann und schiele etwas am „Was-ich-möchte“ vorbei.

Ganz schnell wurde ich vor einiger Zeit auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, als ich einen neuen Job suchen musste. Und ich wandt mich wie ein Aal…wollte es nicht wahrhaben. Da haste Abschlüsse ohne Ende, bist voll von Schläue und kannst auch was und willst ja auch…und dann ist das alles gar nicht so einfach, wenn du alleinerziehend bist. Hier kommt auch kurz die Wut hoch. So nach dem Motto: ‚Maaaannn!!!!! Ich hab mir das doch nicht ausgesucht!‘ und ‚Fies ist das…musst Geld reinbringen und kannst aber gar nicht so viel arbeiten…oder eben so weit fahren.‘ Es ist ne Spirale, die so unglaublich nervt! Sagte ich das bereits?

Und so traf ich letzten Spätsommer die Entscheidung hier im Heimatort in einem Büro anzufangen…und bin so unterfordert. Aber ich musste diesen Schritt machen…das ist noch viel schlimmer. Natürlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass ich jetzt seeeeehhhrrrr viel weniger verdiene und fast nichts zu tun habe. Das macht mich so wütend…immer wieder! Oft ziele ich mit dem Locher…und schmeiße dann doch nicht…Knast und so…auch keine Lösung…ihr versteht schon.

Und alle immer so: Ey, bewirb dich doch weiter, ist doch easy, wo ist dein Problem?….bla bla bla! Haste schon mal als Alleinerziehende Bewerbungsgespräche um 17.00 Uhr gehabt und die Kita hat schon zu??? Merkste? Alles nicht so einfach. Selbstverständlich schreibe ich Bewerbungen, und jede Einladung kostet mich einen Urlaubstag…weil Tagesausflug. Aber das ist ja allen fremd und die haben so gut Reden.

Ich bin genervt, unterfordert (ich wiederhole mich) und langsam auch demotiviert – nicht gut! Natürlich gebe ich nicht auf, auch wenn ich gerade wieder eine Absage einstecken musste…weil mir die Berufserfahrung fehlt. Ich hab mich zwar nicht als Bäckerin beworben, aber es ist verhext auf dem Arbeitsmarkt. Vorteilhaft auf dem Segment, wo ich suche, wäre, wenn du 25 bist, keine Frau (wegen Kinderwunsch und so), 18 Jahre Berufserfahrung, 5 Studienabgänge, einen Auslandaufenthalt und keine Freunde oder Familie…ach ja und am besten gleich neben der Firma wohnst und das alles unterbezahlt – so siehts aus Freunde! Ja auch das nervt!

Es geht schon lange nicht mehr darum, was du wirklich gern machen würdest und ob du das auch kannst. Leider! Niemand fragt auch danach, ob es möglich ist, dass du es irgendwann kannst. Leider! Du wirst gezwungen, dann irgendwann etwas zu tun, was dir gar nicht wirklich liegt, aber hey…Miete muss ja auch bezahlt werden. Leider!

Ich habe das so satt 😦

Versprochen, eines Tages nehme ich all meinen Mut zusammen, überfalle eine Bank oder heirate doch noch mal  reich und investiere in meinen Traum: Ein schnuckeliges Café mit Wellnessoase, direkt am Marktplatz. Genau das fehlt uns hier noch – ernsthaft! Hauptsache nicht mehr langweilig und ohne Locher!

Bis dahin verbanne ich den Locher besser in die gegenüberliegende Ecke des Büros…man weiß ja nie…:-)

 

Freundschaft plus…Beziehung minus…so ein Quark!

…schon mal gehört? Bestimmt. Für alle, die es nicht kennen: Eine Freundschaft zwischen Mann und Frau mit gewissen Vorzügen. Eigentlich der Trend heutzutage für alle Singles. (und ich bin so alte Schule…anscheinend) Ist das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen?! Ich weiß es nicht, sagt ihr es mir. In meine persönliche Situation derzeit absolut integrierbar aber könnte ich das, will ich das?

Freundschaft Plus ist dieses Ausweichmanöver unserer Generation „Beziehungsunfähig“: keine Verpflichtungen, keine Rücksichtnahme, keine Erwartungen, keine Ansprüche, keine Gefühle – just Sex! Und den auch noch ganz for free, abrufbar und mit einer vertrauten Person. Liest sich doch gut, nicht wahr?

Das kann funktionieren und das kann fetzen, wenn Mann und Frau sich wirklich einig über die Rahmenbedingungen und ehrlich zueinander sind. Denn oftmals vergessen beide, dass Gefühle keine Rolle spielen sollten, zumindest nicht die vom Herzen. Obacht! Im Vorfeld klären – hey its business…irgendwie.

Du bist offiziell Single, lebst allein und bist niemandem Rechenschaft schuldig, mühst dich nicht ab irgendwen von Sex zu überzeugen mit wochenlanger Arbeit inkl. gespielter Aufmerksamkeit 🙂 und musst auch nicht über Nacht bleiben oder Liebe schwören. Das ist aber noch lange nicht alles. Es scheint Unterschiede der Definition dieses „Plus“ zu geben:

Bei dem Einen bedeutet es wirklich nur: Anruf bei Sex und los. Bei Anderen heißt es schon: Ich will mal reden und dann Sex. Klären!

Auch nicht unwichtig ist die Bedeutung des Wortes „Freundschaft“ dabei. Muss man jetzt schon ewig befreundet sein oder sind wir schon Freunde, weil man sich grüßt? Heißt das, man unternimmt Dinge zusammen, die eben Freunde so tun oder wie jetzt? Aber das will nicht in meinen Kopf: Ich verbringe doch Zeit nur mit Menschen die ich gern habe…also doch wieder Gefühlsduselei?! AAAAARRRRGGGHHHH! Das macht keinen Sinn und wir uns was vor!

Was keiner dabei berücksichtigt und wenige wissen…bei der ganzen Biologie macht die Chemie vielen einen Strich durch die Rechnung. Denn, je öfter du Sex hast mit einer Person, oder auch nur regelmäßig mit ein und derselben Person, umso mehr Oxytocin schüttest du aus: ein Bindungs – oder Kuschelhormon, ja richtig. Schläfst du also mehrmals mit dieser Person, vertiefst du eigentlich die emotionale Bindung zu einander. ZACK! Illusion der unkomplizierten Befriedigung ohne Beziehungsquatsch zwischen Mann und Frau zerstört. So schnell kanns gehen.

Im Umkehrschluss ist diese „Freundschaft Plus“ Geschichte also Humbug! Eine Farce, quasi und jeder so: Äh Beziehung, nein danke, aber Freunde sein mit Plus, gern. Quark ist das! Frauen fallen dieser Farce vermehrt zum Opfer. Manche wissen es und kalkulieren das ein: ‚Ok, ich bin verliebt, er nicht – dann wenigstens Sex.‘ Andere widerum so: ‚Cool. Sex ohne Beziehung in regelmäßigem Abstand.‘ Ich denke viele Frauen gehen aus dieser Erfahrung mit einem bitteren Nachgeschmack raus, denn eigentlich haben sie sich etwas vorgemacht. Den Männern werfe ich vor, diese „Freundschaft Plus“ Geschichte nicht bis zum Ende durchdacht zu haben…schwierig mit wenig Blut im Kopf. *huch*

Somit sind also beide Schuld, wenns scheitert und niemand sollte dem Anderen vorwerfen, ein böses Spiel gespielt zu haben. Wir sind ja erwachsen und nicht dämlich. Ist doch logisch, dass eine Voraussetzung für „Freundschaft Plus“ auch Sympathie sein muss…d.h. man mag den anderen schon irgendwie. So ganz ohne geht nicht…oder gegen Bares, hörte ich.

Ich bin immer noch der Meinung, dass ich einen Mann auch nur dann anziehend finde und an Sex mit ihm denken kann, wenn die Chemie stimmt. Ich muss ihn nicht als Lebenspartner haben, aber ich muss ihn irgendwie oder irgendwas an ihm mögen..na gut, heiß finden. Und das ist der erste Schritt bei vielen Damen, der schon zeigt, dass eine „Freundschaft Plus“ gegen den Baum fahren wird, denn am Ende wird sie sich verlieben und er wollte nur Sex. C’est la fucking vie! Ich bewundere in dieser Hinsicht viele Männer und glaube dennoch, dass sie ebenso über den Zeitraum Gefühle für die Frau entwickelt haben – sie können es nur besser kompensieren oder verdrängen das.

Auf den ersten Blick finde ich es reizvoll, aber auf den zweiten Blick weiß ich doch eigentlich, dass ich zu sehr Bauchmensch bin und so setzt der Kopf ein…es ist zum verrückt werden. Und ob Mann und Frau dieselben Vorstellungen oder dieselbe Definition haben von einer Freundschaft, in der man am Ende immer wieder im Bett landet? Glaube ich nicht! Unternehmen die dann Dinge zusammen und dann Sex oder heult sie sich bei ihm aus und dann Sex oder tut er ihr mal einen Gefallen und dann Sex? Muss es immer in Sex enden? Also, was denn nun? Wie macht man es richtig? Keine Ahnung, ich werde mich wohl opfern müssen…fürs Team, um dann haarklein berichten zu können 🙂

Am Ende geht es einzig und allein um körperliche Nähe…und somit doch irgendwie um eine Art von Beziehung…halt so eine Unterleibsinteressengemeinschaftsbeziehung…ich lache noch immer über dieses Wort…und da haben wir es wieder: „…..beziehung“. Wie man es dreht und wendet, auch so eine Freundschaft Plus ist eine Beziehung, oh ja.

Also machen wir uns doch nichts vor…“Freundschaft Plus“ ist lediglich eine neumoderne Worterfindung des jetzigen Zeitalters, die Flucht vor der Auseinandersetzung mit Gefühlen, Bindungsangst und auf Dauer nicht wirklich die Erfüllung des menschlichen Daseins. Es ist auch nicht das, wonach der Mensch eigentlich strebt im Hinblick auf seinen Lebensabend….seid ehrlich.

Was nicht heißen soll: „Finger weg“…nee nee, macht mal ruhig, solange es beiden gut tut und niemand verletzt wird – großartig! Aber genau das – siehe oben – ist so tricky, Freunde!

In diesem Sinne…Freundschaft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Papa

Du bist mein Mentor in so vielen Überlebensstrategien und ein so viel besserer Vater als ich ihn mir hätte je selbst aussuchen können.

Deine lebensfrohe Art und dein Humor ließen dich jeden Menschen einfangen, ohne, dass du das jemals bezweckt hast. 

Du hast Blödsinn mit uns verzapft, jede Menge Spaß gebracht und immer hinter mir gestanden. Das du stolz auf mich warst, habe ich auch ohne Worte verstanden.

Dein Band zu mir ist so stark und wird es immer sein. Ich bin dankbar für eine großartige Vater-Tochter-Zeit, die mich sehr geprägt hat.

Sei es die Musik, für die du meine Geister geweckt hast, der Sport oder das Hier und Jetzt genießen zu können, die Hoffnung nie aufzugeben, stark zu sein und doch verletztlich, immer wieder aufzustehen, an sich zu glauben, der Humor oder in der rauen Männerwelt Stellung zu beziehen – ich hab das kapiert und lebe das alles, mehr denn je.

Ich habe dir nie gesagt, wie dankbar ich für das alles bin, aber ich hoffe, du hast es über unser Band gespürt.

Das verdammte Schicksal hat einen Teil deiner Erinnerungen genommen und so viel mehr….und wird es weiterhin tun. Diesen Schmerz zu ertragen, schaffe ich nur durch unsere Familie, die immer an erster Stelle für dich stand und du somit einen großen Teil dazu beigetragen hast, dass wir da sind, wo wir sind.

Du hast mir gezeigt, wie man das Leben anpackt und das Beste daraus macht. Ich gebe deshalb nie auf!

Auch wenn du das hier nicht mehr lesen kannst, steckt genau das in jeder Umarmung…versprochen.

Ich liebe dich Papa!

Single sein…oder warum ich noch an der Haltestelle stehe…!

Ja, ich bin Single….mit Kind. Das macht es nicht schöner, eher schwieriger, aber es ist, wie es ist.

Als Single bist du so unbeschwert unterwegs, richtig? Keine Rücksichtnahme auf eine weitere erwachsene Person, keine Verpflichtungen, im Kühlschrank ist alles deins, die Erdbeerzahnpasta schmeckt nur dir, die Socken liegen IM Wäschekorb und nicht neben dem Bett, die Bude darf auch mal aussehen wie ein Puff und die Deko ist deins, nur deins! Null Kompromisse! Bis hierhin finde ich es extrem geil!

Klingt schon entspannt irgendwie, oder? Ist es ja auch. Wenn ich zum Beispiel beim schwedischen Möbelhaus ausraste, schlage ich 3 Fliegen mit einer Klappe:

  1. ausrasten – ohne Rechenschaft abzulegen danach
  2. Dinge shoppen, die kein Mensch braucht – ich muss es aber niemandem schön reden
  3. HotDogssss!

Schon cool irgendwie. Und so ist es ja generell in meinem Leben: ich kann machen was ich will, wie oft ich will, wann ich will und mit wem. Ohne mich erklären zu müssen…na ja zumindest nicht einer zweiten erwachsenen männlichen Person gegenüber.

Ich kann meine Wochenenden und Unternehmungen planen, ohne auf Interessen eines Anderen achten zu müssen. Ich habe das Nutellaglas ganz für mich alleine…wenn ich schnell genug bin. Ich kann lange wach bleiben und im Fernsehen das gucken, was ich will. Ich kann bis in die Puppen tanzen gehen, ohne Affentanz danach zu Hause. Ich kann Blödsinn verzapfen und allerhöchstens mich selbst reflektieren und muss mit Niemandem ins Gespräch gehen. Das ist alles so schön egoistisch und doch auch manchmal traurig. Denn, wenn du alles alleine durchziehst, kannste mit Niemandem da sitzen und sagen: „Weißt du noch?“ Oder wenn du plötzlich laut lachst und feststellst: ‚Hm…keiner hier zum Mitlachen‘ und ‚ach ja, war ich ja alleine, die in die Pfütze gehopst ist‘. ZACK…dann klingt dieses Singledasein gar nicht mehr so geil, merkste?

Versteht mich nicht falsch, ich finde es gerade so, wie es ist großartig…heute und jetzt…aber es gibt Tage, da hätte ich gern so einen Mann im Haus, der mir den Kaffee bringt oder mir eine schmutzige Nachricht schreibt oder mir sagt, ich sei das Mädchen Nr. 1 oder mit mir lachend auf der Couch sitzt mit Tränen in den Augen usw. Ich bin hin- und hergerissen zwischen: ‚wie geil, kannste alleine entscheiden und machen’….und….’Buuuuhhhhhuuuu, ich will jetzt aber verbindlich knutschen!‘ Ihr wisst schon, was ich meine.

Es wird ja auch immer schwieriger in meinem Alter, noch Leute kennen zu lernen, die nicht in einer intakten Beziehung sind, verheiratet, gestört sind oder so. Und da fängts schon an: Auf Geburtstagen, Parties oder sogar Hochzeiten…biste allein. Das kann nett sein, ja aber auch nur, wenn noch andere Singles da sind. Wenn nicht, ist das etwas komisch. Warum? Ganz einfach: Ans Buffet gehst du alleine, den Paartanz kannste knicken, in einem Moment der Emotionen sitzte auch alleine am Tisch und der Brautstrauß wird dir gleich in einer Vase auf deinen Platz gestellt…bist ja die Einzige, die allein ist 🙂

Schlimm ist auch, wenn deine Freundinnen der Meinung sind, ihren Kopf nach männlichen Mitmenschen durchkramen zu müssen, um dein Gegenstück zu finden. Da gibt es Vorschläge…unfassbar. Was ist los mit euch? Plötzlich ist der Typ, über den mal etwas gelacht wurde gaaaanz nett und gar nicht so doof…hm, schon klar! Ach und das der eigentlich keine feste Beziehung will und mit 42 noch bei Mutti wohnt, ist dann auch nicht mehr sooo wichtig. Oder wenn sogar deine Chefin die Kundendatenbank checkt, ob nicht einer von der Altersgruppe her zu dir passen würde…dann weißt du, es ist soweit! Entschuldigung, aber solche Kuppelversuche…nicht mit mir, bitte.

Single sein ist durchaus angenehm und doch am Ende mancher Tage merkwürdig. Bin ich vielleicht nicht dafür gemacht, alleine zu sein? Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt und konnte sie laut mit ‚doch‘ beantworten. Ich mag das, auch mal alleine zu sein. Aber manchmal ist das schon ein wenig wie weiße Schokolade: so einen Mann an deiner Seite zu haben. Klar, der nervt auch mal oder findet die Deko spooky, aber im Grunde ist er da…neben dir und teilt Momente und den ganzen Beziehungskram mit dir. Reicht das aus?

Noch erwische ich mich dabei, sobald der Alarm losgeht, dass ich immer zurück zur Singlehaltestelle renne, mit wild klopfendem Herzen und megaunsicher, aber nach ein paar Atemzügen geht das auch wieder. Warum ich zurück sprinte? Ich genieße die Zeit des Singledaseins, denn es ist immer eine Zeit, in der du dich etwas mehr findest, neu entdeckst, auslebst und stärker wirst, was Charakter und so angeht. Das kann fetzen! Ich mag mich gerade sehr und ich bin noch nicht fertig mit mir…deshalb sprinte ich immer wieder zurück, wenns ernst wird. Ihr seht also, da muss schon eine Bombe einschlagen, dass ich schlagartig das Laufen verlerne und den Alarm überhöre.

Bis dahin nutze ich jede Minute mit mir und raste ab und zu beim Schweden aus…DEKO!!!!Schaue Reportagen bis in die Nacht, löffele Nutella ohne Ende, tanz mir die Seele aus dem Leib, bin unvernünftig (nur 48h/14d) und denk mir neuen Blödsinn aus, den ich noch unbedingt machen muss – oh ja!

Wenn ich soweit bin, an der Singlehaltestelle abgeholt zu werden, mache ich mich bemerkbar…mit Augenaufschlag und winken – Versprochen!

 

 

 

 

 

Für dich…Mama!

Du bist meine Mama und ich hätte mir keine Bessere aussuchen können. Ich bin dankbar dafür, dass du so bist, wie du bist und dass du mich immer so sein lassen hast, wie ich wollte…bis ich merkte, dass ich gar nicht wusste, wer ich bin. Danke!

Du hast dich entschieden, mir einen Platz auf dieser Welt zu geben und ab diesem Tag  dein Herz nach außen getragen und mit Sicherheit viel gebangt, dich geärgert, gefreut, gelacht, geweint, gezweifelt, gekämpft, gelitten und gehofft. Aber immer so, dass ich es nicht bemerkt habe. Ok, wenn ich Mist gebaut habe und du dich geärgert hast, dann schon 🙂 Danke!

Du hast nie darüber nachgedacht, ob es richtig oder falsch ist, du hast einfach eine Entscheidung getroffen und das bewundere ich an dir. Heute weiß ich, dass es auch eine Last gewesen sein muss, die du, Gott sei Dank, ohne Reue in Kauf genommen hast. Danke!

Du bist einer der schönsten Menschen, den ich in meinem Leben plazieren darf und weißt das gar nicht – bist du aber! Punkt!

Du bist immer da und erträgst jegliche Seelenkotze oder wirres Gedankengut und ja, auch oft meine für dich bestimmt selten nachvollziehbaren Entscheidungen. Danke!

Deine Ratschläge, die ich nie fordere und irgendwie doch will, sind zugegebenermaßen echt gut…das musste ich auch erst lernen. Danke!

Du hast mal zu mir gesagt: „Gut, mein Kind, dass du 20 Jahre früher anfängst, als ich, deine Taten und dein Leben zu überdenken.“ Das macht mich stolz und ich vergesse diesen Satz nie. Ich kann dazu nur erwidern: Das warst du, Mama! Du hast mich sehen lassen, dass ich es nicht erst in meinem Lebensabend tun sollte. Danke!

Es gab bestimmt auch diese Zeit, wo ich ein Kotzbrocken war…ein wenig…Auch das hast du mich nicht spüren lassen. Auch wenn ich oft deine Geduld auf die Probe gestellt und dich an den Rand des Wahnsinns getrieben habe….keine Sorge, ich bekomme es seit 4 Jahren täglich zurück und bin erneut dankbar, dass du mich nicht zur Adoption frei gegeben hast *augenverdreh*

Ich mache immer noch manche Dinge einfach aus dem Bauch heraus und du schlägst dir dann mit der flachen Hand auf die Stirn – ich sehe das ganz deutlich vor mir -, aber du fängst mich auch sofort wieder auf, wenn ich dann kriechend wie ein jammender Hund ankomme – ohne Vorhaltungen. Danke!

Du bist mein Gewissen…oh ja oft…und ich schaue zu dir auf, nicht nur, weil du ein Schicksal mit dir trägst, um welches ich dich nicht beneide…und dich nur begleiten kann, so gut es geht. Das gebe ich dir gerne.

Etwas spooky ist, dass ich fast dieselben Lebensabschnitte wie du durchlaufe…und doch hast du sie schon beschritten und ich kann nur daraus lernen und es am Ende vielleicht anders anpacken.

In einer sehr bitteren Zeit meines bisherigen Lebens warst du sofort da und hast mit mir an meiner Seite gelitten, geheult, nichts gegessen, aber dafür getrunken 🙂 Du hast sofort deinen Rucksack in die Ecke gestellt und angefangen, mir meinen tragen zu helfen. Danke!

Wenn ich Blödsinn machen will, dann immer, ohne dich vorher zu involvieren, ganz sicher, denn ich weiß, dass dein Mutterherz versuchen würde, mich davor zu schützen, auf die Nase zu fallen. Sorry Mama.

Ich bin stolz auf dich, jeden Tag und du bringst mich oft zum Lachen – Danke. Dir kann ich alles erzählen – keine Sorge, ich tu das nicht – aber ich könnte und das ist ein großartiges Gefühl. Oft denke ich, ich sitze eher mit einer Freundin auf der Terrasse, statt mit der Frau Mutter…und das fetzt, irgendwie. Niemals bist du jedoch weniger meine Mama!

Ja klar, du wirst langsam kauzig…aber das ist mit dem Alter so und auch nicht schlimm, ja manchmal sogar recht amüsant. Und, so lange du nicht mit ner Kittelschürze am Fenster kluckst, haste alles richtig gemacht, Mama!

Ganz besonders richtig hast du mich gemacht. Ich bin durch dich selbstbewusst, so scheiß emotional, übe mich in Selbstreflektion, bin leidenschaftlich der deutschen Sprache verfallen und neuigierig, immer wieder aufs Neue, wie es ist lachend in die Kreissäge zu rennen. Das ist gut so, besser als vor allem Angst zu haben – wirklich! Danke!

Die Werte, welche du mir vermittelt hast, machen mich zu einem liebenswürdigen Menschen und das ist doch das Großartigste, was du mir mitgeben konntest. Danke! (Das ich das nicht jedem Menschen erlaube zu sehen, hab ich einfach mal so gemacht – du hast damit nix zu tun 🙂 )

Ich bin auch dankbar für deine Stärke, deinen Mut, dein Selbstvertrauen (das hast du!), deine Aufrichtigkeit, deinen Glauben und deine Liebe – all das sehe ich jeden Tag.

Ich hoffe, nur ansatzweise so eine gute Mama zu sein, wie du es für mich bist – sollte ich jemals das Gefühl haben, ich bin das – sage ich dann noch mal: Danke…mit nem High Five!

Ich liebe dich, Mama!

 

 

 

 

 

Dating{platt}formen…oder wie man ganz schnell merkt, was man nicht will

Auch so lesenswert…glaubt mir. Datingportale, Flirtnetzwerke, Kennenlernplattformen…wie auch immer ihr es kennt oder nennt. Es ist eh immer dasselbe 🙂 Ich wollte schon länger darüber berichten bzw. euch daran teilhaben lassen, denn schön ist anders…aber durchaus unterhaltsam. Ja ich bin da unterwegs…es ist so amüsant und so surreal.

Heutzutage ist es so einfach, sich zu verlieben (Blödsinn!), noch einfacher ist es Sex zu haben (nochmal Blödsinn!)…und da gehts schon los. Das liebe Internet ermöglicht es denen, die eine schnelle Nummer wollen ganz famos, diese auch zu suchen. Das Problem dabei ist, die auch zu finden…es gehören 2 dazu und nicht immer sind diese 2 in einem Datingportal angemeldet und suchen dasselbe. Ich hab Dinger erlebt…Freunde…unfassbar! Doch leider so real.

Es gibt da mehrere Typen von Flirtportalnutzern, nach meiner Erfahrung:

  1. Ich suche die große Liebe
  2. Ich suche Unterhaltung
  3. Ich suche Sex
  4. Ich suche ne Brieffreundschaft
  5. Mir ist fad…vermutlich

Diese Typen (egal ob Frau oder Mann) müssen dann noch kategorisiert werden in Altersgruppen. Ich als Frau kann nur aus meiner Sicht berichten. Insider auf der dunklen Seite…äh, der Männerseite haben mir allerdings auch berichtet, dass es auch auf der weiblichen Seite genau so stumpf und abgeklärt abgeht. Da hat man zig Fakeprofile und dahinter stecken wohl nur Werbung oder Angebote aus dem horizontalen Bereich…gegen Geld.

Beginnen wir mit den Männern so ab 34. Voll abgeklärt! Kurzzeitig schießt dir die Milch wieder ein, wenn du das süße Foto siehst und wenn sie dir dann allerdings nach 2 Sekunden ungefragt ein Bild ihres besten Stückes schicken und du es auf dieser App leider nicht verhindern kannst, vorher abzulehnen…da stehste aber da, sag ich euch. Und das ist nicht Freude darüber, versprochen. Krass ist, du hast vorher nicht gesagt, dass du das sehen willst oder vermutlich noch nicht mal „Hallo“ zurückgeschrieben…ZACK: Bild. Es ist so grausam.

Leider sieht man es dem Profilbild vorab nicht an…leider. Ich habe mir angewöhnt, ganz cool zu reagieren und entweder zu fragen, ob er nicht mal zum Arzt gehen möchte oder dass ich verstehe, warum er suchen muss! Hab ich immer ganz schnell meine Ruhe…neben ein paar Beschimpfungen…umsonst, Jungs, umsonst!

-> Meine Erfahrung mit M. (35) aus B. (Kategorie 1 Typ): wortgewandt, sehr unterhaltsam, sehr offen…ich habe Tränen gelacht….aber leider so klettig und so anhänglich. Er schrieb den ganzen Tag und rief jeden Abend an….das war mir zu viel! Als ich mich zurückzog und ihm sagte, dass ich das nicht möchte – hörte er nicht auf und ich war gezwungen, ihn zu blocken…mache ich auch so ungern.

Ich erhöhte die vorgeschlagene Suchfunktion auf das Alter ab 38…ganze 4 Jahre machen den Brei manchmal echt fett! Ausnahmen bestätigen die Regel. Hier findest du noch die mit viel Haupthaar, manchmal sogar kinderlos und recht nett anzusehen. Ich bin nicht oberflächlich, aber ich stehe eben nicht so auf Glatze. Das ging ganz gut und irgendwie scheint das die Zielgruppe zu sein. Die sind noch nicht ganz so kaputt, haben die böse 40 noch nicht überschritten und geben sich noch etwas Mühe im Dialog…je nachdem, was sie bezwecken 🙂

-> Meine Erfahrung mit S. (38) aus C. (Kategorie 3 Typ): ebenfalls unterhaltsam, wenn auch nicht so wortgewandt und auch etwas kurz angebunden. Aber er wusste ganz genau, was er wollte und gab sich Mühe. Ich wusste auch, was ich nicht wollte, aber er blieb dran. So ist das mit den Jägern…die Beute hat vor, während und nach dem ersten Date aber ganz schnell zu Verstehen gegeben, was sie ihm schon die ganze Zeit sagte: so nicht und nicht mit mir. Sein letzter Satz war dann: „Aber mit dir vögeln würde ich trotzdem gerne mal.“ Ist das jetzt ein Kompliment? *mitdenaugenroll*

Wenn dich dann ein Mann anschreibt, gibt es auch hier von Einfallslosigkeit (jaaaa, das ist dann Typ Nr. 3 und 5) bishin zu poetischen Ergüssen alles! Der beste Spruch war mal: „Wenn uns jemand fragen sollte, wir haben uns im Swingerclub kennengelernt.“ Hab ich gelacht. Leider war Grammatik nicht so sein Ding, schade. Next! Ein anderer widerum dachte vermutlich, ich sei ein Hund, denn er bot mir an, ihm beim Hausputz zu helfen und dafür würde ich ein Küsschen erhalten…das ist so 22! Er war 41! Wenn du dann ganz selbstbewusst auftrittst und ablehnst, werden sie bockig…brauche ich auch nicht.

Es gibt natürlich auch Männer, die sehr höflich einen ellenlangen Text formulieren und leider gar nicht so deinem Typ Mann entsprechen. Hier habe ich mir angewöhnt, mich zu bedanken und ehrlich zu sagen, dass er nicht mein Typ ist und ich ihm viel Erfolg wünsche….klingt etwas business, aber hey, ist es doch auch irgendwie. Manche hören dann leider trotzdem nicht auf und andere widerum werden böse…arme Menschen.

Und dann gibt es die Männer ab 40…jenseits von gut und böse. Oh oh! Entweder haben Sie Kinder und du fragst dich, warum die Typen in dem Alter so kaputt sind oder sie haben kein Kinder und du wirst misstrauisch…wie sie es machen, ist es falsch. Aber mal ehrlich…Männer ab 40, die sich in einem Portal anmelden – was ist los mit euch? Ihr wirkt immer wie kaputte, beziehungsunfähige Trottel, die selbst nicht genau wissen, warum sie sich da angemeldet haben. Wollt ihr euch wirklich wieder ne Frau ans Bein nageln, wollt ihr Sex, wollt ihr ne Putzfrau, ne Babysitterin, wollt ihr ne Brieffreundschaft oder seid ihr noch gar nicht über die Ex hinweg? Ich denke ja, die wissen das selber nicht so wirklich…und das strahlen die auch aus. Eins ist klar: Alle wollen ankommen – nur wo…große Preisfrage! Abklären!

-> Meine Erfahrung mit F. (41) aus E. (Kategorie gar nichts): Jackpot! Von Anfang an. Sehr witzig, klug, kreativ und Gentleman hoch 1. Das Telefon lief heiß und wurde nur so mit einem Schlagabtausch nach dem anderen gefüttert. Er sagte immer genau das Richtige zum richtigen Zeitpunkt. Hier kam es sogar zu einem zweiten Date und man hatte Pläne. Leider ist er Kopfmensch und hatte Angst. Ich hatte nicht vor, ihn sehr gern zu haben und er nicht, mich zu verletzten…passierte aber trotzdem. Wir haben noch Kontakt…und ich Hoffnung.

Jetzt fragt ihr euch sicherlich an dieser Stelle: Na und du? Warum bist du da angemeldet? Sag ich euch: wo sonst soll ich jemanden kennen lernen…alle 14 Tage am WE für 48h…remember? Und ich finde es unterhaltsam, ja. Spätestens, wenn man mich fragt, und was suchst du…jaaa da komme ich etwas ins Grübeln und würde gern antworten: Ich suche nen geilen Job und einen Pinguin…aber das interessiert ja Niemanden. Also antworte ich: Ich lasse es auf mich zukommen….das was jeder antwortet. We are so unique *augenroll*

Im Grunde wollen viele dort nur Bestätigung, weil sie vielleicht gerade aus einer Beziehung kommen oder Ehe oder sie wollen sich etwas die Zeit vertreiben. Am Anfang dachte ich bei einigen Profilen, wenn da stand: suche Sex! ‚Oh man ey, wie platt.‘ Mittlerweile klatsche ich leise Applause hinterm Bildschirm, denn eigentlich ist das ja nur ehrlich und die Damen wissen so gleich, ob sie das auch wollen oder doch den Traumprinzen. Respekt Männer!

Was ich bisher mitnehmen konnte aus der virtuellen Flirtwelt:

  1. ganz schnell klären, warum man da ist – oh ja!
  2. Grammatik check! und ja, nicht lachen, unbedingt herausbekommen, ob ER/SIE einen Job hat
  3. Wechselt nicht sofort rüber zu WhatsApp…das kann ins Stalking ausarten…Obacht!
  4. Stimme! Stellt euch mal vor: Schreibste dir tagelang mit jemandem und als du dann denkst: ja, treffen wollen…ruft euch vorher mal an und du hast Micky Maus oder Pitti am anderen Ende – will doch auch keiner!
  5. Und ja, lasst euch ein Bild schicken (nicht vom besten Stück!)…denn wir sind ja alle total schön ausgeblendet und so nature auf unserem Profilbild…
  6. Vor 6 Jahren hätte ich zudem geraten: Schreibt euch nicht so lange hin und her…trefft euch alsbald möglich, denn man neigt dazu, sich in das Schreiben zu verlieben…gefährlich!
  7. Niemals, aber auch wirklich niemals das erste Date in eurer Wohnung!!!…oder in der des Anderen…Heimvorteil & Privatsphäre! Außer es sind Gesetzeshüter 😀

Ja das wärs dann eigentlich auch schon mit meinen Erfolgstipps. Der Rest hängt an euch. Seid dennoch achtsam in der virteullen Welt – es gibt so viele Spinner und Kranke da draußen! Denkt immer daran, ihr müsst nicht alles offen legen im Netz, jedenfalls nicht sofort. Und sagt immer jemandem Bescheid, wo ihr euch trefft und mit wem!

(An dieser Stelle noch ein Geheimnis:. Wer es nicht weiß, ich habe den Vater meines Kindes darüber kennengelernt….und alle so jetzt: WASSSSSSSS? Jupp, genau so wars. Es kann so oder so laufen, aber es kann.)

Ich habe in den letzten 2 Monaten Einiges erlebt dort, immer brav und artig. Gedatet habe ich erst 2 mal seitdem. Aber ihr seht ja, es muss nicht immer der Jackpot sein und dessen seid euch bewusst! Fragt euch, warum ihr im Netz seid und dort sucht oder auch nicht und dann wisst ihr auch, warum alle Anderen dort sind. Eigentlich habe ich mich aus Neugier angemeldet, denn eine Beziehung kann ich mir gerade nicht vorstellen. Und da ich Bauchmensch bin, könnt ihr euch die Frage beantworten, dass ich auch alles Andere nicht im Netz suche!(n)/muss! Ich finde es gerade einfach nur unterhaltsam und ihr werdet nicht glauben, wieviele alte Bekannte ich dort schon wieder „getroffen“ habe – ist das gut oder schlecht? Denn, alle diese Bekannten sind in meinem Alter und alle suchen irgendwas, irgendwie, irgendwen…so läufts nun mal.

Ich muss jetzt bestimmt gleich wieder einem 34 Jährigen erklären, warum er kein Nacktbild von mir bekommen wird und dass mir die Milch einschießt und ich auch kein Nacktbild von ihm möchte – ich hab echt zu tun…löschen geht leider nicht auf dieser App 😦 Und danach hoffe ich, wieder mal auf normale Männer zu treffen – nur keinen Kopfmenschen bitte..weißte ja auch nicht vorher.

…ist online…

 

 

 

 

 

 

 

 

…and now: to all the strong men in my life

(Versprochen ist versprochen! Da müsst ihr jetzt durch Männer 🙂 Ich versuche auch nicht allzu schmusig zu werden.)

Jeder von euch, auf seine Art und Weise hat einen Platz in meinem Leben – ob kurz oder lang, aber der Platz ist besetzt durch dich und wenn jemand dazu kommt, muss er sich einen neuen Platz suchen! So läuft das! Viel zu selten sage ich euch Danke dafür, dass ihr Dinge so selbstverständlich macht…für mich, ohne Gegenleistung oder tägliche Lobhymnen und viel zu selten bis nie habe ich euch das vermutlich gesagt:

Rakete: Wenn du das irgendwann mal liest, wirst du dich entweder in Grund und Boden schämen oder (meine Hoffnung) stolz sagen: Ja man, meine Mutter! Wir hatten keine Wahl, uns kennenzulernen…ich wollte dich, du warst da! Jeden Tag durchlaufe ich mit dir und durch dich sämtliche Gefühlswelten. Ich komme an meine Grenzen, aber es lohnt sich. Du bringst Sonne in das Dunkel und deine pure Anwesenheit (wenn du lieb bist) ist meist der größte Trost! Du bist so cool und ich glaube fest daran, dass du das von deiner Mutter hast 🙂 Ich hoffe, du wirst nicht so wie ich oder ebend nur ein bißchen..nur das Gute. Und ich hoffe, dass du auch in 20 Jahren neben mir sitzt und mir hilfst aus dem Sessel hochzukommen…deiner alten Mutter. Ich liebe dich!

Papa: Du bist mein Mentor gewesen! Dank dir sitze ich nicht im Rüschenkleid und lockigem langen Haar auf einem Thron und lasse die Narren für mich tanzen. Nein…ein Bier und gute Musik tun es auch…in Jeans! Danke. Ich hab so Vieles durch dich mit auf den Weg bekommen und weiß heute ganz sicher: Stumpf ist Trumpf 🙂 Natürlich nur nach außen! Das Pfeifen habe ich mir selber beigebracht, aber fluchen wie ein Bierkutscher beim Autofahren, das Leben nicht zu ernst nehmen, auch mal etwas ordinär sein dürfen als Frau und Musik…hast du in mein Leben gebracht. Tief drinnen bin ich natürlich noch die kleine Prinzessin, aber nach außen hast du mich stark gemacht. Ich bin nicht dein Fleisch und Blut, aber das hast du mich nie spüren lassen. Einen besseren Vater hätte ich mir nicht aussuchen können! Dein Schicksal ist auch meins und es ist so unfair, aber ich gehe diesen Weg mit dir…auch wenn du dich nicht mehr erinnerst – keine Sorge, ich umso mehr und für immer! Ich liebe dich!

Paul: Ich weiß, du hasst das, aber du solltest über eine Namensänderung nachdenken, kleiner großer Bruder. Gott sei Dank hat Mama sich entschlossen noch ein zweites Kind auf die Welt zu setzen…so war uns nie langweilig – wir hatten ja uns. Und wir hatten eine großartige Kindheit zusammen. Nichts ließ ich auf dich kommen und du warst immer stolz auf deine große Schwester. (Ich verrate auch keinem, dass du meine NKOTB Sammlung stolz übernommen hast damals.) Unsere Weltanschauungen und unsere Lebensweisen könnten nicht unterschiedlicher sein, aber du bist und bleibst mein kleiner Bruder…dem ich noch immer so um die 8,20 Mark schulde…du oller Erpresser. Ich liebe dich!

Atze Peng: …auch hier ist eine Namensänderung überlegenswert 🙂 Im Herzen bist du mein Blut, das weißt du…scheiß auf Gene! Keine Ahnung, wie Papa das gemacht hat, aber manchmal glaube ich doch irgendwie, wir sind ein Blut. Du kamst später in mein Leben und bist geblieben – ich danke dafür. Auch wenn wir uns nicht jeden Tag sehen oder sprechen, meldest du dich immer zum richtigen Zeitpunkt, um mich aufzufangen…ich sag ja, ein Blut! Dein Humor und deine Intelligenz sind so unterhaltsam und oft verstehen wir uns ohne Worte – das hat man nicht oft. Lass uns das nie verlieren und irgendwann mit 60 auf der Terrasse sitzen: du Jacky, ich Cola…Musik von Papa im Player und einfach nur nebeneinander sitzen und ganz viel lachen…lachen darüber, dass ich es vorhergesagt habe! Ich liebe dich – verstehrste?!

Sorry Jungs…für alle anderen gibt es nur ein Wort oder einen Satz jeweils…sonst wirds zu schmusig…

Stefan G.: Mein Fressfreund, mein Möbelschlepphomie – immer wieder bist du da! Danke.

Danilo: So fern und doch so nah…in Gedanken und am Herzen. Du bist für mich wie ein Bruder…den ich mir ausgesucht habe! Ich liebe dich!

Marc E.: ich bin du, du bist ich…du weißt, in 10 Jahren…ich liebe dich Schatz!

Nelson: Musicmaster & Soulmate! Ich hatte die geilste Arbeitszeit ever vor 4 Jahren…für 3 Jahre – Danke.

Raphi Z.: Du hast in einer beschissenen Zeit nicht eine Sekunde darüber nachgedacht, was war und warst genau zum richtigen Zeitpunkt da. Danke.

….und alle ohne Satz oder Wort sind hier nicht weniger zu nennen oder bedeutungsloser! Ihr habt alle einen Schritt in mein Leben gemacht, Spuren hinterlassen, kurz reingeschaut oder seid noch da. Manchmal gewollt, manchmal erwünscht, manchmal Schicksal. Ohne Reue blicke ich auf diverse Begegnungen zurück und auf andere widerum immer mit einem Lächeln. Danke, dass ihr meinen Weg gestreift habt oder ebend noch an meiner Seite seid. Und jeder von euch hat nen Eindruck hinterlassen…etwas Seelenverwandtschaft, Herz, manchmal nur Gutes, auch Schmerz, Einsicht oder einfach nur Riesenspaß! Schön, dass es euch gibt:

@: Falk, Mario G., Marcus E., Christian R., Heke, Christian N., Ben N., René M., Steffen W., Sascha Z., Tom, Adschi, Player, Christoph P., Georg G., Holger P., Freddy, Kevin A., Martin M., Andy G., Grammi, Lars P., Marcel G., Marco R., Robert, Sebastian L., Marco L., Thorsten Z., Sascha M., John M., Mario H., Jan, Sebastian W., Hase, Marci, Matze H., Denis M., Dennis S., Christian S., Lars P., Sascha K., Marko S., Patrick, Freddy, Kai S., Carsten W., Oli B., Andreas K., Oliver M., Sascha W., Nick

…so und wehe irgendjemand bedankt sich dafür in der Öffentlichkeit! Wir lassen das hier mal so stehen…oder zwinkern uns beim nächsten Bier in der Runde freundlich zu! Deal?!