…and now: to all the strong men in my life

(Versprochen ist versprochen! Da müsst ihr jetzt durch Männer 🙂 Ich versuche auch nicht allzu schmusig zu werden.)

Jeder von euch, auf seine Art und Weise hat einen Platz in meinem Leben – ob kurz oder lang, aber der Platz ist besetzt durch dich und wenn jemand dazu kommt, muss er sich einen neuen Platz suchen! So läuft das! Viel zu selten sage ich euch Danke dafür, dass ihr Dinge so selbstverständlich macht…für mich, ohne Gegenleistung oder tägliche Lobhymnen und viel zu selten bis nie habe ich euch das vermutlich gesagt:

Rakete: Wenn du das irgendwann mal liest, wirst du dich entweder in Grund und Boden schämen oder (meine Hoffnung) stolz sagen: Ja man, meine Mutter! Wir hatten keine Wahl, uns kennenzulernen…ich wollte dich, du warst da! Jeden Tag durchlaufe ich mit dir und durch dich sämtliche Gefühlswelten. Ich komme an meine Grenzen, aber es lohnt sich. Du bringst Sonne in das Dunkel und deine pure Anwesenheit (wenn du lieb bist) ist meist der größte Trost! Du bist so cool und ich glaube fest daran, dass du das von deiner Mutter hast 🙂 Ich hoffe, du wirst nicht so wie ich oder ebend nur ein bißchen..nur das Gute. Und ich hoffe, dass du auch in 20 Jahren neben mir sitzt und mir hilfst aus dem Sessel hochzukommen…deiner alten Mutter. Ich liebe dich!

Papa: Du bist mein Mentor gewesen! Dank dir sitze ich nicht im Rüschenkleid und lockigem langen Haar auf einem Thron und lasse die Narren für mich tanzen. Nein…ein Bier und gute Musik tun es auch…in Jeans! Danke. Ich hab so Vieles durch dich mit auf den Weg bekommen und weiß heute ganz sicher: Stumpf ist Trumpf 🙂 Natürlich nur nach außen! Das Pfeifen habe ich mir selber beigebracht, aber fluchen wie ein Bierkutscher beim Autofahren, das Leben nicht zu ernst nehmen, auch mal etwas ordinär sein dürfen als Frau und Musik…hast du in mein Leben gebracht. Tief drinnen bin ich natürlich noch die kleine Prinzessin, aber nach außen hast du mich stark gemacht. Ich bin nicht dein Fleisch und Blut, aber das hast du mich nie spüren lassen. Einen besseren Vater hätte ich mir nicht aussuchen können! Dein Schicksal ist auch meins und es ist so unfair, aber ich gehe diesen Weg mit dir…auch wenn du dich nicht mehr erinnerst – keine Sorge, ich umso mehr und für immer! Ich liebe dich!

Paul: Ich weiß, du hasst das, aber du solltest über eine Namensänderung nachdenken, kleiner großer Bruder. Gott sei Dank hat Mama sich entschlossen noch ein zweites Kind auf die Welt zu setzen…so war uns nie langweilig – wir hatten ja uns. Und wir hatten eine großartige Kindheit zusammen. Nichts ließ ich auf dich kommen und du warst immer stolz auf deine große Schwester. (Ich verrate auch keinem, dass du meine NKOTB Sammlung stolz übernommen hast damals.) Unsere Weltanschauungen und unsere Lebensweisen könnten nicht unterschiedlicher sein, aber du bist und bleibst mein kleiner Bruder…dem ich noch immer so um die 8,20 Mark schulde…du oller Erpresser. Ich liebe dich!

Atze Peng: …auch hier ist eine Namensänderung überlegenswert 🙂 Im Herzen bist du mein Blut, das weißt du…scheiß auf Gene! Keine Ahnung, wie Papa das gemacht hat, aber manchmal glaube ich doch irgendwie, wir sind ein Blut. Du kamst später in mein Leben und bist geblieben – ich danke dafür. Auch wenn wir uns nicht jeden Tag sehen oder sprechen, meldest du dich immer zum richtigen Zeitpunkt, um mich aufzufangen…ich sag ja, ein Blut! Dein Humor und deine Intelligenz sind so unterhaltsam und oft verstehen wir uns ohne Worte – das hat man nicht oft. Lass uns das nie verlieren und irgendwann mit 60 auf der Terrasse sitzen: du Jacky, ich Cola…Musik von Papa im Player und einfach nur nebeneinander sitzen und ganz viel lachen…lachen darüber, dass ich es vorhergesagt habe! Ich liebe dich – verstehrste?!

Sorry Jungs…für alle anderen gibt es nur ein Wort oder einen Satz jeweils…sonst wirds zu schmusig…

Stefan G.: Mein Fressfreund, mein Möbelschlepphomie – immer wieder bist du da! Danke.

Danilo: So fern und doch so nah…in Gedanken und am Herzen. Du bist für mich wie ein Bruder…den ich mir ausgesucht habe! Ich liebe dich!

Marc E.: ich bin du, du bist ich…du weißt, in 10 Jahren…ich liebe dich Schatz!

Nelson: Musicmaster & Soulmate! Ich hatte die geilste Arbeitszeit ever vor 4 Jahren…für 3 Jahre – Danke.

Raphi Z.: Du hast in einer beschissenen Zeit nicht eine Sekunde darüber nachgedacht, was war und warst genau zum richtigen Zeitpunkt da. Danke.

….und alle ohne Satz oder Wort sind hier nicht weniger zu nennen oder bedeutungsloser! Ihr habt alle einen Schritt in mein Leben gemacht, Spuren hinterlassen, kurz reingeschaut oder seid noch da. Manchmal gewollt, manchmal erwünscht, manchmal Schicksal. Ohne Reue blicke ich auf diverse Begegnungen zurück und auf andere widerum immer mit einem Lächeln. Danke, dass ihr meinen Weg gestreift habt oder ebend noch an meiner Seite seid. Und jeder von euch hat nen Eindruck hinterlassen…etwas Seelenverwandtschaft, Herz, manchmal nur Gutes, auch Schmerz, Einsicht oder einfach nur Riesenspaß! Schön, dass es euch gibt:

@: Falk, Mario G., Marcus E., Christian R., Heke, Christian N., Ben N., René M., Steffen W., Sascha Z., Tom, Adschi, Player, Christoph P., Georg G., Holger P., Freddy, Kevin A., Martin M., Andy G., Grammi, Lars P., Marcel G., Marco R., Robert, Sebastian L., Marco L., Thorsten Z., Sascha M., John M., Mario H., Jan, Sebastian W., Hase, Marci, Matze H., Denis M., Dennis S., Christian S., Lars P., Sascha K., Marko S., Patrick, Freddy, Kai S., Carsten W., Oli B., Andreas K., Oliver M., Sascha W., Nick

…so und wehe irgendjemand bedankt sich dafür in der Öffentlichkeit! Wir lassen das hier mal so stehen…oder zwinkern uns beim nächsten Bier in der Runde freundlich zu! Deal?!

 

 

…to all the incredible women in my life

Danke! Danke dafür, dass ihr….Jede für sich…so großartig und einzigartig und in meinem Leben seid!

Mama: Dich als meine Freundin bezeichnen zu können ist manchmal spooky 🙂 aber irgendwie ist das auch cool und ich kann über alles mit dir reden…du bist immer da und so schlau, wenn es um Ratschläge geht! Du steckst oft zurück um für mich da zu sein! Du hast mich tief fühlen gelehrt und das auch zuzulassen…dass es weh tut, hast du mir nicht gesagt, aber du hast mir unendlich Reichtum mitgegeben, damit ich auch jede Rechnung zahlen kann…immer! Und ich bin dir dankbar, dass Grammatik eine große Rolle spielt in meinem Leben 🙂 Du hast absolut alles richtig gemacht bei mir…ob ich auf dich höre, ist eine andere Geschichte. Nur eins, das mache ich mittlerweile wirklich: Die Jacke zu, wenn ich friere! Ich würde fast alles für dich tun 🙂 Ich liebe dich!

Uschilein: Seit fast 30 Jahren bist du an meiner Seite…und das immer genau zum richtigen Zeitpunkt! Wir müssen uns nicht jeden Tag sehen, aber ich weiß, dass du sofort da bist, wenn ich dich brauche. Andersherum wäre es genau dasselbe! Du denkst immer noch, dass ich ein Grinch bin 🙂 aber du weißt ganz genau, dass da tief drinnen eine ganz Andere steckt…pssst, Geheimnis! Du gibst mir das Gefühl, dass ich zu deinem Leben gehöre…Familie quasi! Wenn der Mann irgendwann ins Altersheim rollt…helfe ich beim Schieben und wir gammeln den ganzen Sommer auf der Terrasse in der Sonne mit Sekt und Kaffee und Kuchen – „…ain’t no mountain high enough…“ – Versprochen! Ich liebe dich!

Schicksalsschwester: Unser gemeinsames Schicksal hat uns zusammengeführt und ich bin dankbar dafür! Längst ist es nicht mehr nur das Schicksal, was uns zusammenhält. Manchmal könnte ich dich schubsen, wenn du so agentenmäßig alles anzweifelst und ich so naiv bin…und du dann auch noch Recht hast *mitdenaugenroll* Aber viel Wichtiger ist, dass deine Gefühlswelt genauso krank ist, wie meine – ich liebe das. Du bist dir für nichts zu Schade und immer dabei! Wir lachen und weinen zusammen, fast jeden Tag und gehen diesen beschissenen Weg ein Stück gemeinsam….bitte, lass das nie aufhören! Wir wollen doch wissen, wie es ausgeht – Ich liebe dich!

Nana: Du weißt wie ich fühle, denn du fühlst genauso. Wir sehen uns sehr selten und doch bist du mir sehr nah! Deinen unbeirrbareren Glaube an die Hoffnung und in die Liebe teile ich! Und auch den Schmerz, der das mit sich bringt und dieses Psycho-Dingens 🙂 , bei dem wir beide wissen, wie krank das ist, aber es nicht lassen können. Wir sind so Freaks, ey…Du weißt, hohe Rechnungen zahlen können wir noch ewig…wir sind so reich! Irgendwann werden Bauchmenschen im Kampf gegen Kopfmenschen siegen…mit dem Herzen! Und dann stehen wir am Pult, in vorderster Reihe, so…mit 4 Mittelfingern! Dein Platz im Katzenhaus ist dir sicher. Ich liebe dich!

Und alle, die hier nicht einzeln gelobhymnet wurden…seid euch sicher, jede Einzelne von euch, ob kurz oder lang in meinem Leben, ob nah oder fern, ob intensiv oder nur ein Hupen aus dem Auto, ob jeden Tag oder nur ein paar Mal im Jahr, ob geschminkt oder ungeschminkt, ob gewollt oder nicht, ob morgens oder abends, ob mit mir oder manchmal auch ohne mich…ihr seid wichtig und ihr seid genau da richtig…Jede! Eure Kraft und eure Energie ist meine und meine die eure! Das wir uns das jeden Tag schenken, merken wir gar nicht mehr und deshalb musste das mal gesagt werden! So!

Schön, dass es euch gibt:@Nadja S., Corinna G., Sarah M., Melli A., Claudia W., Janine P., Janine G., Janine S., Chrissie Z., Bibi, Nicole B., Dani J., Michi S., Nadine P., Anja K., Anja, Jessica, Katja N., Jenny E., Jenny, Cat, Tine H., Grit S., Jana T., Pam H., Marion K., Desiree F., Jette, Manja, Katrin S., Rebecca, Toni S., Nise …

…ok, eine habe ich vergessen…mich 🙂 …und den männlichen Begleitern meines Lebens danke ich dann mal an anderer Stelle und später und nicht ganz so schmusig, versprochen *zwinker*!

Kopfmensch & Bauchmensch…{oder: Entscheidungslegasthenie at its best…}

Schwer zu erraten ist es ja nun nicht, zu welcher Gattung ich gehöre…aber schwer zu ertragen ist es, das sag ich euch.

Jeden Tag treffen Kopfmenschen auf Bauchmenschen…überall und jeden Tag treffen diese auch Entscheidungen. Der Eine hört dabei auf seinen Kopf und der Andere auf seinen Bauch. Klingt einfach…aber ist dennoch so kompliziert.

Der Kopfmensch trifft rationale Entscheidungen und blendet Emotionen komplett aus. Er will Sicherheiten und wenig Aufregung. Er verrennt sich in Szenarien die weit in der Zukunft liegen, plant, kontrolliert und malt sich das aus und er schöpft aus seiner Erfahrung, die er bisher gemacht hat in seinem Leben. Und dann trifft er eine Entscheidung. Alles gut durchdacht…und wenn möglich funktional einfach.

Der Bauchmensch ist ein Idiot…nee Spaß! Der Bauchmensch trifft seine Entscheidungen intuitiv, ohne lange darüber nachzudenken oder abzuwägen. Wie er sich fühlt, so entscheidet er, bzw. was er dabei fühlt. Er achtet zudem darauf, dass es ihm gut geht..er-lebt! Eben aus dem Bauch heraus unter Einbezug von Emotionen…oder im Suff…ihr kennt das.

Was ist jetzt besser? Das hängt durchaus von den Situationen ab. Und, die Mischung machts!

Stell dir vor du sitzt im Chefsessel eines Unternehmens und sollst über die Höhe des Budgets für das kommende Geschäftsjahr entscheiden…da ist eher ungünstig, wenn du einzig und allein mit dem Bauch auf eine Million tippst…kommt nicht gut an und wäre ja weder geplant noch durchdacht. Bei der Auswahl eines Kuchenstücks beim Bäcker allerdings, kannst du dich auf deinen Bauch verlassen…nicht zuletzt weil du ja auch Hunger hast.

Oftmals sollten Entscheidungen, die große finanzielle Ausgaben oder auch Einnahmen oder Personen im Arbeitsumfeld oder Anschaffungen oder eben materielle Dinge betreffen immer vorrangig mit dem Kopf entschieden werden. Vernünftig halt.

Alles Andere, wie zum Beispiel die Fahrt an den See oder doch lieber joggen gehen, oder Vanille- oder Schokoeis…das kann der Bauchmensch auch gut alleine entscheiden.

Man liegt allerdings nie verkehrt, Beides – sowohl Kopf, als auch Bauch in alle Entscheidungen miteinzubeziehen.

Es gibt nur eine Sache, wo der Kopfmensch nichts zu suchen hat, absolut gar nichts…nothing, niente, nada! (war ich deutlich genug?):

Die Liebe!!! (gibt es!) Oh ja! Aufgepasst!  Szenario:

*Er trifft Sie! Er=Kopf, Sie=Bauch…

…alles läuft bilderbuchmäßig und als es nicht mehr nur wildes Flirten ist oder man sich anfängt gut zu fühlen…BÄÄMMM! knallen der Kopfmensch und der Bauchmensch zusammen. Warum? Na weil der Idiot Kopfmensch bereits das nächste halbe Jahr vor Augen hat…bereits eine Beziehung im Kopf durchspielt und weil der bescheuerte Bauchmensch noch gar nicht nachgedacht hat, sondern bisher nur gefühlt hat. Merkste? Und weil der Kopfmensch mit Bauchschmerzen (das ist eines der wenigen Gefühle, die er dabei hat) feststellt, dass der Bauchmensch die Abenteuerreise wäre und so wert, aber sein bisheriges Leben der Pauschalurlaub ist. Was ist denn jetzt sicherer? Genau, die Pauschalreise…also wird der Kopfmensch sich dafür entscheiden bzw. dabei bleiben. Und das ist das Blöde…da der Kopfmensch Gefühle ausblendet bei seiner Entscheidungsfrage, kann ihm sein Herz gar nicht in die Fresse hauen und sagen: HAAALLOOO??? Er blendet es ja aus.

Und jetzt wirds bitterböse für den Bauchmenschen…oh ja! Denn der steht mit seinem großen pumpenden Herzen in der Hand vor dem Kopfmenschen und versteht die Welt nicht mehr:“…aber du fühlst doch das, was ich fühle…“, „…aber das ist doch nicht einfach weg…“, „..aber du sprachst von Zukunft und Beziehung.“ (JA MAN, ER HAT SIE SOGAR SCHON DURCHGESPIELT…DER TEUFELSKERL!) …Kopfmensch hat den Schalter umgelegt und betreibt noch Nacharbeit…so bitter das klingt. Tja, lieber Bauchmensch…dein emotional ist sein rational!*

Klingt etwas widersprüchlich, da doch Liebe ein Gefühl ist…aber genau so läuft das.

Grundsätzlich kann der Kopfmensch natürlich auch Liebe fühlen, aber wenn er ebend alles durchspielt, sich auf seine Erfahrungen stützt, sich selbst geißelt und weiß, das nur irgendeine kleine Komponente nicht 100% ist…durch irgendwelche auferlegten Kämpfe oder Altlasten…dann wars das! Passé! Adé! Tschüssi! Hau rein! Niemals! Geht nicht! Kann nicht! Funktioniert nicht! Hab Schiss! Da passt das Abenteuer einfach nicht rein…zu viel Riiiisssiiikoooo *mitdenaugenroll*

Und ja, auch der Bauchmensch kann natürlich seinen Kopf einsetzen…aber ich sagte es ja bereits…weshalb soll der Kopf beansprucht werden, wenn das Herz so laut ist…es geht um Gefühle bitteschön!

Ich habe einen Vorschlag an Beide: Etwas von jedem von euch würde zukünftigen Entscheidungen wesentlich besser stehen! Sie wären nicht nur kopflastig oder aus dem Bauch heraus..nein, von Beidem etwas. Gesunder Realismus mit etwas Emotion..oder umgedreht…großartiger Mix! Großartige Entscheidungen und beide fühlen sich wohl dabei…keiner bleibt zurück oder wird verletzt. So einfach, oder?

Na dann benutzt mal etwas weniger den Kopf ihr Menschen, und fühlt und tut euch selbst gut damit und wählt das Risiko…hört auch mal auf euren Bauch…denn am Ende leidet nur ein Organ: das Herz, bei beiden, immer!

(P.S. Du willst nicht gehen…aber versuchst es…verschließt deine Augen…hast Angst…geißelst dich…vergisst dich…triffst die Entscheidung allein, obwohl sie 2-5 betrifft…ungeachtet beider Herzen…wegen einer Last, die du dir selber auferlegst und die ich stark genug bin zu tragen…ich hasse deinen Kopfmenschen in dir…er verletzt meinen Bauchmenschen so sehr…und bleibe dennoch!……bittersweet symphony…)

Unterwegs im Auftrag der Törtchenschmiede…

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…haben Corinna und ich spontan letzten Samstag das hinreißende Café „Kastanientörtchen“ besucht. Was ein Augen- und Gaumenschmaus! Glücklicherweise begleitete uns auch der Starfotograf Mario und machte wieder mal zauberhafte Bilder.

*Da Corinna durch einen bösen Unfall ein sehr großes Handicap hat, waren wir auch irgendwie die Krankenpfleger…Krücken rein ins Auto, Krücken raus aus dem Auto, Tür offen halten, Stuhl zurechtrücken, langsam laufen…Schön, dass du trotzdem die Kraft auf dich genommen hast, liebe Corinna und ich wünsche dir, dass du schnell wieder auf beide! Füße kommst!!!*

Das Café veranstaltete zum ersten Mal „Build your Törtchen“, was soviel bedeutet wie: Wir haben für dich verschiedene Biskuitteige, allerlei Cremes und Toppings…du bestimmst, was du für ein Törtchen kreieren willst, wir machen es für dich fertig und dann kannst du es genießen! Und genau das haben wir gemacht.

Im Café selber war die Einrichtung schon zum Verweilen und stundenlang nur Kaffee und Törtchen haben wollen…so schön vintage und so passend dekoriert…wirklich zum Seele baumeln lassen!

Schnell entschieden wir 3 uns für unsere Törtchen. Interessant, dass meine Schlemmerschwester und ich wieder mal unabgesprochen sehr nahe im Geschmack beieinander lagen und fast dieselben Törtchen hatten.

Die Auswahl der Tortenböden reichte von Möhre-Ingwer-Biskuit, über Schoko-Guiness-Biskuit bis hin zu Bienenstichbiskuit…und noch mehr. Bei den Cremes hatten wir die Auswahl zwischen Cheesecake, Zitrone, Himbeer-Apfel, Kastanie und Vanille-Sahne. Das Topping bestand aus verschiedene frischen Früchten, Schokoraspeln oder auch Mandeln. Die Qual der Wahl..aber wir haben die Challenge gerockt!

Nach wenigen Minuten saßen wir dann am Kaffeetisch und ließen uns unsere Törtchen schmecken. Und da wars wieder…das Feuer für unsere Backleidenschaft war gezündet und loderte nur so. Und so beschlossen wir unseren nächsten Termin und das Thema für unser „One Day Café“…ja, richtig gelesen. Alle, die es bisher zahlreich besucht und genoßen haben, dürfen sich freuen…das Datum geben wir noch bekannt, aber so viel sei gesagt: im Mai! und wir werden ebenfalls eure Wunschtörtchen kreieren…Wir sind schon gespannt!

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Bis dahin versüßt euch mit den Bildern von Mario die Wartezeit.

Alles Neue macht der Mai…bis dahin!

 

Allein & Erziehend…oder, leben im Organisationszirkus…Manege frei!

Wie lange ich darüber schon schreiben will…jetzt muss ich es tun.

Wir alle setzen Kinder in die Welt, wohl durchdacht und immer mit dem Anker Mann/ Frau dahinter, um dann eben mitreden zu können bei dem Thema: Familie. So weit, so gut und es funktioniert. Aber, dann gibt es Ereignisse, die dich allein & erziehend den Rest durch das Leben gehen lassen. Auch so weit und so gut und es funktioniert.

Wenn da nur nicht der Alltag wäre…gar nicht so einfach…und ich jammere mit nur einem Kind schon *kopfschüttel* Na ja weniger jammern, eher mal so feststellen und denen, die keine Ahnung haben von uns Alleinerziehenden, nen Einblick verschaffen – ja so ists gemeint.

Anmerkung vorab: Ich spreche deshalb nicht von alleinerziehenden Müttern, weil es da draußen sehr wohl auch genügend Väter gibt, die sich dieser Aufgabe stellen. Nicht vergessen!

Wie ist das nun so, alleinerziehend? Kann ich euch sagen…schizophren, aber geil! Ja, du bist 14 Tage lang (Klassikmodell) in einem Organisationszirkus gefangen und keiner klatscht Applause. Und jedes zweite Wochenende drehste durch…und wenns nur auf der Couch in Ruhe sitzen ist.

Innerhalb der 14 Tage hast du sämtliche Sinnesorgane beim Kind. Und wo früher die Wand kahl war, hängt jetzt so ein Terminkalender, fein säuberlich beschrieben…mehr mit den Terminen für das Kind, als mit deinen 🙂 Auch dein Tagesablauf an jedem einzelnen Tag ist prall gefüllt. Meiner sieht 14 Tage lang so aus: Aufstehen…alleine. Duschen…da gehts schon los, denn plötzlich kommt das Kind schlecht gelaunt aus meinem Bett gekrabbelt und ist traurig, dass Mama nicht noch kuschelnd im Bett liegt…und reißt die Badezimmertür auf….das ist so verdammt kalt unter der Dusche…da könnte ich schon das erste Mal kotzen morgens.Aber nein, da biste schmusig zum Kind, damit wenigstens er einen guten Start in den Tag hat. Und wenn du Glück hast ist es dankbar, wenn nicht, mach ihm schnell einen Kakao (wohlgemerkt, du bist nur mit einem Handtuch bewaffnet und frierst soooo…)

Hat er seinen Kakao…wo du natürlich die ganze Zeit zuschauen musst und ihn anfeuern musst, wie prima alleine er das schon kann (wirklich, mein Kind mag das) ist die Chance auf weitere entspannte 10 min. etwas größer als noch vor einer halben Stunde. Sobald er den Kakao fertig angerührt hat, parkst du ihn schnell am Esstisch und duscht zu Ende….schnell, verdammt schnell.

Dann erstmal Kaffee…und durchatm….ach nee, jetzt kommt er nicht an die Cornflakes ran und ningelt…ooookkkkkk. Ach und anziehen muss er sich ja auch noch….wieder anfeuern.

Als er dann endlich am Frühstückstisch sitzt, schon besser gelaunt und ich mich dazu setze, kehrt das erste Mal etwas Entspannung ein. Na ja nicht wirklich – wir trödeln und müssen eigentlich los. Das passt ihm natürlich nicht…mich fragt ja keiner.

Endlich Zähne geputzt und fertig angezogen, fällt ihm auf, dass er seine 253 Spielsachen noch schnell sortieren muss…ja warum nicht…meine Haut färbt sich hellgrün – ihr versteht?

Und wehe, hier schreit einer KONSEQUENT…ihr könnt mich mal! Ich bin morgens gegen 6 Uhr weder geduldig, noch hab ich Bock darauf pädagogisch wertvoll zu agieren. Ich beschwere mich auch nicht, ich gestatte lediglich einen Einblick.

Endlich, endlich sind wir angezogen und laufen die Straße runter zur Ampel. Augen auf, Straßenverkehr. Obwohl, das macht er großartig.

Nach ca. 25 Minuten, an einem guten Tag, (alleine dauert dieser Fußweg übrigens gerade mal 10 min.) sind wir an der Kita – noch nicht drin.

Weitere 15 min. später steht er ausgezogen im Kitaraum (bald ist Sommer und Schluss mit diesem Angepelle und Ausgepelle – YEAH!) und wir verabschieden uns innig…wirklich. Das ist der erste Moment, wo ich denke: Los komm Rakete, wir machen uns nen dicken Tag zu Hause und essen Pommes und Nutella…auf der Couch. Aber nein, ich muss arbeiten.

Nach 8 h Arbeit laufe ich im Rhytmus zur Musik die 5 Minuten zur Kita und freue mich auf mein Kind…und das kann nach hinten losgehen. Denn wie ich, hatte er auch einen 8h Tag und wer weiß, welche „Kollegen“ ihm heute auf den Sack gingen. Es bleibt also spannend. Meist freut er sich aber.

Der Nachhausweg ist gepflastert mit abenteuerlichen Entdeckungen (auch nach 4 Jahren noch), ein bis zweimal bockig sein (mal er, mal ich), dem sehnsüchtigen Blick zum Bäcker rüber und dem imaginärem Drachenbekämpfungsmodus im Waldstück, ich die Prinzessin. Wenn wir dann zu Hause sind, meist gegen 17.30 Uhr…hat er Hunger. Aber solchen Hunger, dass ich und auch die Nachbarn kurzzeitig denken, er würde nichts bekommen in der Kita oder gleich mit bluntunterlaufenen Augen an mir knabbern.

Ich mache also Abendbrot für uns…ratet, wer immer zuletzt am Tisch sitzt und dann fast schon wieder abräumt. Danach habe ich ca. 30 min für den Haushalt – schafft man. Er spielt in seinem Zimmer oder bastelt (das bedeutet übrigens: Kleber, Schere und Papier…alles wird geschnippelt, bestempelt und geklebt). Manchmal ist er auch ein Feuerwehrmann und rettet die Prinzessin aus der Burg, oder ein Lego Star Wars Freak mit Schwert…in jedem Fall meine Zeit, ihn dabei zu beobachten und mich zu freuen. Ab und zu darf ich auch mal der Ritterkumpel sein und wir schleichen gemeinsam auf die feindliche Burg zu.

Dann Sandmann! Wenn der geschafft ist, Zähne putzen. Allabendlicher Groove zum Waschraum (wie er es nennt): er die Hook, ich am Lachen…wir beide tanzen. Danach ab ins Bett…Jaaaaaaa, denke ich. Er sieht das etwas anders und plötzlich fällt ihm alles ein: Pipi, Hunger, kalt, Bauchweh, Teddy weg, Monster…ihr kennt das.

Wenn wir das dann geschafft haben gibts eine Gute-Nacht-Geschichte – wir lieben das beide.

Dann Licht aus, kleines Nachtlicht an und die Rakete singt oder guckt sich noch ein Buch an…meistens schläft er dann…spätestens gegen 21 Uhr. Und dann ist es still in der Wohnung…so schön still….und ich müde. Super Arrangement das.

Noch schnell die Termin checken, das blöde Faschingskostüm nähen, kleben, reißen (muss ja immer selfmade sein – bin ich bescheuert), die Legobausteine aus dem Hochfloorteppich popeln und die Bettdecke der Rakete noch mal aufschütteln. Ahhhh…ich hab vergessen in der Kita Bescheid zu sagen, dass wir morgen die U8 haben und er später kommt…da haben wirs, an alles muss man allein denken.

Ja, das ist nur die Hälfte von allein & erziehend im Alltag. Alles machst du alleine…mit Kind. Du entscheidest, wie du auf seine Aktionen reagierst, du entscheidest, ob er nun doch noch einen Lolli haben darf oder nicht, du entscheidest, ob du jetzt streng bist oder kuschelig…ganz allein. Das kann fetzen, muss es aber nicht immer. Manchmal würdest du gern noch so 10 Minuten Bedenkzeit haben wollen, bevor du reagierst und dem Partner die pädagogisch wertvolle Erziehung überlassen, einfach weil du kaputt oder verunsichert bist. Oder dich gern austauschen, Pläne schmieden, den Raum verlassen, wenn Rakete durchdreht…Aber das geht ja nicht. Und so fragst du dich oft am Ende des Tages, ob es dem Kind helfen würde, wenn du nicht alleinerziehend wärst oder ob es doch nur dir helfen würde 😀

Du darfst auch niemals, wirklich niemals auf deinem Einkaufszettel etwas vergessen zu notieren…bist du erstmal raus aus dem Laden und hast etwas vergessen…bemerkt er es immer…zu Hause! Und du kannst nicht mal eben noch mal schnell los. Auch hier ist Einfallsreichtum gefragt und so gab es auch schon mal Joghurt hoch 3 zum Abendbrot…ohne Brot.

Wenn du mitten in der Woche gern mal einen Termin wahrnehmen möchtest, sei es Arzt, Friseur, Freundin und Kaffee oder einfach mal Kino auf nen Mittwoch (wo die Karte nicht gleich 12 EUR kostet)…vergiss es! Das kannste dann alle 14 Tage am Wochenende hinbiegen…für 12 EUR! Selbstverständlich schaffen wir Alleinerziehende es grandios zu kombinieren…auf dem Spielplatz…wir auf der Bank, sie den Kaffee, ich die Brötchen…für die Kinder natürlich.

Auf Arbeit wirds nicht besser…du musst pünktlich zum Feierabend den Stift fallen lassen, denn du musst ja dein Kind aus der Kita abholen – niemand macht das für dich! Entweder hast du verständnisvolle Chefs oder man blickt dir mit Unverständnis entgegen und in deinem Arbeitszeugnis steht irgendwann:“….na ja übereifrig war sie ja nun nicht gerade..und sowieso nur Teilzeit mit 37,5 h.“ Aber Freunde, dass du mehr als 30h in der Woche arbeitest, um dich und dein Kind auch finanziell über Wasser halten zu können…steht da leider nicht drin. Wie man es macht…

Also bewegst du dich im Spagat (immer noch Zirkus) zwischen Kinderbetreuung, Job und atmen. Hey, aber alle 2 Wochen kannst du für 2 Tage auf der Couch gammeln, alle Termin auf 48h drücken und alle Welt dann immer so: „boaaahhh, nur unterwegs wenn se kindfrei hat…krass.“ Das wirkt nur so. Was ich in 48h durchhaste, schafft ihr verteilt auf die 2 Wochen. Es ist zwar intensiver für mich, weil eben so kurzweilig, aber ich hätte gern mal ein Zeitfenster von 7 Tagen für mich, ganz ehrlich.

Und jetzt stellt euch mal vor, da soll noch was in Sachen Liebe gehen…hahahahahaha, wann denn? Wie soll man denn jemanden kennenlernen. Ich dann so: „Hey, ich bin spontan…so alle 14 Tage für 48h.“ Nicht witzig! Vor allem, wie willst du jemanden kennen lernen? Schwierige Kiste…aber ich bin Optimistin und wenn es mir passiert irgendwann und es das wert ist, halte ich es fest und kämpfe…mit dem Laserschwert der Rakete, wenns sein muss! Denn, noch immer gilt: Happy wife, happy life 🙂

Du entwickelst dich zum Leiter des Organisationszirkus und wächst mit deinen Aufgaben. Die nächste Bewerbung enthält dann wirklich als Jobtitel die Überschrift: Managerin eines Zirkus. Klingt doch ganz interessant.

Das Kuriose ist, du bekommst es immer wieder aufs Neue hin. Manchmal wirkst du zwar wie die total verhuschte, gestresste Mutter dieser Rakete, aber das hat auch was – Sympathie von all denen, die mit Respekt kurz hier gelesen haben und denken: Klasse macht sie das.

Und so bin ich voller Energie…allein deshalb schon, weil ich ganz alleine heute den Nachhauseweg mit dem Star Wars Krieger beschreite und ein Transformer, aber als Prinzessin, sein darf und in Höhe des Bäckers gegen 17 Uhr mit einem freaky Grinsen alleine entscheide: Klar darfste noch ein Schweineohr meine Rakete! Keiner kann uns was! Zucker für immer und wir 2!

Manege frei…er ist das Äffchen, ich die Dompteurin – meine Entscheidung…ganz allein 🙂

Hereinspaziert!

Der Februar

Gelesen: die Prüfungsunterlagen

Geschrieben: an meiner Liste

Gehört: „Je te pardonne“ Sia feat. Maitre Gims

Gesehen: „Fifty Shades Darker“….soooo schlecht

Getrunken: Cuba Libre…mal wieder

Gegessen: Schnitzel überbacken mit Pfirsich-Pepperoni und Käse…ein Traum!

Gebacken: Bibis Geburtstagstorte

Gefreut: über den Sitz im Prüfungsausschuss

Gekauft: den herbstlichen Kurzurlaub an die Ostsee YEAAAHHHH!

Geärgert: über meine Gefühlswelt

Geknipst: mit dem Selbstauslöser…

Gebastelt: Einladungskarten für den anderen Teenager

Gefeiert: die 90er Sause mit den Muttis – wooohooppp!

Gefühlt: …das gibt es noch!…&…nicht sein Ernst!

Gedacht: das passiert mir nicht…und dann so: oh doch…

Geträumt: vom BT Bamster

Gefunden: die Location für den 40ten…puhhhh…danke Raphi!!!

Du…weißt das alles nicht…

Du machst, dass ich lachen muss.

Du machst, dass ich nur noch tanzen möchte.

Du machst, dass ich den Kaffee verschütte, weil du eventuell gleich da wärst.

Du machst, dass ich gar nicht richtig da bin…logisch, bin ja bei dir.

Du machst, dass ich Herzrasen bekomme, weil du Pommes bringen willst.

Du machst, dass ich meinen Kopf völlig ausschalte – nur auf meinen Bauch höre.

Du machst, dass ich aus meinem Krebspanzer gekrochen komme.

Du machst, dass ich dir blind vertraue – ok…das liegt zum Teil an deinem Job.

Du machst, dass ich sexy bin, weil du es bist.

Du machst, dass ich im Kreis grinse.

Du machst, dass ich dein T9 mag.

Du machst, dass ich unvernünftig sein will…mit dir.

Du machst, dass ich nicht weiß, wann Schluss ist.

Du machst, dass mir alles egal ist.

Du machst, dass ich meine verrückten Ideen auch umsetze, um meinen Punktestand zu erhöhen.

Du machst, dass ich mich finde und das zulasse.

Du machst, dass ich meinen Dickkopf überdenke…zaghaft.

Du machst, dass ich dir alles sagen kann.

Du machst, dass ich ich sein kann.

Du machst, dass es richtig anfühlt.

Du machst, dass ich wieder daran glaube.

Du machst, dass ich es kaum erwarten kann in die Oper zu gehen.

Du machst, dass ich mich fallen lassen kann.

Du machst, dass ich bleiben will.

Du machst, dass ich die Ziege nach Kreta schicke.

Du machst, dass ich ganz viel lachen muss.

Du machst, dass mir der Puls geht, nur weil du anrufst.

Du machst, dass ich das so will.

Du machst, dass ich keine Angst davor habe.

Du machst, dass ich schlagartig vergesse, wie man bis 25 zählt.

Du machst, dass es in meinem Kopf bunt und laut ist.

Du machst, dass ich Kino, Fahrstuhl und Hochhaus möchte.

Du machst, dass ich mich da reinstürze.

Du machst: Goosebumps all over the time!

Du machst alles so richtig!

….und du machst gerade auch, dass ich Schiss habe…

Du machst so viele Dinge mit mir und weißt es nicht…aber das macht nichts, denn es reicht, wenn ich es weiß!

 

4 Jahre später…Liebesbrief an dich!

…und du bist schon ein großer Junge. Mein Baby ist 4! Unglaublich!

Erst heute morgen kamst du total verkuschelt aus dem Bett gekrochen und hast über das ganze Gesicht gegrinst:“ Guten Morgen Mama“. Deine Haare standen in alle Richtungen und du warst noch ganz warm vom Bett.

Als wir frühstückten und über deine Geburtstagsfeier heute in der Kita sprachen, sagtest du voller Stolz, wie groß deine Muskeln schon sind und dass deine Arme schon viel länger sind als vorgestern…denn du bist ja jetzt 4!

Jeden Tag forderst du mich, liebst du mich, weine ich, lache ich, träume ich, verzweifle ich, ärgere ich mich, stehe ich auf, gehe ich weiter, hoffe ich und liebe ich dich! Du bist meine kleine große Liebe und gibst mir so viel!

Für dich bin ich die hübsche Superheldin…du mein cooler Superheld…und wenn wir auf dem Weg zur Kita spielen „Ich sehe was, was du nicht siehst“, machst du es für Mama immer sehr einfach. Unsere High Fives sind die Besten nachdem du mal wieder irgendetwas verdammt Cooles gemacht hast und mir bewusst wird, dass du eben kein Baby mehr bist. Wenn du bockst, erkenne ich nicht selten mich selbst wieder und versuche zu verstehen. Deine Leidenschaft für Süßes hast du defintitv nicht von mir und wenn du danach fragst, kannst du ein Engel sein. Deine unbändige Energie macht mir manchmal Angst und auch du kannst sie noch nicht so gut kontrollieren, aber wir geben uns Mühe. Wenn wir beim Zähneputzen im Bad zur Musik tanzen, kullert ein Tränchen bei Mama…immer…weil du so gern tanzt und die Zahnbürste dein Mikro ist. Du bist ein Rockstar und mir so ähnlich! Wenn du im Winter die Schneeberge mit Karatebewegungen teilst und dabei wie ein Shaolin redest, kommen mir ebenfalls vor Lachen fast die Tränen. Wenn du morgens den Vorschlag machst, wir gehen heute weder in die Kita, noch zur Arbeit, finde ich das grandios und irgendwann machen wir das auch mal einfach – Versprochen. Die Einzigartigkeit wie du „Spaghetti“ sagst, wünschte ich mir für immer, aber mit 10 ist das nicht mehr witzig, ich weiß. Wenn du mir sagst, dass ich dein bester Freund bin, macht mich das glücklich und ich hoffe, dass ich das immer ein wenig sein darf. Du bist clever und mutig – das macht mich stolz! Und ich weiß, dass du deinen Weg gehen wirst, mit den von mir gemachten Fehlern und den von dir gemachten Erfahrungen. Du bist ein starkes Kind, mein Junge!

Ich werde an deiner Seite sein, wenn du mich brauchst! Ich liebe dich Rakete – immer!

 

 

 

Generation Beziehungsunfähig…für Nana & Ela…und alle anderen Kaputten

…und den Blogeintrag schiebe ich mal gleich hinterher…hat der Gedankenschmaus über den Valentinstag irgendwie nach sich gezogen…das Dessert quasi.

Ganz speziell für meine Schicksalsschwester & Nana! Ich liebe euch!

Die Überschrift sagt es ja schon mehr als deutlich: Wir leben in der Generation „Beziehungsunfähig“. Wo früher noch ein“X“ oder „Y“ stand und alles irgendwie hip und cool und so 90er war, steht da jetzt ein Wort, dass so bitter klingt und doch so allgegenwärtig ist.

Wie kam es eigentlich dazu, dass unsere Generation so beziehungsunfähig ist? Keine Ahnung und reden wir hier überhaupt über meine Generation? War ich nicht irgendwo in der „Y“ noch vor ein paar Jahren oder hat das beziehungsunfähig das „Y“ erweitert, ersetzt, abgelöst? Wird es jemals wieder eine Generation geben, die diesen Beigeschmack nicht trägt?

Schuld ist der Wandel! Schuld ist die Hektik! Schuld ist das Schnelllebige! Schuld ist die Werbung! Schuld sind wir! Keiner hat mehr Zeit und Bock, an irgendetwas zu arbeiten…und dieser Satz steht ganz vorne, also lassen wir doch gleich die Finger davon…Und wir mittendrin…huch. Ja man rutscht da schnell rein, manchmal ohne es zu merken und noch schlimmer ist, dass man teilweise nicht mal mehr da rauskommt. Muss man auch nicht zwangsläufig, aber es bleibt so vieles auf der Strecke und sind wir nicht irgendwie die Vormacher für alles was nach uns kommt an Menschheit und Gefühl?

Aber wir verkacken es und die Jugend nach uns gleich hinterher *händeüberdenkopfzusammenschlag* Das macht mir Angst. Nicht zuletzt, weil wir uns ja auch irgendwie in diesem Sog befinden und ich um die Aussichten bange. Zu Recht, wie ich immer wieder feststelle. Und nicht nur ich…unsere Kinder ebenso.

Die typische Nicht-Beziehung sieht heutzutage so aus:

„Lass uns Freunde sein. Einfach nur Freunde. Ich bin noch nicht bereit für eine Beziehung. Aber ich möchte, dass wir Dinge tun, die man in einer Freundschaft eigentlich nicht macht und doch macht. Wir sind nicht zusammen, ich gehöre nicht zu dir, aber du kannst auch mit Niemandem außer mir sein. Ich möchte, dass du mir gegenüber loyal bist, ich mache aber, was ich will. Wenn du sauer und traurig bist, sind wir nicht zusammen. Wenn du Gefühle bekommst, werde ich mich von dir entfernen…denn du wusstest, worauf du dich einlässt…ich habe dir gesagt, dass ich nicht bereit für eine Beziehung bin.“

Schon mal gehört, oder? Oder erzählt bekommen? Das ist doch absurd!

Wer macht denn sowas? Also entweder fühle ich, dass ich die Nähe eines anderen Menschen gern habe oder ich lasse es! Die haben alle Schiss, Freunde! Alle! Die haben einfach alle Schiss vor diesem Beziehungsdingens. Krank ist das, sage ich euch.

Wieso hat man denn Schiss mit jemandem zusammen Zeit verbringen zu wollen, Dinge erleben zu wollen, sich auszutauschen und den ganzen Rest, der dazu gehört? Und wieso Schiss davor, Großartiges zurückzubekommen? Das ist es ja gar nicht, es ist nur dieses Wort: Beziehung. Bekloppt! Dann nennt es doch Interessengemeinschaft…und besser?

Es ist immer dasselbe: Entweder hast nen Emotionskrüppel getroffen…ganz üble Nummer oder einen Menschen, der seine Gefühle nicht im Griff hat. Und weißte was? Ganz schnell weg davon! Das geht nicht gut und du bist nicht auf der Welt um zu bekehren und dich dabei zu verlieren. Finger weg! Auch wenn es manchmal schon etwas zu spät ist, weil du nicht du bist und kein Snickers zur Hand war…

Das sind so Menschen, die schon Schiss haben, bevor du deinen Namen genannt hast. Ich stelle mir dann immer vor, was in deren Köpfen gerade für ein Film läuft: ‚Oh, schön. Sieht gut aus. Hört sich super an. Lachen geht auch. Verstand ganz vorne. Riecht angenehm. Küssen wollen.’…Und dann passiert da irgendwas in deren Köpfen…vermutlich sitzen da 2 fiese kleine Männchen im Kopf mit nem Joint, total zugedröhnt, nicht zurechnungsfähig und stellen STOP Schilder auf…die sie zwischenzeitlich auch mal vergessen, aber nie ganz. Und im Herzen sitzt ein Typ, der das ganze Ding in irgendeine Masse verpackt hat…hier und da kleine Löcher, aber nie so groß, dass es durchdringen könnte. Ich wiederhole mich: Ist das krank?

Was bleibt denn noch, wenn du deine Gefühle unterdrückst bzw. sie vor dir her schiebst, nur weil du Angst vor diesem Wort „Beziehung“ hast? Wut und Freude lässt du doch auch zu…Kapier ich nicht.

Selbstverständlich weiß ich, dass diese Menschen Schiss haben, weil sie mal verletzt wurden und das nie wieder erleben wollen oder weil sie nicht daran glauben, das alles gut geht…wirds auch nicht, versprochen! Oder weil sie denken, das wars noch nicht, ich spare mich auf? Oder weil sie Angst haben vorm Valentinstag? 😀 Stellt euch mal vor, wie das wäre, wenn alle Menschen beziehungsunfähig wären…alle…oh mein Gott!

Ich bin genervt von diesen Menschen, oftmals sind es genau die, die meine soziale Ader treffen und ich winde mich dann hin und her: Hilfste den Idioten für die/den Nächste/n oder zeigste denen einfach nen Vogel und gehst? Schade ist das, sag ich euch mal, sehr schade.

Was stimmt mit denen nicht und warum hab ich jetzt den Salat? Auf Dauer ist das anstrengend und manchmal stehe ich kurz davor zu platzen… ich kann mich dann auch nur oft beherrschen weil eben genau diese Emotionskrüppel gerade wieder etwas total Beknacktes sagen oder tun…Gott sei Dank anscheinend.

Das ist bei Frauen und Männern übrigens weitverbreitet und hält sich die Waage…fängt schon bei Freundschaften an.

Bloß nicht auf eine andere Person einlassen, weil…ja weil? Weil dann vorbei ist mit Freiheit und man Verpflichtungen erfüllen muss? Weil dann Treue angesagt ist und Verantwortung für die Gefühle des Gegenübers? Weil dann irgendwann der Ring angesteckt werden muss? Weil du dein Leben mit einem Menschen teilst, der genau so in dieses passt? Wasn da los? So viel Angst vor Beziehungen habe ich selten so intensiv, wie in den letzten Jahren erlebt.

Ich hoffe inständig, dass mein Kind sieht und spürt, dass es dazu gehört, auf die Nase zu fallen und sich nicht auf dem Spielplatz im Sandkasten einbuddelt…denn da gehts doch schon los mit Beziehungen/ Freundschaften. Und ich hoffe, ich zeige meinem Kind sehr genau, wie man Gefühle ordnet, irgendwie äußert, zulässt und versteht…und vor allem gibt!

Diese Nummer ist nichts für mich habe ich festgestellt…und ja, mag sein, dass ich nur Schwarz und Weiß lebe, aber ich bin auch stark genug, die Konsequenzen zu tragen. So what!

Einem Menschen passiert, der mir sehr wichtig ist. Situation wie folgt:

Zwei Menschen, die sich kennen lernen wollen…das auch tun…sich gern haben, Zeit zusammen verbringen und natürlich auch das Bett teilen…aber von Anfang an ist eigentlich klar, dass sie niemals sagen würden: Meine Freundin/ mein Freund…Und das ziehen die Zwei mehr als ein Jahr lang durch…was passiert? Ganz klar, Gefühle…die schlimmen Gefühle! *augenverdreh* Aber keiner sagt es dem Anderen, weil sie haben ja keine Beziehung. Nein, machen einen auf cool und so unnahbar und sicherlich manchmal auch etwas verletzend, nur um sich selbst klar zu werden: nein, keine Beziehung. Aber unternehmen Dinge & verbringen Zeit zusammen, machen sich kleine Aufmerksamkeiten und haben fast täglich Kontakt. Ende vom Lied: Es gibt Situationen in dem Leben des Einen – immer der beziehungsfähige- da braucht er den Anderen -den, der beziehungsunfähig ist- wirklich neben sich und dann wirds ernst und was passiert? Das wird dem Unfähigen zu heiß…Schiss, da wars wieder. Er sitzt da , seelenruhig und denkt: „Na ja ich hab immer gesagt, dass ich keine Beziehung will.“ Der Fähige sitzt da und denkt: “ Aber ich dachte, jetzt doch?“ So ein Mist! Was war es denn dann? Bruder und Schwester? Tante und Onkel? Schwachsinn…es ist/war ne Beziehung, so siehts aus.

Was bleibt, ist der Schmerz des Fühlenden und dessen Angst vor dem nächsten Mal. Da haben wir es wieder…und auch die Antwort auf meine Frage, warum Generation beziehungsunfähig: Weil es nur weh tut und nichts für die Ewigkeit ist! Weil wir den Glauben und die Hoffnung nicht mehr länger strapazieren wollen. Weil es sich doch so viel bequemer lebt. Nachvollziehbar.

Für den Beziehungsfähigen ist das Adrenalin am Anfang und er denkt nicht nach, wo die Reise hingeht, weil er eben nur diesen moment auskostet und sich wohlfühlt. Der Beziehungsunfähige ist der, der es so kompliziert macht…für sich! Irgendwann wirds anstrengend für den Beziehungsfähigen und er will Antworten…gar nicht gut für den Beziehungsunfähigen, gar nicht gut. Wie es ausgeht, wisst ihr alle.

Wo unsere Großeltern und Eltern noch überhaupt eine Bezihung eingingen und nicht gleich alles vorher schon analysiert und durchdacht haben, Arbeit in eine Beziehung legten und auch Lust hatten zu reparieren, weil sie liebten, rennen wir nur weg und flüchten uns ins Nichtgefühl oder fangen bestenfalls einfach erst gar keine Beziehung an…eigentlich alles Luschen, wenn mans so betrachtet, ja, Luschen mit wenig Zeit, unkomplizierter Lebensweise und Schiss eben 😀 Ganz einfach was?

Ich bin keine Lusche und werde immer zu meinen Gefühlen stehen, sie zulassen und auch verteilen..klar kommen müsst ihr damit…ich brauche nur etwas mehr von diesem Reparaturkit daheim und meinen unbegrenzten Mut (manche nennen es dämlich) an die Liebe zu glauben….und mich in die nächste – Vorsicht das böse Wort – Beziehung zu stürzen…mit allem, was dazu gehört, jawoll! Beziehung fängt da an, wo zwei Menschen aufeinander treffen…ob es eine Freundschaft, Liebesbeziehung oder auf dem Volleyballfeld für 45 Minuten in einer Mannschaft ist…das weiß keiner vorher.

Auf ihr Luschen…packt mal da an, wo es weh tut und geht nach vorne! Bezieht euch mal auf euer Gegenüber in irgendeiner Weise 😉

P.S. Meine Schicksalsschwester! Du bist ein großartiger, liebevoller Mensch, der so viel zu geben hat und nichts dafür haben möchte. Dein Schmerz ist auch immer irgendwie meiner. Und dennoch: Lass dir deine tiefe Gefühlswelt nicht nehmen, NIEMALS! Wunden verheilen, Narben bleiben, aber dein Lebenswille und dein Wesen haben soviel mehr verdient…es dauert nur etwas! Du willst doch wissen, wie es ausgeht, also halt durch! Und ich frage mich oft: Wo, verdammt, warst du die letzen Jahre???

P.P.S. Nana: Du bist eine wundervolle, liebenswerte, kluge Frau und so unabhängig. Verliere bitte niemals den Glauben an die Liebe und sei so bekloppt und stürze dich immer wieder in dieses Beziehungsdingens…du bist so stark, dass du mit der Enttäuschung fertig wirst, immer wieder aufs Neue! Ansonsten bleibt uns Option B: Haus! Katzen…viele Katzen!

Natürlich seid ihr beide auch schön…:)

Be my Valentine…oder warum es Döner sein sollte

Geschafft…einer der furchtbarsten Tage ist geschafft. Der ach so gehypte, überflüssige, traurige 14. Februar…Valentinstag.

Schon immer fand ich diesen erfundenen Feiertag so unfeierlich, so armselig…da brauchen die Menschen ein Kreuz im Kalender, um daran erinnert zu werden, dass sie lieben und es Bitteschön heute auch mal sagen? Und zeigen…mit Geschenken, mit materiellen Dingen? Ernsthaft? Und nur heute?…ich brauche Schnaps, viel davon.

Mal ehrlich, das ist traurig, ganz doll traurig.

Liebe geht immer…365 Tage im Jahr. Wirklich! Und das muss nicht mal Geld kosten. Vielmehr ist es Zeit, Respekt, Verantwortung, Vertrauen…bla und Keks.

All das müsste man mir nicht vordatieren oder mich daran erinnern. Schlimm…plötzlich bekommste keine Schokolade mehr ohne Herzen oder Blumen kosten schlagartig 35% mehr und alles ist so rosa und verliebt. Filme werden danach benannt, Restaurants bieten „Love Dinner“ an und Singles werden mitleidig angeschaut…Ich könnte kotzen!

Nicht, weil ich Single bin oder beziehungsunfähig oder nicht an Liebe glaube, nein…ich könnte kotzen, weil das so arm ist – darauf aufmerksam gemacht werden zu müssen heute lieben zu müssen, zwingend!

Nehmen wir an, ich bin nächstes Jahr um diese Zeit verstrahlt…ich hoffe, er steht mit Döner, Mixbier, Jogginghose, „Suizide Squad“ und Nutella vor der Tür und nach dem Film gibt’s nen High Five…worauf auch immer…Jackpot! Seine Liebe darf er mir dann gern an den anderen 364 Tagen so viel anders zeigen.

Alles begann mal damit, dass man eher denen, in die man heimlich verliebt ist, ein Kärtchen oder andere kleine Aufmerksamkeiten zukommen lässt…wo isn das hin? Und, wir sind ja auch keine 12 mehr, ne?!

Also, Leute, unterstützt doch dann nicht noch die ganze Geldmacherei und lasst euch nicht so bloßstellen!

Liebe das ganze Jahr…von mir aus auch gern multipliziert auf die nächsten 20 Jahre! Aufgepasst: den Döner nicht vergessen 🙂

Ich liebe euch alle…immer….jeden Tag! Dich, weil du mit mir bist im Schicksal. Dich, weil dein Lächeln meins mitnimmt. Dich, weil wir ein Lied zusammen haben. Dich, weil du da bist, wenn ich nicht weiß, wo ich bin. Dich, weil du mich berührst, ohne anzufassen. Dich, weil du noch viel bekloppter bist als ich. Dich, weil du meine Gefühlswelt wagst zu tragen. Dich, weil wir uns ohne Worte verstehen. Dich, weil du mich liebst…auf tausend verschiedene Arten!

Such dir aus, wer du bist…für jeden etwas dabei, versprochen.

Musste mal gesagt werden…heute, am Valentinstag.

Liebe….immer!