Single sein…oder warum ich noch an der Haltestelle stehe…!

Ja, ich bin Single….mit Kind. Das macht es nicht schöner, eher schwieriger, aber es ist, wie es ist.

Als Single bist du so unbeschwert unterwegs, richtig? Keine Rücksichtnahme auf eine weitere erwachsene Person, keine Verpflichtungen, im Kühlschrank ist alles deins, die Erdbeerzahnpasta schmeckt nur dir, die Socken liegen IM Wäschekorb und nicht neben dem Bett, die Bude darf auch mal aussehen wie ein Puff und die Deko ist deins, nur deins! Null Kompromisse! Bis hierhin finde ich es extrem geil!

Klingt schon entspannt irgendwie, oder? Ist es ja auch. Wenn ich zum Beispiel beim schwedischen Möbelhaus ausraste, schlage ich 3 Fliegen mit einer Klappe:

  1. ausrasten – ohne Rechenschaft abzulegen danach
  2. Dinge shoppen, die kein Mensch braucht – ich muss es aber niemandem schön reden
  3. HotDogssss!

Schon cool irgendwie. Und so ist es ja generell in meinem Leben: ich kann machen was ich will, wie oft ich will, wann ich will und mit wem. Ohne mich erklären zu müssen…na ja zumindest nicht einer zweiten erwachsenen männlichen Person gegenüber.

Ich kann meine Wochenenden und Unternehmungen planen, ohne auf Interessen eines Anderen achten zu müssen. Ich habe das Nutellaglas ganz für mich alleine…wenn ich schnell genug bin. Ich kann lange wach bleiben und im Fernsehen das gucken, was ich will. Ich kann bis in die Puppen tanzen gehen, ohne Affentanz danach zu Hause. Ich kann Blödsinn verzapfen und allerhöchstens mich selbst reflektieren und muss mit Niemandem ins Gespräch gehen. Das ist alles so schön egoistisch und doch auch manchmal traurig. Denn, wenn du alles alleine durchziehst, kannste mit Niemandem da sitzen und sagen: „Weißt du noch?“ Oder wenn du plötzlich laut lachst und feststellst: ‚Hm…keiner hier zum Mitlachen‘ und ‚ach ja, war ich ja alleine, die in die Pfütze gehopst ist‘. ZACK…dann klingt dieses Singledasein gar nicht mehr so geil, merkste?

Versteht mich nicht falsch, ich finde es gerade so, wie es ist großartig…heute und jetzt…aber es gibt Tage, da hätte ich gern so einen Mann im Haus, der mir den Kaffee bringt oder mir eine schmutzige Nachricht schreibt oder mir sagt, ich sei das Mädchen Nr. 1 oder mit mir lachend auf der Couch sitzt mit Tränen in den Augen usw. Ich bin hin- und hergerissen zwischen: ‚wie geil, kannste alleine entscheiden und machen’….und….’Buuuuhhhhhuuuu, ich will jetzt aber verbindlich knutschen!‘ Ihr wisst schon, was ich meine.

Es wird ja auch immer schwieriger in meinem Alter, noch Leute kennen zu lernen, die nicht in einer intakten Beziehung sind, verheiratet, gestört sind oder so. Und da fängts schon an: Auf Geburtstagen, Parties oder sogar Hochzeiten…biste allein. Das kann nett sein, ja aber auch nur, wenn noch andere Singles da sind. Wenn nicht, ist das etwas komisch. Warum? Ganz einfach: Ans Buffet gehst du alleine, den Paartanz kannste knicken, in einem Moment der Emotionen sitzte auch alleine am Tisch und der Brautstrauß wird dir gleich in einer Vase auf deinen Platz gestellt…bist ja die Einzige, die allein ist 🙂

Schlimm ist auch, wenn deine Freundinnen der Meinung sind, ihren Kopf nach männlichen Mitmenschen durchkramen zu müssen, um dein Gegenstück zu finden. Da gibt es Vorschläge…unfassbar. Was ist los mit euch? Plötzlich ist der Typ, über den mal etwas gelacht wurde gaaaanz nett und gar nicht so doof…hm, schon klar! Ach und das der eigentlich keine feste Beziehung will und mit 42 noch bei Mutti wohnt, ist dann auch nicht mehr sooo wichtig. Oder wenn sogar deine Chefin die Kundendatenbank checkt, ob nicht einer von der Altersgruppe her zu dir passen würde…dann weißt du, es ist soweit! Entschuldigung, aber solche Kuppelversuche…nicht mit mir, bitte.

Single sein ist durchaus angenehm und doch am Ende mancher Tage merkwürdig. Bin ich vielleicht nicht dafür gemacht, alleine zu sein? Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt und konnte sie laut mit ‚doch‘ beantworten. Ich mag das, auch mal alleine zu sein. Aber manchmal ist das schon ein wenig wie weiße Schokolade: so einen Mann an deiner Seite zu haben. Klar, der nervt auch mal oder findet die Deko spooky, aber im Grunde ist er da…neben dir und teilt Momente und den ganzen Beziehungskram mit dir. Reicht das aus?

Noch erwische ich mich dabei, sobald der Alarm losgeht, dass ich immer zurück zur Singlehaltestelle renne, mit wild klopfendem Herzen und megaunsicher, aber nach ein paar Atemzügen geht das auch wieder. Warum ich zurück sprinte? Ich genieße die Zeit des Singledaseins, denn es ist immer eine Zeit, in der du dich etwas mehr findest, neu entdeckst, auslebst und stärker wirst, was Charakter und so angeht. Das kann fetzen! Ich mag mich gerade sehr und ich bin noch nicht fertig mit mir…deshalb sprinte ich immer wieder zurück, wenns ernst wird. Ihr seht also, da muss schon eine Bombe einschlagen, dass ich schlagartig das Laufen verlerne und den Alarm überhöre.

Bis dahin nutze ich jede Minute mit mir und raste ab und zu beim Schweden aus…DEKO!!!!Schaue Reportagen bis in die Nacht, löffele Nutella ohne Ende, tanz mir die Seele aus dem Leib, bin unvernünftig (nur 48h/14d) und denk mir neuen Blödsinn aus, den ich noch unbedingt machen muss – oh ja!

Wenn ich soweit bin, an der Singlehaltestelle abgeholt zu werden, mache ich mich bemerkbar…mit Augenaufschlag und winken – Versprochen!

 

 

 

 

 

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Für dich…Mama!

Du bist meine Mama und ich hätte mir keine Bessere aussuchen können. Ich bin dankbar dafür, dass du so bist, wie du bist und dass du mich immer so sein lassen hast, wie ich wollte…bis ich merkte, dass ich gar nicht wusste, wer ich bin. Danke!

Du hast dich entschieden, mir einen Platz auf dieser Welt zu geben und ab diesem Tag  dein Herz nach außen getragen und mit Sicherheit viel gebangt, dich geärgert, gefreut, gelacht, geweint, gezweifelt, gekämpft, gelitten und gehofft. Aber immer so, dass ich es nicht bemerkt habe. Ok, wenn ich Mist gebaut habe und du dich geärgert hast, dann schon 🙂 Danke!

Du hast nie darüber nachgedacht, ob es richtig oder falsch ist, du hast einfach eine Entscheidung getroffen und das bewundere ich an dir. Heute weiß ich, dass es auch eine Last gewesen sein muss, die du, Gott sei Dank, ohne Reue in Kauf genommen hast. Danke!

Du bist einer der schönsten Menschen, den ich in meinem Leben plazieren darf und weißt das gar nicht – bist du aber! Punkt!

Du bist immer da und erträgst jegliche Seelenkotze oder wirres Gedankengut und ja, auch oft meine für dich bestimmt selten nachvollziehbaren Entscheidungen. Danke!

Deine Ratschläge, die ich nie fordere und irgendwie doch will, sind zugegebenermaßen echt gut…das musste ich auch erst lernen. Danke!

Du hast mal zu mir gesagt: „Gut, mein Kind, dass du 20 Jahre früher anfängst, als ich, deine Taten und dein Leben zu überdenken.“ Das macht mich stolz und ich vergesse diesen Satz nie. Ich kann dazu nur erwidern: Das warst du, Mama! Du hast mich sehen lassen, dass ich es nicht erst in meinem Lebensabend tun sollte. Danke!

Es gab bestimmt auch diese Zeit, wo ich ein Kotzbrocken war…ein wenig…Auch das hast du mich nicht spüren lassen. Auch wenn ich oft deine Geduld auf die Probe gestellt und dich an den Rand des Wahnsinns getrieben habe….keine Sorge, ich bekomme es seit 4 Jahren täglich zurück und bin erneut dankbar, dass du mich nicht zur Adoption frei gegeben hast *augenverdreh*

Ich mache immer noch manche Dinge einfach aus dem Bauch heraus und du schlägst dir dann mit der flachen Hand auf die Stirn – ich sehe das ganz deutlich vor mir -, aber du fängst mich auch sofort wieder auf, wenn ich dann kriechend wie ein jammender Hund ankomme – ohne Vorhaltungen. Danke!

Du bist mein Gewissen…oh ja oft…und ich schaue zu dir auf, nicht nur, weil du ein Schicksal mit dir trägst, um welches ich dich nicht beneide…und dich nur begleiten kann, so gut es geht. Das gebe ich dir gerne.

Etwas spooky ist, dass ich fast dieselben Lebensabschnitte wie du durchlaufe…und doch hast du sie schon beschritten und ich kann nur daraus lernen und es am Ende vielleicht anders anpacken.

In einer sehr bitteren Zeit meines bisherigen Lebens warst du sofort da und hast mit mir an meiner Seite gelitten, geheult, nichts gegessen, aber dafür getrunken 🙂 Du hast sofort deinen Rucksack in die Ecke gestellt und angefangen, mir meinen tragen zu helfen. Danke!

Wenn ich Blödsinn machen will, dann immer, ohne dich vorher zu involvieren, ganz sicher, denn ich weiß, dass dein Mutterherz versuchen würde, mich davor zu schützen, auf die Nase zu fallen. Sorry Mama.

Ich bin stolz auf dich, jeden Tag und du bringst mich oft zum Lachen – Danke. Dir kann ich alles erzählen – keine Sorge, ich tu das nicht – aber ich könnte und das ist ein großartiges Gefühl. Oft denke ich, ich sitze eher mit einer Freundin auf der Terrasse, statt mit der Frau Mutter…und das fetzt, irgendwie. Niemals bist du jedoch weniger meine Mama!

Ja klar, du wirst langsam kauzig…aber das ist mit dem Alter so und auch nicht schlimm, ja manchmal sogar recht amüsant. Und, so lange du nicht mit ner Kittelschürze am Fenster kluckst, haste alles richtig gemacht, Mama!

Ganz besonders richtig hast du mich gemacht. Ich bin durch dich selbstbewusst, so scheiß emotional, übe mich in Selbstreflektion, bin leidenschaftlich der deutschen Sprache verfallen und neuigierig, immer wieder aufs Neue, wie es ist lachend in die Kreissäge zu rennen. Das ist gut so, besser als vor allem Angst zu haben – wirklich! Danke!

Die Werte, welche du mir vermittelt hast, machen mich zu einem liebenswürdigen Menschen und das ist doch das Großartigste, was du mir mitgeben konntest. Danke! (Das ich das nicht jedem Menschen erlaube zu sehen, hab ich einfach mal so gemacht – du hast damit nix zu tun 🙂 )

Ich bin auch dankbar für deine Stärke, deinen Mut, dein Selbstvertrauen (das hast du!), deine Aufrichtigkeit, deinen Glauben und deine Liebe – all das sehe ich jeden Tag.

Ich hoffe, nur ansatzweise so eine gute Mama zu sein, wie du es für mich bist – sollte ich jemals das Gefühl haben, ich bin das – sage ich dann noch mal: Danke…mit nem High Five!

Ich liebe dich, Mama!

 

 

 

 

 

Der April

Gelesen: das Zugeständnis…

Geschrieben: Einladungskarten für die böse 40!

Gehört: „Issues“ Julia Michaels ♥♥♥

Gesehen: „Die Unfassbaren 2“

Getrunken: Einhornlikör…süß, bunt & so real

Gegessen: Flammkuchen

Gebacken: fixen Kirschkuchen auf Blech

Gefreut: für Mama

Gekauft: Brumm! Brumm!

Geärgert: ‚wer hatn die Kiste mit den Idioten offen gelassen???‘

Geknipst/ Gefilmt: unser Musikvideo „Issues“…R&C goes famous

Gebastelt: am Leben…immer

Gefeiert: Ostern in Familie

Gefühlt: Ja-Nein-Vielleicht-erstmal was essen…

Gedacht: Jackpot!!!

Geträumt: Kopfkino

Gefunden: die Sommerschuhe & einen Kompromiss*

Dating{platt}formen…oder wie man ganz schnell merkt, was man nicht will

Auch so lesenswert…glaubt mir. Datingportale, Flirtnetzwerke, Kennenlernplattformen…wie auch immer ihr es kennt oder nennt. Es ist eh immer dasselbe 🙂 Ich wollte schon länger darüber berichten bzw. euch daran teilhaben lassen, denn schön ist anders…aber durchaus unterhaltsam. Ja ich bin da unterwegs…es ist so amüsant und so surreal.

Heutzutage ist es so einfach, sich zu verlieben (Blödsinn!), noch einfacher ist es Sex zu haben (nochmal Blödsinn!)…und da gehts schon los. Das liebe Internet ermöglicht es denen, die eine schnelle Nummer wollen ganz famos, diese auch zu suchen. Das Problem dabei ist, die auch zu finden…es gehören 2 dazu und nicht immer sind diese 2 in einem Datingportal angemeldet und suchen dasselbe. Ich hab Dinger erlebt…Freunde…unfassbar! Doch leider so real.

Es gibt da mehrere Typen von Flirtportalnutzern, nach meiner Erfahrung:

  1. Ich suche die große Liebe
  2. Ich suche Unterhaltung
  3. Ich suche Sex
  4. Ich suche ne Brieffreundschaft
  5. Mir ist fad…vermutlich

Diese Typen (egal ob Frau oder Mann) müssen dann noch kategorisiert werden in Altersgruppen. Ich als Frau kann nur aus meiner Sicht berichten. Insider auf der dunklen Seite…äh, der Männerseite haben mir allerdings auch berichtet, dass es auch auf der weiblichen Seite genau so stumpf und abgeklärt abgeht. Da hat man zig Fakeprofile und dahinter stecken wohl nur Werbung oder Angebote aus dem horizontalen Bereich…gegen Geld.

Beginnen wir mit den Männern so ab 34. Voll abgeklärt! Kurzzeitig schießt dir die Milch wieder ein, wenn du das süße Foto siehst und wenn sie dir dann allerdings nach 2 Sekunden ungefragt ein Bild ihres besten Stückes schicken und du es auf dieser App leider nicht verhindern kannst, vorher abzulehnen…da stehste aber da, sag ich euch. Und das ist nicht Freude darüber, versprochen. Krass ist, du hast vorher nicht gesagt, dass du das sehen willst oder vermutlich noch nicht mal „Hallo“ zurückgeschrieben…ZACK: Bild. Es ist so grausam.

Leider sieht man es dem Profilbild vorab nicht an…leider. Ich habe mir angewöhnt, ganz cool zu reagieren und entweder zu fragen, ob er nicht mal zum Arzt gehen möchte oder dass ich verstehe, warum er suchen muss! Hab ich immer ganz schnell meine Ruhe…neben ein paar Beschimpfungen…umsonst, Jungs, umsonst!

-> Meine Erfahrung mit M. (35) aus B. (Kategorie 1 Typ): wortgewandt, sehr unterhaltsam, sehr offen…ich habe Tränen gelacht….aber leider so klettig und so anhänglich. Er schrieb den ganzen Tag und rief jeden Abend an….das war mir zu viel! Als ich mich zurückzog und ihm sagte, dass ich das nicht möchte – hörte er nicht auf und ich war gezwungen, ihn zu blocken…mache ich auch so ungern.

Ich erhöhte die vorgeschlagene Suchfunktion auf das Alter ab 38…ganze 4 Jahre machen den Brei manchmal echt fett! Ausnahmen bestätigen die Regel. Hier findest du noch die mit viel Haupthaar, manchmal sogar kinderlos und recht nett anzusehen. Ich bin nicht oberflächlich, aber ich stehe eben nicht so auf Glatze. Das ging ganz gut und irgendwie scheint das die Zielgruppe zu sein. Die sind noch nicht ganz so kaputt, haben die böse 40 noch nicht überschritten und geben sich noch etwas Mühe im Dialog…je nachdem, was sie bezwecken 🙂

-> Meine Erfahrung mit S. (38) aus C. (Kategorie 3 Typ): ebenfalls unterhaltsam, wenn auch nicht so wortgewandt und auch etwas kurz angebunden. Aber er wusste ganz genau, was er wollte und gab sich Mühe. Ich wusste auch, was ich nicht wollte, aber er blieb dran. So ist das mit den Jägern…die Beute hat vor, während und nach dem ersten Date aber ganz schnell zu Verstehen gegeben, was sie ihm schon die ganze Zeit sagte: so nicht und nicht mit mir. Sein letzter Satz war dann: „Aber mit dir vögeln würde ich trotzdem gerne mal.“ Ist das jetzt ein Kompliment? *mitdenaugenroll*

Wenn dich dann ein Mann anschreibt, gibt es auch hier von Einfallslosigkeit (jaaaa, das ist dann Typ Nr. 3 und 5) bishin zu poetischen Ergüssen alles! Der beste Spruch war mal: „Wenn uns jemand fragen sollte, wir haben uns im Swingerclub kennengelernt.“ Hab ich gelacht. Leider war Grammatik nicht so sein Ding, schade. Next! Ein anderer widerum dachte vermutlich, ich sei ein Hund, denn er bot mir an, ihm beim Hausputz zu helfen und dafür würde ich ein Küsschen erhalten…das ist so 22! Er war 41! Wenn du dann ganz selbstbewusst auftrittst und ablehnst, werden sie bockig…brauche ich auch nicht.

Es gibt natürlich auch Männer, die sehr höflich einen ellenlangen Text formulieren und leider gar nicht so deinem Typ Mann entsprechen. Hier habe ich mir angewöhnt, mich zu bedanken und ehrlich zu sagen, dass er nicht mein Typ ist und ich ihm viel Erfolg wünsche….klingt etwas business, aber hey, ist es doch auch irgendwie. Manche hören dann leider trotzdem nicht auf und andere widerum werden böse…arme Menschen.

Und dann gibt es die Männer ab 40…jenseits von gut und böse. Oh oh! Entweder haben Sie Kinder und du fragst dich, warum die Typen in dem Alter so kaputt sind oder sie haben kein Kinder und du wirst misstrauisch…wie sie es machen, ist es falsch. Aber mal ehrlich…Männer ab 40, die sich in einem Portal anmelden – was ist los mit euch? Ihr wirkt immer wie kaputte, beziehungsunfähige Trottel, die selbst nicht genau wissen, warum sie sich da angemeldet haben. Wollt ihr euch wirklich wieder ne Frau ans Bein nageln, wollt ihr Sex, wollt ihr ne Putzfrau, ne Babysitterin, wollt ihr ne Brieffreundschaft oder seid ihr noch gar nicht über die Ex hinweg? Ich denke ja, die wissen das selber nicht so wirklich…und das strahlen die auch aus. Eins ist klar: Alle wollen ankommen – nur wo…große Preisfrage! Abklären!

-> Meine Erfahrung mit F. (41) aus E. (Kategorie gar nichts): Jackpot! Von Anfang an. Sehr witzig, klug, kreativ und Gentleman hoch 1. Das Telefon lief heiß und wurde nur so mit einem Schlagabtausch nach dem anderen gefüttert. Er sagte immer genau das Richtige zum richtigen Zeitpunkt. Hier kam es sogar zu einem zweiten Date und man hatte Pläne. Leider ist er Kopfmensch und hatte Angst. Ich hatte nicht vor, ihn sehr gern zu haben und er nicht, mich zu verletzten…passierte aber trotzdem. Wir haben noch Kontakt…und ich Hoffnung.

Jetzt fragt ihr euch sicherlich an dieser Stelle: Na und du? Warum bist du da angemeldet? Sag ich euch: wo sonst soll ich jemanden kennen lernen…alle 14 Tage am WE für 48h…remember? Und ich finde es unterhaltsam, ja. Spätestens, wenn man mich fragt, und was suchst du…jaaa da komme ich etwas ins Grübeln und würde gern antworten: Ich suche nen geilen Job und einen Pinguin…aber das interessiert ja Niemanden. Also antworte ich: Ich lasse es auf mich zukommen….das was jeder antwortet. We are so unique *augenroll*

Im Grunde wollen viele dort nur Bestätigung, weil sie vielleicht gerade aus einer Beziehung kommen oder Ehe oder sie wollen sich etwas die Zeit vertreiben. Am Anfang dachte ich bei einigen Profilen, wenn da stand: suche Sex! ‚Oh man ey, wie platt.‘ Mittlerweile klatsche ich leise Applause hinterm Bildschirm, denn eigentlich ist das ja nur ehrlich und die Damen wissen so gleich, ob sie das auch wollen oder doch den Traumprinzen. Respekt Männer!

Was ich bisher mitnehmen konnte aus der virtuellen Flirtwelt:

  1. ganz schnell klären, warum man da ist – oh ja!
  2. Grammatik check! und ja, nicht lachen, unbedingt herausbekommen, ob ER/SIE einen Job hat
  3. Wechselt nicht sofort rüber zu WhatsApp…das kann ins Stalking ausarten…Obacht!
  4. Stimme! Stellt euch mal vor: Schreibste dir tagelang mit jemandem und als du dann denkst: ja, treffen wollen…ruft euch vorher mal an und du hast Micky Maus oder Pitti am anderen Ende – will doch auch keiner!
  5. Und ja, lasst euch ein Bild schicken (nicht vom besten Stück!)…denn wir sind ja alle total schön ausgeblendet und so nature auf unserem Profilbild…
  6. Vor 6 Jahren hätte ich zudem geraten: Schreibt euch nicht so lange hin und her…trefft euch alsbald möglich, denn man neigt dazu, sich in das Schreiben zu verlieben…gefährlich!
  7. Niemals, aber auch wirklich niemals das erste Date in eurer Wohnung!!!…oder in der des Anderen…Heimvorteil & Privatsphäre! Außer es sind Gesetzeshüter 😀

Ja das wärs dann eigentlich auch schon mit meinen Erfolgstipps. Der Rest hängt an euch. Seid dennoch achtsam in der virteullen Welt – es gibt so viele Spinner und Kranke da draußen! Denkt immer daran, ihr müsst nicht alles offen legen im Netz, jedenfalls nicht sofort. Und sagt immer jemandem Bescheid, wo ihr euch trefft und mit wem!

(An dieser Stelle noch ein Geheimnis:. Wer es nicht weiß, ich habe den Vater meines Kindes darüber kennengelernt….und alle so jetzt: WASSSSSSSS? Jupp, genau so wars. Es kann so oder so laufen, aber es kann.)

Ich habe in den letzten 2 Monaten Einiges erlebt dort, immer brav und artig. Gedatet habe ich erst 2 mal seitdem. Aber ihr seht ja, es muss nicht immer der Jackpot sein und dessen seid euch bewusst! Fragt euch, warum ihr im Netz seid und dort sucht oder auch nicht und dann wisst ihr auch, warum alle Anderen dort sind. Eigentlich habe ich mich aus Neugier angemeldet, denn eine Beziehung kann ich mir gerade nicht vorstellen. Und da ich Bauchmensch bin, könnt ihr euch die Frage beantworten, dass ich auch alles Andere nicht im Netz suche!(n)/muss! Ich finde es gerade einfach nur unterhaltsam und ihr werdet nicht glauben, wieviele alte Bekannte ich dort schon wieder „getroffen“ habe – ist das gut oder schlecht? Denn, alle diese Bekannten sind in meinem Alter und alle suchen irgendwas, irgendwie, irgendwen…so läufts nun mal.

Ich muss jetzt bestimmt gleich wieder einem 34 Jährigen erklären, warum er kein Nacktbild von mir bekommen wird und dass mir die Milch einschießt und ich auch kein Nacktbild von ihm möchte – ich hab echt zu tun…löschen geht leider nicht auf dieser App 😦 Und danach hoffe ich, wieder mal auf normale Männer zu treffen – nur keinen Kopfmenschen bitte..weißte ja auch nicht vorher.

…ist online…

 

 

 

 

 

 

 

 

Der März

Gelesen: leere Versprechungen

Geschrieben: mit so viel Herzblut…puhhhh…und so umsonst

Gehört: „Wrong“ Zayn Malik feat. Khelani

Gesehen: „Die Insel der besonderen Kinder“

Getrunken: Mango, Granatapfel, Erdbeere…Sekt!

Gegessen: „Build your Törtchen“ mit Corinna & Mario

Gebacken: schnellen Apfelkuchen mit Rosinen

Gefreut: Rakete kann Fahrradfahren!!!

Gekauft: crazy Zeug…dank F.

Geärgert: über Kopfmenschen & Bauchmenschen

Geknipst: dich

Gebastelt: an der Musikkarriere…mit R. 🙂

Gefeiert: mit den Tanzmädels

Gefühlt: himmelhochjauchzend bis abgrundtiefer Schmerz

Gedacht: Loslassen!!! Nein! Doch! Nein! Doch!…..

Geträumt: von weniger Angst und mehr Leben!

Gefunden: noch keinen Ausweg…

…and now: to all the strong men in my life

(Versprochen ist versprochen! Da müsst ihr jetzt durch Männer 🙂 Ich versuche auch nicht allzu schmusig zu werden.)

Jeder von euch, auf seine Art und Weise hat einen Platz in meinem Leben – ob kurz oder lang, aber der Platz ist besetzt durch dich und wenn jemand dazu kommt, muss er sich einen neuen Platz suchen! So läuft das! Viel zu selten sage ich euch Danke dafür, dass ihr Dinge so selbstverständlich macht…für mich, ohne Gegenleistung oder tägliche Lobhymnen und viel zu selten bis nie habe ich euch das vermutlich gesagt:

Rakete: Wenn du das irgendwann mal liest, wirst du dich entweder in Grund und Boden schämen oder (meine Hoffnung) stolz sagen: Ja man, meine Mutter! Wir hatten keine Wahl, uns kennenzulernen…ich wollte dich, du warst da! Jeden Tag durchlaufe ich mit dir und durch dich sämtliche Gefühlswelten. Ich komme an meine Grenzen, aber es lohnt sich. Du bringst Sonne in das Dunkel und deine pure Anwesenheit (wenn du lieb bist) ist meist der größte Trost! Du bist so cool und ich glaube fest daran, dass du das von deiner Mutter hast 🙂 Ich hoffe, du wirst nicht so wie ich oder ebend nur ein bißchen..nur das Gute. Und ich hoffe, dass du auch in 20 Jahren neben mir sitzt und mir hilfst aus dem Sessel hochzukommen…deiner alten Mutter. Ich liebe dich!

Papa: Du bist mein Mentor gewesen! Dank dir sitze ich nicht im Rüschenkleid und lockigem langen Haar auf einem Thron und lasse die Narren für mich tanzen. Nein…ein Bier und gute Musik tun es auch…in Jeans! Danke. Ich hab so Vieles durch dich mit auf den Weg bekommen und weiß heute ganz sicher: Stumpf ist Trumpf 🙂 Natürlich nur nach außen! Das Pfeifen habe ich mir selber beigebracht, aber fluchen wie ein Bierkutscher beim Autofahren, das Leben nicht zu ernst nehmen, auch mal etwas ordinär sein dürfen als Frau und Musik…hast du in mein Leben gebracht. Tief drinnen bin ich natürlich noch die kleine Prinzessin, aber nach außen hast du mich stark gemacht. Ich bin nicht dein Fleisch und Blut, aber das hast du mich nie spüren lassen. Einen besseren Vater hätte ich mir nicht aussuchen können! Dein Schicksal ist auch meins und es ist so unfair, aber ich gehe diesen Weg mit dir…auch wenn du dich nicht mehr erinnerst – keine Sorge, ich umso mehr und für immer! Ich liebe dich!

Paul: Ich weiß, du hasst das, aber du solltest über eine Namensänderung nachdenken, kleiner großer Bruder. Gott sei Dank hat Mama sich entschlossen noch ein zweites Kind auf die Welt zu setzen…so war uns nie langweilig – wir hatten ja uns. Und wir hatten eine großartige Kindheit zusammen. Nichts ließ ich auf dich kommen und du warst immer stolz auf deine große Schwester. (Ich verrate auch keinem, dass du meine NKOTB Sammlung stolz übernommen hast damals.) Unsere Weltanschauungen und unsere Lebensweisen könnten nicht unterschiedlicher sein, aber du bist und bleibst mein kleiner Bruder…dem ich noch immer so um die 8,20 Mark schulde…du oller Erpresser. Ich liebe dich!

Atze Peng: …auch hier ist eine Namensänderung überlegenswert 🙂 Im Herzen bist du mein Blut, das weißt du…scheiß auf Gene! Keine Ahnung, wie Papa das gemacht hat, aber manchmal glaube ich doch irgendwie, wir sind ein Blut. Du kamst später in mein Leben und bist geblieben – ich danke dafür. Auch wenn wir uns nicht jeden Tag sehen oder sprechen, meldest du dich immer zum richtigen Zeitpunkt, um mich aufzufangen…ich sag ja, ein Blut! Dein Humor und deine Intelligenz sind so unterhaltsam und oft verstehen wir uns ohne Worte – das hat man nicht oft. Lass uns das nie verlieren und irgendwann mit 60 auf der Terrasse sitzen: du Jacky, ich Cola…Musik von Papa im Player und einfach nur nebeneinander sitzen und ganz viel lachen…lachen darüber, dass ich es vorhergesagt habe! Ich liebe dich – verstehrste?!

Sorry Jungs…für alle anderen gibt es nur ein Wort oder einen Satz jeweils…sonst wirds zu schmusig…

Stefan G.: Mein Fressfreund, mein Möbelschlepphomie – immer wieder bist du da! Danke.

Danilo: So fern und doch so nah…in Gedanken und am Herzen. Du bist für mich wie ein Bruder…den ich mir ausgesucht habe! Ich liebe dich!

Marc E.: ich bin du, du bist ich…du weißt, in 10 Jahren…ich liebe dich Schatz!

Nelson: Musicmaster & Soulmate! Ich hatte die geilste Arbeitszeit ever vor 4 Jahren…für 3 Jahre – Danke.

Raphi Z.: Du hast in einer beschissenen Zeit nicht eine Sekunde darüber nachgedacht, was war und warst genau zum richtigen Zeitpunkt da. Danke.

….und alle ohne Satz oder Wort sind hier nicht weniger zu nennen oder bedeutungsloser! Ihr habt alle einen Schritt in mein Leben gemacht, Spuren hinterlassen, kurz reingeschaut oder seid noch da. Manchmal gewollt, manchmal erwünscht, manchmal Schicksal. Ohne Reue blicke ich auf diverse Begegnungen zurück und auf andere widerum immer mit einem Lächeln. Danke, dass ihr meinen Weg gestreift habt oder ebend noch an meiner Seite seid. Und jeder von euch hat nen Eindruck hinterlassen…etwas Seelenverwandtschaft, Herz, manchmal nur Gutes, auch Schmerz, Einsicht oder einfach nur Riesenspaß! Schön, dass es euch gibt:

@: Falk, Mario G., Marcus E., Christian R., Heke, Christian N., Ben N., René M., Steffen W., Sascha Z., Tom, Adschi, Player, Christoph P., Georg G., Holger P., Freddy, Kevin A., Martin M., Andy G., Grammi, Lars P., Marcel G., Marco R., Robert, Sebastian L., Marco L., Thorsten Z., Sascha M., John M., Mario H., Jan, Sebastian W., Hase, Marci, Matze H., Denis M., Dennis S., Christian S., Lars P., Sascha K., Marko S., Patrick, Freddy, Kai S., Carsten W., Oli B., Andreas K., Oliver M., Sascha W., Nick

…so und wehe irgendjemand bedankt sich dafür in der Öffentlichkeit! Wir lassen das hier mal so stehen…oder zwinkern uns beim nächsten Bier in der Runde freundlich zu! Deal?!

 

 

…to all the incredible women in my life

Danke! Danke dafür, dass ihr….Jede für sich…so großartig und einzigartig und in meinem Leben seid!

Mama: Dich als meine Freundin bezeichnen zu können ist manchmal spooky 🙂 aber irgendwie ist das auch cool und ich kann über alles mit dir reden…du bist immer da und so schlau, wenn es um Ratschläge geht! Du steckst oft zurück um für mich da zu sein! Du hast mich tief fühlen gelehrt und das auch zuzulassen…dass es weh tut, hast du mir nicht gesagt, aber du hast mir unendlich Reichtum mitgegeben, damit ich auch jede Rechnung zahlen kann…immer! Und ich bin dir dankbar, dass Grammatik eine große Rolle spielt in meinem Leben 🙂 Du hast absolut alles richtig gemacht bei mir…ob ich auf dich höre, ist eine andere Geschichte. Nur eins, das mache ich mittlerweile wirklich: Die Jacke zu, wenn ich friere! Ich würde fast alles für dich tun 🙂 Ich liebe dich!

Uschilein: Seit fast 30 Jahren bist du an meiner Seite…und das immer genau zum richtigen Zeitpunkt! Wir müssen uns nicht jeden Tag sehen, aber ich weiß, dass du sofort da bist, wenn ich dich brauche. Andersherum wäre es genau dasselbe! Du denkst immer noch, dass ich ein Grinch bin 🙂 aber du weißt ganz genau, dass da tief drinnen eine ganz Andere steckt…pssst, Geheimnis! Du gibst mir das Gefühl, dass ich zu deinem Leben gehöre…Familie quasi! Wenn der Mann irgendwann ins Altersheim rollt…helfe ich beim Schieben und wir gammeln den ganzen Sommer auf der Terrasse in der Sonne mit Sekt und Kaffee und Kuchen – „…ain’t no mountain high enough…“ – Versprochen! Ich liebe dich!

Schicksalsschwester: Unser gemeinsames Schicksal hat uns zusammengeführt und ich bin dankbar dafür! Längst ist es nicht mehr nur das Schicksal, was uns zusammenhält. Manchmal könnte ich dich schubsen, wenn du so agentenmäßig alles anzweifelst und ich so naiv bin…und du dann auch noch Recht hast *mitdenaugenroll* Aber viel Wichtiger ist, dass deine Gefühlswelt genauso krank ist, wie meine – ich liebe das. Du bist dir für nichts zu Schade und immer dabei! Wir lachen und weinen zusammen, fast jeden Tag und gehen diesen beschissenen Weg ein Stück gemeinsam….bitte, lass das nie aufhören! Wir wollen doch wissen, wie es ausgeht – Ich liebe dich!

Nana: Du weißt wie ich fühle, denn du fühlst genauso. Wir sehen uns sehr selten und doch bist du mir sehr nah! Deinen unbeirrbareren Glaube an die Hoffnung und in die Liebe teile ich! Und auch den Schmerz, der das mit sich bringt und dieses Psycho-Dingens 🙂 , bei dem wir beide wissen, wie krank das ist, aber es nicht lassen können. Wir sind so Freaks, ey…Du weißt, hohe Rechnungen zahlen können wir noch ewig…wir sind so reich! Irgendwann werden Bauchmenschen im Kampf gegen Kopfmenschen siegen…mit dem Herzen! Und dann stehen wir am Pult, in vorderster Reihe, so…mit 4 Mittelfingern! Dein Platz im Katzenhaus ist dir sicher. Ich liebe dich!

Und alle, die hier nicht einzeln gelobhymnet wurden…seid euch sicher, jede Einzelne von euch, ob kurz oder lang in meinem Leben, ob nah oder fern, ob intensiv oder nur ein Hupen aus dem Auto, ob jeden Tag oder nur ein paar Mal im Jahr, ob geschminkt oder ungeschminkt, ob gewollt oder nicht, ob morgens oder abends, ob mit mir oder manchmal auch ohne mich…ihr seid wichtig und ihr seid genau da richtig…Jede! Eure Kraft und eure Energie ist meine und meine die eure! Das wir uns das jeden Tag schenken, merken wir gar nicht mehr und deshalb musste das mal gesagt werden! So!

Schön, dass es euch gibt:@Nadja S., Corinna G., Sarah M., Melli A., Claudia W., Janine P., Janine G., Janine S., Chrissie Z., Bibi, Nicole B., Dani J., Michi S., Nadine P., Anja K., Anja, Jessica, Katja N., Jenny E., Jenny, Cat, Tine H., Grit S., Jana T., Pam H., Marion K., Desiree F., Jette, Manja, Katrin S., Rebecca, Toni S., Nise …

…ok, eine habe ich vergessen…mich 🙂 …und den männlichen Begleitern meines Lebens danke ich dann mal an anderer Stelle und später und nicht ganz so schmusig, versprochen *zwinker*!

Kopfmensch & Bauchmensch…{oder: Entscheidungslegasthenie at its best…}

Schwer zu erraten ist es ja nun nicht, zu welcher Gattung ich gehöre…aber schwer zu ertragen ist es, das sag ich euch.

Jeden Tag treffen Kopfmenschen auf Bauchmenschen…überall und jeden Tag treffen diese auch Entscheidungen. Der Eine hört dabei auf seinen Kopf und der Andere auf seinen Bauch. Klingt einfach…aber ist dennoch so kompliziert.

Der Kopfmensch trifft rationale Entscheidungen und blendet Emotionen komplett aus. Er will Sicherheiten und wenig Aufregung. Er verrennt sich in Szenarien die weit in der Zukunft liegen, plant, kontrolliert und malt sich das aus und er schöpft aus seiner Erfahrung, die er bisher gemacht hat in seinem Leben. Und dann trifft er eine Entscheidung. Alles gut durchdacht…und wenn möglich funktional einfach.

Der Bauchmensch ist ein Idiot…nee Spaß! Der Bauchmensch trifft seine Entscheidungen intuitiv, ohne lange darüber nachzudenken oder abzuwägen. Wie er sich fühlt, so entscheidet er, bzw. was er dabei fühlt. Er achtet zudem darauf, dass es ihm gut geht..er-lebt! Eben aus dem Bauch heraus unter Einbezug von Emotionen…oder im Suff…ihr kennt das.

Was ist jetzt besser? Das hängt durchaus von den Situationen ab. Und, die Mischung machts!

Stell dir vor du sitzt im Chefsessel eines Unternehmens und sollst über die Höhe des Budgets für das kommende Geschäftsjahr entscheiden…da ist eher ungünstig, wenn du einzig und allein mit dem Bauch auf eine Million tippst…kommt nicht gut an und wäre ja weder geplant noch durchdacht. Bei der Auswahl eines Kuchenstücks beim Bäcker allerdings, kannst du dich auf deinen Bauch verlassen…nicht zuletzt weil du ja auch Hunger hast.

Oftmals sollten Entscheidungen, die große finanzielle Ausgaben oder auch Einnahmen oder Personen im Arbeitsumfeld oder Anschaffungen oder eben materielle Dinge betreffen immer vorrangig mit dem Kopf entschieden werden. Vernünftig halt.

Alles Andere, wie zum Beispiel die Fahrt an den See oder doch lieber joggen gehen, oder Vanille- oder Schokoeis…das kann der Bauchmensch auch gut alleine entscheiden.

Man liegt allerdings nie verkehrt, Beides – sowohl Kopf, als auch Bauch in alle Entscheidungen miteinzubeziehen.

Es gibt nur eine Sache, wo der Kopfmensch nichts zu suchen hat, absolut gar nichts…nothing, niente, nada! (war ich deutlich genug?):

Die Liebe!!! (gibt es!) Oh ja! Aufgepasst!  Szenario:

*Er trifft Sie! Er=Kopf, Sie=Bauch…

…alles läuft bilderbuchmäßig und als es nicht mehr nur wildes Flirten ist oder man sich anfängt gut zu fühlen…BÄÄMMM! knallen der Kopfmensch und der Bauchmensch zusammen. Warum? Na weil der Idiot Kopfmensch bereits das nächste halbe Jahr vor Augen hat…bereits eine Beziehung im Kopf durchspielt und weil der bescheuerte Bauchmensch noch gar nicht nachgedacht hat, sondern bisher nur gefühlt hat. Merkste? Und weil der Kopfmensch mit Bauchschmerzen (das ist eines der wenigen Gefühle, die er dabei hat) feststellt, dass der Bauchmensch die Abenteuerreise wäre und so wert, aber sein bisheriges Leben der Pauschalurlaub ist. Was ist denn jetzt sicherer? Genau, die Pauschalreise…also wird der Kopfmensch sich dafür entscheiden bzw. dabei bleiben. Und das ist das Blöde…da der Kopfmensch Gefühle ausblendet bei seiner Entscheidungsfrage, kann ihm sein Herz gar nicht in die Fresse hauen und sagen: HAAALLOOO??? Er blendet es ja aus.

Und jetzt wirds bitterböse für den Bauchmenschen…oh ja! Denn der steht mit seinem großen pumpenden Herzen in der Hand vor dem Kopfmenschen und versteht die Welt nicht mehr:“…aber du fühlst doch das, was ich fühle…“, „…aber das ist doch nicht einfach weg…“, „..aber du sprachst von Zukunft und Beziehung.“ (JA MAN, ER HAT SIE SOGAR SCHON DURCHGESPIELT…DER TEUFELSKERL!) …Kopfmensch hat den Schalter umgelegt und betreibt noch Nacharbeit…so bitter das klingt. Tja, lieber Bauchmensch…dein emotional ist sein rational!*

Klingt etwas widersprüchlich, da doch Liebe ein Gefühl ist…aber genau so läuft das.

Grundsätzlich kann der Kopfmensch natürlich auch Liebe fühlen, aber wenn er ebend alles durchspielt, sich auf seine Erfahrungen stützt, sich selbst geißelt und weiß, das nur irgendeine kleine Komponente nicht 100% ist…durch irgendwelche auferlegten Kämpfe oder Altlasten…dann wars das! Passé! Adé! Tschüssi! Hau rein! Niemals! Geht nicht! Kann nicht! Funktioniert nicht! Hab Schiss! Da passt das Abenteuer einfach nicht rein…zu viel Riiiisssiiikoooo *mitdenaugenroll*

Und ja, auch der Bauchmensch kann natürlich seinen Kopf einsetzen…aber ich sagte es ja bereits…weshalb soll der Kopf beansprucht werden, wenn das Herz so laut ist…es geht um Gefühle bitteschön!

Ich habe einen Vorschlag an Beide: Etwas von jedem von euch würde zukünftigen Entscheidungen wesentlich besser stehen! Sie wären nicht nur kopflastig oder aus dem Bauch heraus..nein, von Beidem etwas. Gesunder Realismus mit etwas Emotion..oder umgedreht…großartiger Mix! Großartige Entscheidungen und beide fühlen sich wohl dabei…keiner bleibt zurück oder wird verletzt. So einfach, oder?

Na dann benutzt mal etwas weniger den Kopf ihr Menschen, und fühlt und tut euch selbst gut damit und wählt das Risiko…hört auch mal auf euren Bauch…denn am Ende leidet nur ein Organ: das Herz, bei beiden, immer!

(P.S. Du willst nicht gehen…aber versuchst es…verschließt deine Augen…hast Angst…geißelst dich…vergisst dich…triffst die Entscheidung allein, obwohl sie 2-5 betrifft…ungeachtet beider Herzen…wegen einer Last, die du dir selber auferlegst und die ich stark genug bin zu tragen…ich hasse deinen Kopfmenschen in dir…er verletzt meinen Bauchmenschen so sehr…und bleibe dennoch!……bittersweet symphony…)

Unterwegs im Auftrag der Törtchenschmiede…

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…haben Corinna und ich spontan letzten Samstag das hinreißende Café „Kastanientörtchen“ besucht. Was ein Augen- und Gaumenschmaus! Glücklicherweise begleitete uns auch der Starfotograf Mario und machte wieder mal zauberhafte Bilder.

*Da Corinna durch einen bösen Unfall ein sehr großes Handicap hat, waren wir auch irgendwie die Krankenpfleger…Krücken rein ins Auto, Krücken raus aus dem Auto, Tür offen halten, Stuhl zurechtrücken, langsam laufen…Schön, dass du trotzdem die Kraft auf dich genommen hast, liebe Corinna und ich wünsche dir, dass du schnell wieder auf beide! Füße kommst!!!*

Das Café veranstaltete zum ersten Mal „Build your Törtchen“, was soviel bedeutet wie: Wir haben für dich verschiedene Biskuitteige, allerlei Cremes und Toppings…du bestimmst, was du für ein Törtchen kreieren willst, wir machen es für dich fertig und dann kannst du es genießen! Und genau das haben wir gemacht.

Im Café selber war die Einrichtung schon zum Verweilen und stundenlang nur Kaffee und Törtchen haben wollen…so schön vintage und so passend dekoriert…wirklich zum Seele baumeln lassen!

Schnell entschieden wir 3 uns für unsere Törtchen. Interessant, dass meine Schlemmerschwester und ich wieder mal unabgesprochen sehr nahe im Geschmack beieinander lagen und fast dieselben Törtchen hatten.

Die Auswahl der Tortenböden reichte von Möhre-Ingwer-Biskuit, über Schoko-Guiness-Biskuit bis hin zu Bienenstichbiskuit…und noch mehr. Bei den Cremes hatten wir die Auswahl zwischen Cheesecake, Zitrone, Himbeer-Apfel, Kastanie und Vanille-Sahne. Das Topping bestand aus verschiedene frischen Früchten, Schokoraspeln oder auch Mandeln. Die Qual der Wahl..aber wir haben die Challenge gerockt!

Nach wenigen Minuten saßen wir dann am Kaffeetisch und ließen uns unsere Törtchen schmecken. Und da wars wieder…das Feuer für unsere Backleidenschaft war gezündet und loderte nur so. Und so beschlossen wir unseren nächsten Termin und das Thema für unser „One Day Café“…ja, richtig gelesen. Alle, die es bisher zahlreich besucht und genoßen haben, dürfen sich freuen…das Datum geben wir noch bekannt, aber so viel sei gesagt: im Mai! und wir werden ebenfalls eure Wunschtörtchen kreieren…Wir sind schon gespannt!

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Bis dahin versüßt euch mit den Bildern von Mario die Wartezeit.

Alles Neue macht der Mai…bis dahin!

 

Allein & Erziehend…oder, leben im Organisationszirkus…Manege frei!

Wie lange ich darüber schon schreiben will…jetzt muss ich es tun.

Wir alle setzen Kinder in die Welt, wohl durchdacht und immer mit dem Anker Mann/ Frau dahinter, um dann eben mitreden zu können bei dem Thema: Familie. So weit, so gut und es funktioniert. Aber, dann gibt es Ereignisse, die dich allein & erziehend den Rest durch das Leben gehen lassen. Auch so weit und so gut und es funktioniert.

Wenn da nur nicht der Alltag wäre…gar nicht so einfach…und ich jammere mit nur einem Kind schon *kopfschüttel* Na ja weniger jammern, eher mal so feststellen und denen, die keine Ahnung haben von uns Alleinerziehenden, nen Einblick verschaffen – ja so ists gemeint.

Anmerkung vorab: Ich spreche deshalb nicht von alleinerziehenden Müttern, weil es da draußen sehr wohl auch genügend Väter gibt, die sich dieser Aufgabe stellen. Nicht vergessen!

Wie ist das nun so, alleinerziehend? Kann ich euch sagen…schizophren, aber geil! Ja, du bist 14 Tage lang (Klassikmodell) in einem Organisationszirkus gefangen und keiner klatscht Applause. Und jedes zweite Wochenende drehste durch…und wenns nur auf der Couch in Ruhe sitzen ist.

Innerhalb der 14 Tage hast du sämtliche Sinnesorgane beim Kind. Und wo früher die Wand kahl war, hängt jetzt so ein Terminkalender, fein säuberlich beschrieben…mehr mit den Terminen für das Kind, als mit deinen 🙂 Auch dein Tagesablauf an jedem einzelnen Tag ist prall gefüllt. Meiner sieht 14 Tage lang so aus: Aufstehen…alleine. Duschen…da gehts schon los, denn plötzlich kommt das Kind schlecht gelaunt aus meinem Bett gekrabbelt und ist traurig, dass Mama nicht noch kuschelnd im Bett liegt…und reißt die Badezimmertür auf….das ist so verdammt kalt unter der Dusche…da könnte ich schon das erste Mal kotzen morgens.Aber nein, da biste schmusig zum Kind, damit wenigstens er einen guten Start in den Tag hat. Und wenn du Glück hast ist es dankbar, wenn nicht, mach ihm schnell einen Kakao (wohlgemerkt, du bist nur mit einem Handtuch bewaffnet und frierst soooo…)

Hat er seinen Kakao…wo du natürlich die ganze Zeit zuschauen musst und ihn anfeuern musst, wie prima alleine er das schon kann (wirklich, mein Kind mag das) ist die Chance auf weitere entspannte 10 min. etwas größer als noch vor einer halben Stunde. Sobald er den Kakao fertig angerührt hat, parkst du ihn schnell am Esstisch und duscht zu Ende….schnell, verdammt schnell.

Dann erstmal Kaffee…und durchatm….ach nee, jetzt kommt er nicht an die Cornflakes ran und ningelt…ooookkkkkk. Ach und anziehen muss er sich ja auch noch….wieder anfeuern.

Als er dann endlich am Frühstückstisch sitzt, schon besser gelaunt und ich mich dazu setze, kehrt das erste Mal etwas Entspannung ein. Na ja nicht wirklich – wir trödeln und müssen eigentlich los. Das passt ihm natürlich nicht…mich fragt ja keiner.

Endlich Zähne geputzt und fertig angezogen, fällt ihm auf, dass er seine 253 Spielsachen noch schnell sortieren muss…ja warum nicht…meine Haut färbt sich hellgrün – ihr versteht?

Und wehe, hier schreit einer KONSEQUENT…ihr könnt mich mal! Ich bin morgens gegen 6 Uhr weder geduldig, noch hab ich Bock darauf pädagogisch wertvoll zu agieren. Ich beschwere mich auch nicht, ich gestatte lediglich einen Einblick.

Endlich, endlich sind wir angezogen und laufen die Straße runter zur Ampel. Augen auf, Straßenverkehr. Obwohl, das macht er großartig.

Nach ca. 25 Minuten, an einem guten Tag, (alleine dauert dieser Fußweg übrigens gerade mal 10 min.) sind wir an der Kita – noch nicht drin.

Weitere 15 min. später steht er ausgezogen im Kitaraum (bald ist Sommer und Schluss mit diesem Angepelle und Ausgepelle – YEAH!) und wir verabschieden uns innig…wirklich. Das ist der erste Moment, wo ich denke: Los komm Rakete, wir machen uns nen dicken Tag zu Hause und essen Pommes und Nutella…auf der Couch. Aber nein, ich muss arbeiten.

Nach 8 h Arbeit laufe ich im Rhytmus zur Musik die 5 Minuten zur Kita und freue mich auf mein Kind…und das kann nach hinten losgehen. Denn wie ich, hatte er auch einen 8h Tag und wer weiß, welche „Kollegen“ ihm heute auf den Sack gingen. Es bleibt also spannend. Meist freut er sich aber.

Der Nachhausweg ist gepflastert mit abenteuerlichen Entdeckungen (auch nach 4 Jahren noch), ein bis zweimal bockig sein (mal er, mal ich), dem sehnsüchtigen Blick zum Bäcker rüber und dem imaginärem Drachenbekämpfungsmodus im Waldstück, ich die Prinzessin. Wenn wir dann zu Hause sind, meist gegen 17.30 Uhr…hat er Hunger. Aber solchen Hunger, dass ich und auch die Nachbarn kurzzeitig denken, er würde nichts bekommen in der Kita oder gleich mit bluntunterlaufenen Augen an mir knabbern.

Ich mache also Abendbrot für uns…ratet, wer immer zuletzt am Tisch sitzt und dann fast schon wieder abräumt. Danach habe ich ca. 30 min für den Haushalt – schafft man. Er spielt in seinem Zimmer oder bastelt (das bedeutet übrigens: Kleber, Schere und Papier…alles wird geschnippelt, bestempelt und geklebt). Manchmal ist er auch ein Feuerwehrmann und rettet die Prinzessin aus der Burg, oder ein Lego Star Wars Freak mit Schwert…in jedem Fall meine Zeit, ihn dabei zu beobachten und mich zu freuen. Ab und zu darf ich auch mal der Ritterkumpel sein und wir schleichen gemeinsam auf die feindliche Burg zu.

Dann Sandmann! Wenn der geschafft ist, Zähne putzen. Allabendlicher Groove zum Waschraum (wie er es nennt): er die Hook, ich am Lachen…wir beide tanzen. Danach ab ins Bett…Jaaaaaaa, denke ich. Er sieht das etwas anders und plötzlich fällt ihm alles ein: Pipi, Hunger, kalt, Bauchweh, Teddy weg, Monster…ihr kennt das.

Wenn wir das dann geschafft haben gibts eine Gute-Nacht-Geschichte – wir lieben das beide.

Dann Licht aus, kleines Nachtlicht an und die Rakete singt oder guckt sich noch ein Buch an…meistens schläft er dann…spätestens gegen 21 Uhr. Und dann ist es still in der Wohnung…so schön still….und ich müde. Super Arrangement das.

Noch schnell die Termin checken, das blöde Faschingskostüm nähen, kleben, reißen (muss ja immer selfmade sein – bin ich bescheuert), die Legobausteine aus dem Hochfloorteppich popeln und die Bettdecke der Rakete noch mal aufschütteln. Ahhhh…ich hab vergessen in der Kita Bescheid zu sagen, dass wir morgen die U8 haben und er später kommt…da haben wirs, an alles muss man allein denken.

Ja, das ist nur die Hälfte von allein & erziehend im Alltag. Alles machst du alleine…mit Kind. Du entscheidest, wie du auf seine Aktionen reagierst, du entscheidest, ob er nun doch noch einen Lolli haben darf oder nicht, du entscheidest, ob du jetzt streng bist oder kuschelig…ganz allein. Das kann fetzen, muss es aber nicht immer. Manchmal würdest du gern noch so 10 Minuten Bedenkzeit haben wollen, bevor du reagierst und dem Partner die pädagogisch wertvolle Erziehung überlassen, einfach weil du kaputt oder verunsichert bist. Oder dich gern austauschen, Pläne schmieden, den Raum verlassen, wenn Rakete durchdreht…Aber das geht ja nicht. Und so fragst du dich oft am Ende des Tages, ob es dem Kind helfen würde, wenn du nicht alleinerziehend wärst oder ob es doch nur dir helfen würde 😀

Du darfst auch niemals, wirklich niemals auf deinem Einkaufszettel etwas vergessen zu notieren…bist du erstmal raus aus dem Laden und hast etwas vergessen…bemerkt er es immer…zu Hause! Und du kannst nicht mal eben noch mal schnell los. Auch hier ist Einfallsreichtum gefragt und so gab es auch schon mal Joghurt hoch 3 zum Abendbrot…ohne Brot.

Wenn du mitten in der Woche gern mal einen Termin wahrnehmen möchtest, sei es Arzt, Friseur, Freundin und Kaffee oder einfach mal Kino auf nen Mittwoch (wo die Karte nicht gleich 12 EUR kostet)…vergiss es! Das kannste dann alle 14 Tage am Wochenende hinbiegen…für 12 EUR! Selbstverständlich schaffen wir Alleinerziehende es grandios zu kombinieren…auf dem Spielplatz…wir auf der Bank, sie den Kaffee, ich die Brötchen…für die Kinder natürlich.

Auf Arbeit wirds nicht besser…du musst pünktlich zum Feierabend den Stift fallen lassen, denn du musst ja dein Kind aus der Kita abholen – niemand macht das für dich! Entweder hast du verständnisvolle Chefs oder man blickt dir mit Unverständnis entgegen und in deinem Arbeitszeugnis steht irgendwann:“….na ja übereifrig war sie ja nun nicht gerade..und sowieso nur Teilzeit mit 37,5 h.“ Aber Freunde, dass du mehr als 30h in der Woche arbeitest, um dich und dein Kind auch finanziell über Wasser halten zu können…steht da leider nicht drin. Wie man es macht…

Also bewegst du dich im Spagat (immer noch Zirkus) zwischen Kinderbetreuung, Job und atmen. Hey, aber alle 2 Wochen kannst du für 2 Tage auf der Couch gammeln, alle Termin auf 48h drücken und alle Welt dann immer so: „boaaahhh, nur unterwegs wenn se kindfrei hat…krass.“ Das wirkt nur so. Was ich in 48h durchhaste, schafft ihr verteilt auf die 2 Wochen. Es ist zwar intensiver für mich, weil eben so kurzweilig, aber ich hätte gern mal ein Zeitfenster von 7 Tagen für mich, ganz ehrlich.

Und jetzt stellt euch mal vor, da soll noch was in Sachen Liebe gehen…hahahahahaha, wann denn? Wie soll man denn jemanden kennenlernen. Ich dann so: „Hey, ich bin spontan…so alle 14 Tage für 48h.“ Nicht witzig! Vor allem, wie willst du jemanden kennen lernen? Schwierige Kiste…aber ich bin Optimistin und wenn es mir passiert irgendwann und es das wert ist, halte ich es fest und kämpfe…mit dem Laserschwert der Rakete, wenns sein muss! Denn, noch immer gilt: Happy wife, happy life 🙂

Du entwickelst dich zum Leiter des Organisationszirkus und wächst mit deinen Aufgaben. Die nächste Bewerbung enthält dann wirklich als Jobtitel die Überschrift: Managerin eines Zirkus. Klingt doch ganz interessant.

Das Kuriose ist, du bekommst es immer wieder aufs Neue hin. Manchmal wirkst du zwar wie die total verhuschte, gestresste Mutter dieser Rakete, aber das hat auch was – Sympathie von all denen, die mit Respekt kurz hier gelesen haben und denken: Klasse macht sie das.

Und so bin ich voller Energie…allein deshalb schon, weil ich ganz alleine heute den Nachhauseweg mit dem Star Wars Krieger beschreite und ein Transformer, aber als Prinzessin, sein darf und in Höhe des Bäckers gegen 17 Uhr mit einem freaky Grinsen alleine entscheide: Klar darfste noch ein Schweineohr meine Rakete! Keiner kann uns was! Zucker für immer und wir 2!

Manege frei…er ist das Äffchen, ich die Dompteurin – meine Entscheidung…ganz allein 🙂

Hereinspaziert!