Online…oder warum 12 sec. alles verändern können…hust!

Oh man…diese verfluchte Online-Welt: Ich liebe es – ich hasse es – ich liebe es – ich hasse es….könnte ewig so weitermachen. Online Einkaufen fetzt, online Verträge abschließen kann fetzen, aber online Kontakt halten kann anstrengend werden. Je nachdem, wie du es für dich priorisiert…und wieviel Langeweile du hast…ach ja, und ob du zum FBI möchtest, irgendwann *augenverdreh*

Bis vor einem halben Jahr nutzte ich zwar auch schon dieses WhatsApp, aber die kleinen Geheimnisse dieser App waren mir verborgen und heute denke ich manchmal: ‚Das war gut so…und so entspannt.‘

Das Gehirn ist eines der bedeutensten Organe: Es arbeitet 24 h am Tag, 365 Tage im Jahr, vom Anfang des Lebens bis zu dem Augenblick, in dem dir etwas sehr wichtig wird…und ZACK! drehste durch. Kann passieren, muss es aber nicht. Mir passiert das, zugegeben…öfter als einmal am Tag – ich bin ein Freak und ca. 65 % der Frauen werden jetzt mit dem Kopf nicken und erschrocken feststellen: Oh ja, kenne ich!

Wir machen uns ja jetzt nicht zur Geißel, aber wir stehen etwas am Rande des Wahnsinns, mit einem debilen Grinsen im Gesicht und erhöhtem Blutdruck – wenn da eben steht: online! Los, gebt es zu!

Wusstet ihr eigentlich, dass dieses „online“ bei WhatsApp noch ca. 12 sec lang da steht, obwohl ihr die App bereits verlassen habt? Krank oder? Woher ich das weiß? Nun ja, es gab mal eine Situation, für mich unerträglich und doch so lächerlich, da kam mir dieser Gedanke und ich fand das heraus…ja, mit meiner bekloppten Freundin. Und Gott sei Dank gibt es diese bekloppte Freundin, mit der ich so einen Scheiß machen kann….oh man…Freak eben, sag ich ja. (Übrigens müsst ihr die App richtig schließen, dann ist dieses „online“ auch sofort weg. Bitteschön.)

Aber diese Erkenntnis verhalf einigen Menschen in meiner Umgebung dazu, Gnade über sie walten zu lassen meinerseits :-D. Nein im Ernst, es kann durchaus sehr wichtig sein, je nachdem, wieviel Prio du dem Ganzen gibst.

Früher hasste ich es, wenn beim Lesen der Nachrichten mein Gegenüber keine blauen Häkchen eingestellt hatte…heute hasse ich es immer noch, aber es kann auch vorteilhaft sein: Der „Gesprächspartner“ sieht genauso wenig, ob du die Nachricht jetzt gelesen hast, oder nicht…..das „online“ sieht man trotzdem…haha!

Das klingt etwas spooky alles, ich weiß. Richtig schlimm wird es doch erst, wenn es dann soweit ist, dass du dich erschreckst, weil dich jemand anruft…und eben mal nicht eine WhatsApp Nachricht schickt – das ist krank, Leute! Uns allen schon mal passiert.

So betrachtet ist das gar nicht so witzig…man wird bequem, oberflächlich, nimmt sich keine Zeit und ist nicht bei der Sache. Geburtstagsgrüße werden via App verschickt, Menschen lernt man kennen via App, Sprachnachrichten statt Telefonie werden via App ausgetauscht….und wehe, du antwortest nicht umgehend…da steht nämlich „online“ 😀

Noch besser…dieses Kennenlernen zwischen Mann und Frau. Sag ihr einfach, du hast dieses WhatsApp nicht und alles wird gut – Versprochen!

Es können so viele Missverständnisse dabei rumkommen…furchtbar ist das, furchtbar. WhatsApp ist wahrhaft der brillanteste Weg, missverständlich auszudrücken, was du fühlst und fehlzuinterpretieren, was andere dir sagen wollen! Um das zu vermeiden, ist es manchmal ratsam, Dinge nicht darüber zu besprechen oder zu klären! Manchmal.

Natürlich hat diese App auch Vorteile….es ist kostenlos, zeitsparend (oder auch nicht) und du erreichst mehrere Menschen auf einmal. Wo wir beim leidigen Thema sind: Gruppenchats….boahhhh, wie ich das hasse. Moment, nicht immer, aber wenn ein Gruppenchat eröffnet wird, um zu klären, was es zu essen gibt, nervt mich das. Also nicht grundsätzlich, aber nicht alle Gruppenmitglieder äußern sich eben gleich oder fangen erstmal eine Diskussion an, die völlig unnötig ist – ihr kennt das. Ich bin ja da auch manchmal vorne dabei und mache mir einen Spaß daraus Blödsinn zu schreiben – nichts ist nerviger, als wenn mehr als 5 Leute im Chat sind und nach Feierabend erstmal 175 sinnlose Quatschnachrichten durchforsten…HAHAHA!!! Müssen sie ja nicht, aber sie tun es, denn irgendwo dazwischen steht nämlich der Fakt, wieviel Uhr man sich nun trifft.

Besonders ätzend finde ich Sprachnachrichten, die länger als 20 sec sind….boahhhhhh….laaaaangweilig! Ja ok, manchmal ist es notwendig, aber bitte nicht über 2 min. – dann kannste auch anrufen. Merkste? Der Inhalt macht es notwendig vielleicht – aber deinen Tagesablauf will niemand in einer 8-Minuten-Sprachnachricht, glaub mir!

Und klar, nutzen wir Frauen und die Männer diese App gaaaaaanz unterschiedlich – grins! Soll vorkommen, dass eine Frau sich emotional mitteilt in einem Text und eine Erwartungshaltung hat….die dann jäh zunichte gemacht wird mit einem Emoji oder nur einem Wort als Antwort seitens des Mannes – herrlich dieses Schauspiel 😀

Solltest du als Mann allerdings etwas schreiben und von einer Frau nur „Aha“ oder „ok“ als Antwort erhalten…..oh oh….Obacht mein Lieber. Du hast es verkackt! Merke: Diese zwei Worte sind das „Fick dich!“ der erzürnten Damen, nicht mehr und nicht weniger. Sorry ⇐…auch so ein Unwort….

Mittlerweile habe ich so 4-5 Emojis, die fast auf jede Frage oder Aussage passen…aussagekräftig genug sind für sich, aber auch fehlinterpretiert werden können vom Gegenüber, leider.

Meine Favoritenliste:

  1. der grüne Kotzsmiley (oberste Regel: der muss alleine stehen – ohne Text!)
  2. der die Augen verdreht (zu 75% täglich nutze ich den)
  3. der sich mit der Hand vor den Kopf schlägt (liegt fast gleich auf mit Nr.2)
  4. der mit Tränen in den Augen lachende Smiley
  5. und zu guter Letzt der erschrockene, welcher die Augen so schön aufreißt…

Selbstverständlich gibt es den eigens für mich erschaffenen Emoji, den ich sehr gerne nutze, wenn nötig, aber versuche ihn weitesgehend zu vermeiden, weil er eben so gesellschaftlich verpönt ist – the one and only…Stinkefinger – Danke WhatsApp, dass ich seitdem oft im Zwiespalt stecke, ob ich ihn nun nutze oder lieber nicht.

Ich hätte noch so einige Verbesserungsvorschläge für diese App…wer nicht, ich weiß. Aber man kann nicht alles haben und bevor Kommunikation gänzlich erstickt wird in Emojis oder Überwachungsszenarien like FBI an der Tagesordnung stehen, sollten wir alle uns manchmal zurücknehmen und die Dinge anfassen wie in den 80er und 90ern…real oder am Telefon.

Lasst euch nicht geißeln davon und greift mal wieder zum Hörer oder fahrt vorbei und redet von Angesicht zu Angesicht – das geht.

…ich schaue gerade auf mein Handy und muss schmunzeln…denn manchmal ist eine WhatsApp Nachricht auch das, was dich durch den Tag bringt!

Online!

 

 

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Letztes Jahr um diese Zeit…

…genau heute in ein paar Stunden traf mich der Schlag und ich dachte: ‚Nie wieder erholst du dich davon.‘ Meine Welt brach zusammen und ich gleich mit.

Heute sieht das natürlich ganz anders aus und ein Lächeln huscht mir über das Gesicht. Ich habe verstanden, das mein Groll irgendwann nichts weiter war, als mein Ego…das war ein schwerer Weg, aber ich bin ihn ja nicht allein gegangen und habe es geschafft, größer als mein Ego zu sein.

Mein Leben hat sich grundlegend verändert, ich bin gewachsen und hab mich neu entdeckt. Und eigentlich habe ich das alles dieser Situation vor einem Jahr zu verdanken…irgendwie. Komisch ist das. Aber, ich bin froh – so seltsam das klingt – dass ich da bin, wo ich jetzt bin. Ich hatte die Wahl: Chance oder Schicksal! Wachsen oder daran kaputt gehen. Ich habe mich jeweils fürs Erste entschieden und das war so richtig!

Es ist nicht immer Zuckerschlecken, ganz klar, aber am Ende des Tages ist es meins, ist es das, was ich daraus gemacht habe und machen werde.

Geholfen hat mir die Zeit, fantastische Menschen um mich herum, meine Familie, meine Freunde, mein Kind und natürlich auch mein Wille weiterzumachen.

Und jetzt ist es gar nicht mehr so schlimm und erst recht nicht mehr schwer. Ich habe tolle Menschen kennen gelernt, neue Seiten an mir entdeckt, Dinge ausprobiert, mich daran verbrannt oder bin dadurch gewachsen, bin nicht klüger, aber gewappnet und ganz wichtig: Ich habe nie zurückgeschaut…na gut etwas manchmal, aber nach vorne war die Aussicht besser.

Und, noch etwas: ich bin fertig! Ich hatte vor einem halben Jahr geschrieben, dass man erst mit einem Menschen fertig ist, wenn man ihn weder liebt noch hasst. Liebe war durch. Hass stand im Raum. Heute kann ich guten Gewissens sagen: Ich bin fertig – sowas von! Und das ist erleichternd und gibt Kraft.

Diese Geschichte wird immer Teil meines Lebens sein, ganz klar, aber sie tut nicht mehr weh! Ich werde mich für den Rest meines Lebens damit auseinandersetzen müssen, aber ich weiß für wen und dieses Kind, mein Kind, hat das so verdient!

Wo mir letztes Jahr noch der schlimmste Geburtstag meines Lebens bevor stand, ist es in ein paar Tagen nun der schönste Geburtstag meines Lebens. So kanns gehen Freunde! Und ich bin dafür verantwortlich – ein gutes Gefühl, wenn man kapiert, dass man wirklich seines eigenen Glückes Schmied ist.

Mein Herz hat sich schon lange erholt, der Kopf kam gleich danach. Klar, es wird immer eine kleine Narbe zurückbleiben und bei schlechtem Wetter wird sie bestimmt auch mal etwas pieksen, aber solange ich nicht alleine unter dem Regenschirm stehe und mir das Wasser nicht bis zum Hals laufen lasse, geht das doch eigentlich ganz gut.

Hätte mir jemand vor einem halben Jahr noch gesagt, wie es heute ist, hätte ich mich umgedreht und wäre wortlos gegangen…hätte eine Schaufel geholt und ein paar Müllsäcke…äh nee Moment…ich wäre wortlos gegangen und hätte den Kopf geschüttelt. Heute lächele ich, lebe die Herausforderung, freue mich auf den nächsten Tag und….habe gar keine Schaufel 🙂

Und immer wieder: Ich liebe mein Leben mit all dem Scheiß drin und all dem Anfang und all dem Zweifel und all dem Hoffen und all der Angst und all dem Spaß und mich – ja man!

Vier Dinge, die mir sehr geholfen haben, das zu bewältigen:

  • mein Kind
  • Musik!!! (sorry, steht noch vor den Menschen um mich herum)
  • meine Freunde und Familie (DANKE!)
  • und dem unerschütterlichen Glauben daran, dass das doch jetzt nicht so bleibt – da geht doch noch was!

Ich hatte recht: es geht so vieles noch! Ob es immer das ist, was du gerade brauchst, ist eine ganz andere Geschichte, aber dein Leben bewegt sich, du bewegst dich und das ist das Wichtigste – nur die Richtung solltest du dir vorher überlegen und angemessene Beg(k)leit(d)ung dabei haben…vom Regenschirm ganz zu schweigen.

So, ich bin bereit – bereit für den nächsten Scheiß…mit aller Wucht. Egal ob Chance oder Schicksal – ich schaffe das schon irgendwie. Hey, thats life und Niemand behauptet, dass es einfach wird. Aber du kannst selbst entscheiden, wozu du es für dich machst!

In diesem Sinne…lauft in die richtige Richtung und bleibt neugierig – das ist die halbe Miete um zu wachsen!

Alive…

 

 

 

Berufung oder Job?…oder, warum ich noch immer hier sitze

…frage ich mich auch…jeden Tag aufs Neue. Definitiv: Job! Meine Berufung liegt woanders…vielleicht nutze ich das mal…irgendwann.

Manchmal erfordert eine Lebenssituation, in die du gerätst (wohlgemerkt, nicht ausgesucht) eben Kompromisse. Und das ist so nervig. Da kannste nicht mehr danach gehen, ob dir etwas Spaß macht…nee, da schauste nach Fahrtweg und Arbeitszeit! Da fängt es doch schon an: Hier ist „Vorstadt“…also könnt ihr euch vorstellen, was es so an Arbeitsstellen gibt im Radius von 5-10 km. Richtig! Ich hätte einen sozialen Beruf wählen sollen damals oder etwas Handwerkliches oder Traktor fahren – so siehts aus! Kann ich aber nicht, also muss ich mich auf das stützen, was ich kann und schiele etwas am „Was-ich-möchte“ vorbei.

Ganz schnell wurde ich vor einiger Zeit auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, als ich einen neuen Job suchen musste. Und ich wandt mich wie ein Aal…wollte es nicht wahrhaben. Da haste Abschlüsse ohne Ende, bist voll von Schläue und kannst auch was und willst ja auch…und dann ist das alles gar nicht so einfach, wenn du alleinerziehend bist. Hier kommt auch kurz die Wut hoch. So nach dem Motto: ‚Maaaannn!!!!! Ich hab mir das doch nicht ausgesucht!‘ und ‚Fies ist das…musst Geld reinbringen und kannst aber gar nicht so viel arbeiten…oder eben so weit fahren.‘ Es ist ne Spirale, die so unglaublich nervt! Sagte ich das bereits?

Und so traf ich letzten Spätsommer die Entscheidung hier im Heimatort in einem Büro anzufangen…und bin so unterfordert. Aber ich musste diesen Schritt machen…das ist noch viel schlimmer. Natürlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass ich jetzt seeeeehhhrrrr viel weniger verdiene und fast nichts zu tun habe. Das macht mich so wütend…immer wieder! Oft ziele ich mit dem Locher…und schmeiße dann doch nicht…Knast und so…auch keine Lösung…ihr versteht schon.

Und alle immer so: Ey, bewirb dich doch weiter, ist doch easy, wo ist dein Problem?….bla bla bla! Haste schon mal als Alleinerziehende Bewerbungsgespräche um 17.00 Uhr gehabt und die Kita hat schon zu??? Merkste? Alles nicht so einfach. Selbstverständlich schreibe ich Bewerbungen, und jede Einladung kostet mich einen Urlaubstag…weil Tagesausflug. Aber das ist ja allen fremd und die haben so gut Reden.

Ich bin genervt, unterfordert (ich wiederhole mich) und langsam auch demotiviert – nicht gut! Natürlich gebe ich nicht auf, auch wenn ich gerade wieder eine Absage einstecken musste…weil mir die Berufserfahrung fehlt. Ich hab mich zwar nicht als Bäckerin beworben, aber es ist verhext auf dem Arbeitsmarkt. Vorteilhaft auf dem Segment, wo ich suche, wäre, wenn du 25 bist, keine Frau (wegen Kinderwunsch und so), 18 Jahre Berufserfahrung, 5 Studienabgänge, einen Auslandaufenthalt und keine Freunde oder Familie…ach ja und am besten gleich neben der Firma wohnst und das alles unterbezahlt – so siehts aus Freunde! Ja auch das nervt!

Es geht schon lange nicht mehr darum, was du wirklich gern machen würdest und ob du das auch kannst. Leider! Niemand fragt auch danach, ob es möglich ist, dass du es irgendwann kannst. Leider! Du wirst gezwungen, dann irgendwann etwas zu tun, was dir gar nicht wirklich liegt, aber hey…Miete muss ja auch bezahlt werden. Leider!

Ich habe das so satt 😦

Versprochen, eines Tages nehme ich all meinen Mut zusammen, überfalle eine Bank oder heirate doch noch mal  reich und investiere in meinen Traum: Ein schnuckeliges Café mit Wellnessoase, direkt am Marktplatz. Genau das fehlt uns hier noch – ernsthaft! Hauptsache nicht mehr langweilig und ohne Locher!

Bis dahin verbanne ich den Locher besser in die gegenüberliegende Ecke des Büros…man weiß ja nie…:-)

 

Freundschaft plus…Beziehung minus…so ein Quark!

…schon mal gehört? Bestimmt. Für alle, die es nicht kennen: Eine Freundschaft zwischen Mann und Frau mit gewissen Vorzügen. Eigentlich der Trend heutzutage für alle Singles. (und ich bin so alte Schule…anscheinend) Ist das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen?! Ich weiß es nicht, sagt ihr es mir. In meine persönliche Situation derzeit absolut integrierbar aber könnte ich das, will ich das?

Freundschaft Plus ist dieses Ausweichmanöver unserer Generation „Beziehungsunfähig“: keine Verpflichtungen, keine Rücksichtnahme, keine Erwartungen, keine Ansprüche, keine Gefühle – just Sex! Und den auch noch ganz for free, abrufbar und mit einer vertrauten Person. Liest sich doch gut, nicht wahr?

Das kann funktionieren und das kann fetzen, wenn Mann und Frau sich wirklich einig über die Rahmenbedingungen und ehrlich zueinander sind. Denn oftmals vergessen beide, dass Gefühle keine Rolle spielen sollten, zumindest nicht die vom Herzen. Obacht! Im Vorfeld klären – hey its business…irgendwie.

Du bist offiziell Single, lebst allein und bist niemandem Rechenschaft schuldig, mühst dich nicht ab irgendwen von Sex zu überzeugen mit wochenlanger Arbeit inkl. gespielter Aufmerksamkeit 🙂 und musst auch nicht über Nacht bleiben oder Liebe schwören. Das ist aber noch lange nicht alles. Es scheint Unterschiede der Definition dieses „Plus“ zu geben:

Bei dem Einen bedeutet es wirklich nur: Anruf bei Sex und los. Bei Anderen heißt es schon: Ich will mal reden und dann Sex. Klären!

Auch nicht unwichtig ist die Bedeutung des Wortes „Freundschaft“ dabei. Muss man jetzt schon ewig befreundet sein oder sind wir schon Freunde, weil man sich grüßt? Heißt das, man unternimmt Dinge zusammen, die eben Freunde so tun oder wie jetzt? Aber das will nicht in meinen Kopf: Ich verbringe doch Zeit nur mit Menschen die ich gern habe…also doch wieder Gefühlsduselei?! AAAAARRRRGGGHHHH! Das macht keinen Sinn und wir uns was vor!

Was keiner dabei berücksichtigt und wenige wissen…bei der ganzen Biologie macht die Chemie vielen einen Strich durch die Rechnung. Denn, je öfter du Sex hast mit einer Person, oder auch nur regelmäßig mit ein und derselben Person, umso mehr Oxytocin schüttest du aus: ein Bindungs – oder Kuschelhormon, ja richtig. Schläfst du also mehrmals mit dieser Person, vertiefst du eigentlich die emotionale Bindung zu einander. ZACK! Illusion der unkomplizierten Befriedigung ohne Beziehungsquatsch zwischen Mann und Frau zerstört. So schnell kanns gehen.

Im Umkehrschluss ist diese „Freundschaft Plus“ Geschichte also Humbug! Eine Farce, quasi und jeder so: Äh Beziehung, nein danke, aber Freunde sein mit Plus, gern. Quark ist das! Frauen fallen dieser Farce vermehrt zum Opfer. Manche wissen es und kalkulieren das ein: ‚Ok, ich bin verliebt, er nicht – dann wenigstens Sex.‘ Andere widerum so: ‚Cool. Sex ohne Beziehung in regelmäßigem Abstand.‘ Ich denke viele Frauen gehen aus dieser Erfahrung mit einem bitteren Nachgeschmack raus, denn eigentlich haben sie sich etwas vorgemacht. Den Männern werfe ich vor, diese „Freundschaft Plus“ Geschichte nicht bis zum Ende durchdacht zu haben…schwierig mit wenig Blut im Kopf. *huch*

Somit sind also beide Schuld, wenns scheitert und niemand sollte dem Anderen vorwerfen, ein böses Spiel gespielt zu haben. Wir sind ja erwachsen und nicht dämlich. Ist doch logisch, dass eine Voraussetzung für „Freundschaft Plus“ auch Sympathie sein muss…d.h. man mag den anderen schon irgendwie. So ganz ohne geht nicht…oder gegen Bares, hörte ich.

Ich bin immer noch der Meinung, dass ich einen Mann auch nur dann anziehend finde und an Sex mit ihm denken kann, wenn die Chemie stimmt. Ich muss ihn nicht als Lebenspartner haben, aber ich muss ihn irgendwie oder irgendwas an ihm mögen..na gut, heiß finden. Und das ist der erste Schritt bei vielen Damen, der schon zeigt, dass eine „Freundschaft Plus“ gegen den Baum fahren wird, denn am Ende wird sie sich verlieben und er wollte nur Sex. C’est la fucking vie! Ich bewundere in dieser Hinsicht viele Männer und glaube dennoch, dass sie ebenso über den Zeitraum Gefühle für die Frau entwickelt haben – sie können es nur besser kompensieren oder verdrängen das.

Auf den ersten Blick finde ich es reizvoll, aber auf den zweiten Blick weiß ich doch eigentlich, dass ich zu sehr Bauchmensch bin und so setzt der Kopf ein…es ist zum verrückt werden. Und ob Mann und Frau dieselben Vorstellungen oder dieselbe Definition haben von einer Freundschaft, in der man am Ende immer wieder im Bett landet? Glaube ich nicht! Unternehmen die dann Dinge zusammen und dann Sex oder heult sie sich bei ihm aus und dann Sex oder tut er ihr mal einen Gefallen und dann Sex? Muss es immer in Sex enden? Also, was denn nun? Wie macht man es richtig? Keine Ahnung, ich werde mich wohl opfern müssen…fürs Team, um dann haarklein berichten zu können 🙂

Am Ende geht es einzig und allein um körperliche Nähe…und somit doch irgendwie um eine Art von Beziehung…halt so eine Unterleibsinteressengemeinschaftsbeziehung…ich lache noch immer über dieses Wort…und da haben wir es wieder: „…..beziehung“. Wie man es dreht und wendet, auch so eine Freundschaft Plus ist eine Beziehung, oh ja.

Also machen wir uns doch nichts vor…“Freundschaft Plus“ ist lediglich eine neumoderne Worterfindung des jetzigen Zeitalters, die Flucht vor der Auseinandersetzung mit Gefühlen, Bindungsangst und auf Dauer nicht wirklich die Erfüllung des menschlichen Daseins. Es ist auch nicht das, wonach der Mensch eigentlich strebt im Hinblick auf seinen Lebensabend….seid ehrlich.

Was nicht heißen soll: „Finger weg“…nee nee, macht mal ruhig, solange es beiden gut tut und niemand verletzt wird – großartig! Aber genau das – siehe oben – ist so tricky, Freunde!

In diesem Sinne…Freundschaft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Mai

Gelesen: Prüfungsarbeiten…

Geschrieben: viel

Gehört: „Light my Body up“ Nicki Minaj feat. David Guetta

Gesehen: „Shut in“

Getrunken: Zitronen-Ingwer-Limonade…homemade

Gegessen: vegan à la Honeybun

Gebacken: fürs Cafe petit

Gefreut: über Jeannys Besuch in Berlin ♥

Gekauft: Eis!

Geärgert: über den…und ihn…und das…und die…und der….

Geknipst/ Gefilmt: Kultur fürs „Wo bin ich?“ Spiel

Gebastelt: ein weiteres Musikvideo…for the masses

Gefeiert: Muttertag

Gefühlt: Wiederholung!!!

Gedacht: ich muss endlich raus aus der Lethargie…

Geträumt: Ostsee!

Gefunden: eine geile Alternative

Build your Törtchen im Café petit

Schon etwas her, aber nicht vergessen…hier nun also der Post zu unserem „Build your Törtchen“ Event.

Gastgeber waren wieder Co und ihr Mann Mario…in ihrem idyllischen Garten empfingen wir unsere Gäste, und hatten zu dem auch noch fantastisches Wetter bestellt und geliefert bekommen.

Die Vorbereitungen liefen dieses Mal relativ entspannt. Natürlich, wie immer, gab es kurz vor der Angst hier und da ein paar Pannen. Allerdings bemerkt die immer niemand, außer Co & mir 🙂 So solls sein.

Bei strahlendem Sonnenschein öffneten wir die Tore zu unserem „One Day Café“ und empfingen unsere Gäste in dem wundervollen Garten von Co & Mario. Die beiden haben tagelang vorher bereits liebevoll dekoriert und kleine Oasen geschaffen. An alles wurde gedacht – dafür liebe ich euch 2…unter Anderem 🙂

Dieses Mal hatten wir die Idee, dass wir die Zutaten bereit stellen und unsere Gäste anhand eines Handzettels ihre Wunschkreation bestellen konnten. Der Handzettel ging dann in die Küche und wir „buildeten“ die Törtchen. (gesehen bei Kastanientörtchen in Berlin! Sehr empfehlenswert.) Grandiose Idee! Gesehen, geklaut, gemacht!

Die Gestaltung der Handzettel übernahm Mario und es war kein Leichtes, so viel Süßes Zeug auf eine A5 Seite zu bekommen.Aber er hats geschafft!

Unsere Gäste konnten sich somit ein kleines oder auch ein ganz großes Törtchen zusammenstellen lassen und dann die jeweilige Creme dazu aussuchen. Topping gab es natürlich auch oben drauf…von Karamellsauce bis Chiasamen…alles was das Herz begehrt. Und die Kreationen waren sehr einfallsreich. Geschmäcker sind eben verschieden.

Apropos…geschmeckt hat es allen und wir hörten aus jeder Ecke des Gartens ein „hm“ und auch „ohhh“ und „aaahhhh“. Das genügt uns…jedes Mal 🙂

Für Erfrischung war auch gesorgt mit hausgemachten Limonaden à la Co. Da gab es Zitronenlimonade mit Basilikum oder Ingwer – ebenfalls sehr lecker!

limo

Eine Candybar für die Kids ist ein Muss und Gott sei Dank denkt Co immer daran!

candybar

Etwas hektisch wurde es als die Bestellungen nur so durch das Fenster flatterten und wir wollten unsere Gäste ungern warten lassen. So waren wir dankbar, dass R. und J. uns beim Zusammenstellen der Törtchen in der Küche ausgeholfen haben! Zu zweit wären wir abgesoffen. Danke Mädels! Danke auch an all unsere Gäste, die wie immer, gut gelaunt und super entspannt auch mal ein paar Minuten warteten.

Unser Superfotograf ließ es sich auch hier wieder nicht nehmen und schlich mit seiner Kamera durch die Mengen. Wieder sehr schöne Bilder sind entstanden. Danke Mario!

Vielen Dank an alle Gäste, die immer wieder erscheinen und sich jedes Mal genauso darauf freuen, wie wir! Ohne euch würden wir unsere Leidenschaft nicht ausleben können und ihr gebt uns mit einem strahlenden, satten Lächeln so viel zurück. Toll!

Bis zum nächsten Mal!

coundich

C & C

 

 

Papa

Du bist mein Mentor in so vielen Überlebensstrategien und ein so viel besserer Vater als ich ihn mir hätte je selbst aussuchen können.

Deine lebensfrohe Art und dein Humor ließen dich jeden Menschen einfangen, ohne, dass du das jemals bezweckt hast. 

Du hast Blödsinn mit uns verzapft, jede Menge Spaß gebracht und immer hinter mir gestanden. Das du stolz auf mich warst, habe ich auch ohne Worte verstanden.

Dein Band zu mir ist so stark und wird es immer sein. Ich bin dankbar für eine großartige Vater-Tochter-Zeit, die mich sehr geprägt hat.

Sei es die Musik, für die du meine Geister geweckt hast, der Sport oder das Hier und Jetzt genießen zu können, die Hoffnung nie aufzugeben, stark zu sein und doch verletztlich, immer wieder aufzustehen, an sich zu glauben, der Humor oder in der rauen Männerwelt Stellung zu beziehen – ich hab das kapiert und lebe das alles, mehr denn je.

Ich habe dir nie gesagt, wie dankbar ich für das alles bin, aber ich hoffe, du hast es über unser Band gespürt.

Das verdammte Schicksal hat einen Teil deiner Erinnerungen genommen und so viel mehr….und wird es weiterhin tun. Diesen Schmerz zu ertragen, schaffe ich nur durch unsere Familie, die immer an erster Stelle für dich stand und du somit einen großen Teil dazu beigetragen hast, dass wir da sind, wo wir sind.

Du hast mir gezeigt, wie man das Leben anpackt und das Beste daraus macht. Ich gebe deshalb nie auf!

Auch wenn du das hier nicht mehr lesen kannst, steckt genau das in jeder Umarmung…versprochen.

Ich liebe dich Papa!

Single sein…oder warum ich noch an der Haltestelle stehe…!

Ja, ich bin Single….mit Kind. Das macht es nicht schöner, eher schwieriger, aber es ist, wie es ist.

Als Single bist du so unbeschwert unterwegs, richtig? Keine Rücksichtnahme auf eine weitere erwachsene Person, keine Verpflichtungen, im Kühlschrank ist alles deins, die Erdbeerzahnpasta schmeckt nur dir, die Socken liegen IM Wäschekorb und nicht neben dem Bett, die Bude darf auch mal aussehen wie ein Puff und die Deko ist deins, nur deins! Null Kompromisse! Bis hierhin finde ich es extrem geil!

Klingt schon entspannt irgendwie, oder? Ist es ja auch. Wenn ich zum Beispiel beim schwedischen Möbelhaus ausraste, schlage ich 3 Fliegen mit einer Klappe:

  1. ausrasten – ohne Rechenschaft abzulegen danach
  2. Dinge shoppen, die kein Mensch braucht – ich muss es aber niemandem schön reden
  3. HotDogssss!

Schon cool irgendwie. Und so ist es ja generell in meinem Leben: ich kann machen was ich will, wie oft ich will, wann ich will und mit wem. Ohne mich erklären zu müssen…na ja zumindest nicht einer zweiten erwachsenen männlichen Person gegenüber.

Ich kann meine Wochenenden und Unternehmungen planen, ohne auf Interessen eines Anderen achten zu müssen. Ich habe das Nutellaglas ganz für mich alleine…wenn ich schnell genug bin. Ich kann lange wach bleiben und im Fernsehen das gucken, was ich will. Ich kann bis in die Puppen tanzen gehen, ohne Affentanz danach zu Hause. Ich kann Blödsinn verzapfen und allerhöchstens mich selbst reflektieren und muss mit Niemandem ins Gespräch gehen. Das ist alles so schön egoistisch und doch auch manchmal traurig. Denn, wenn du alles alleine durchziehst, kannste mit Niemandem da sitzen und sagen: „Weißt du noch?“ Oder wenn du plötzlich laut lachst und feststellst: ‚Hm…keiner hier zum Mitlachen‘ und ‚ach ja, war ich ja alleine, die in die Pfütze gehopst ist‘. ZACK…dann klingt dieses Singledasein gar nicht mehr so geil, merkste?

Versteht mich nicht falsch, ich finde es gerade so, wie es ist großartig…heute und jetzt…aber es gibt Tage, da hätte ich gern so einen Mann im Haus, der mir den Kaffee bringt oder mir eine schmutzige Nachricht schreibt oder mir sagt, ich sei das Mädchen Nr. 1 oder mit mir lachend auf der Couch sitzt mit Tränen in den Augen usw. Ich bin hin- und hergerissen zwischen: ‚wie geil, kannste alleine entscheiden und machen’….und….’Buuuuhhhhhuuuu, ich will jetzt aber verbindlich knutschen!‘ Ihr wisst schon, was ich meine.

Es wird ja auch immer schwieriger in meinem Alter, noch Leute kennen zu lernen, die nicht in einer intakten Beziehung sind, verheiratet, gestört sind oder so. Und da fängts schon an: Auf Geburtstagen, Parties oder sogar Hochzeiten…biste allein. Das kann nett sein, ja aber auch nur, wenn noch andere Singles da sind. Wenn nicht, ist das etwas komisch. Warum? Ganz einfach: Ans Buffet gehst du alleine, den Paartanz kannste knicken, in einem Moment der Emotionen sitzte auch alleine am Tisch und der Brautstrauß wird dir gleich in einer Vase auf deinen Platz gestellt…bist ja die Einzige, die allein ist 🙂

Schlimm ist auch, wenn deine Freundinnen der Meinung sind, ihren Kopf nach männlichen Mitmenschen durchkramen zu müssen, um dein Gegenstück zu finden. Da gibt es Vorschläge…unfassbar. Was ist los mit euch? Plötzlich ist der Typ, über den mal etwas gelacht wurde gaaaanz nett und gar nicht so doof…hm, schon klar! Ach und das der eigentlich keine feste Beziehung will und mit 42 noch bei Mutti wohnt, ist dann auch nicht mehr sooo wichtig. Oder wenn sogar deine Chefin die Kundendatenbank checkt, ob nicht einer von der Altersgruppe her zu dir passen würde…dann weißt du, es ist soweit! Entschuldigung, aber solche Kuppelversuche…nicht mit mir, bitte.

Single sein ist durchaus angenehm und doch am Ende mancher Tage merkwürdig. Bin ich vielleicht nicht dafür gemacht, alleine zu sein? Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt und konnte sie laut mit ‚doch‘ beantworten. Ich mag das, auch mal alleine zu sein. Aber manchmal ist das schon ein wenig wie weiße Schokolade: so einen Mann an deiner Seite zu haben. Klar, der nervt auch mal oder findet die Deko spooky, aber im Grunde ist er da…neben dir und teilt Momente und den ganzen Beziehungskram mit dir. Reicht das aus?

Noch erwische ich mich dabei, sobald der Alarm losgeht, dass ich immer zurück zur Singlehaltestelle renne, mit wild klopfendem Herzen und megaunsicher, aber nach ein paar Atemzügen geht das auch wieder. Warum ich zurück sprinte? Ich genieße die Zeit des Singledaseins, denn es ist immer eine Zeit, in der du dich etwas mehr findest, neu entdeckst, auslebst und stärker wirst, was Charakter und so angeht. Das kann fetzen! Ich mag mich gerade sehr und ich bin noch nicht fertig mit mir…deshalb sprinte ich immer wieder zurück, wenns ernst wird. Ihr seht also, da muss schon eine Bombe einschlagen, dass ich schlagartig das Laufen verlerne und den Alarm überhöre.

Bis dahin nutze ich jede Minute mit mir und raste ab und zu beim Schweden aus…DEKO!!!!Schaue Reportagen bis in die Nacht, löffele Nutella ohne Ende, tanz mir die Seele aus dem Leib, bin unvernünftig (nur 48h/14d) und denk mir neuen Blödsinn aus, den ich noch unbedingt machen muss – oh ja!

Wenn ich soweit bin, an der Singlehaltestelle abgeholt zu werden, mache ich mich bemerkbar…mit Augenaufschlag und winken – Versprochen!

 

 

 

 

 

Für dich…Mama!

Du bist meine Mama und ich hätte mir keine Bessere aussuchen können. Ich bin dankbar dafür, dass du so bist, wie du bist und dass du mich immer so sein lassen hast, wie ich wollte…bis ich merkte, dass ich gar nicht wusste, wer ich bin. Danke!

Du hast dich entschieden, mir einen Platz auf dieser Welt zu geben und ab diesem Tag  dein Herz nach außen getragen und mit Sicherheit viel gebangt, dich geärgert, gefreut, gelacht, geweint, gezweifelt, gekämpft, gelitten und gehofft. Aber immer so, dass ich es nicht bemerkt habe. Ok, wenn ich Mist gebaut habe und du dich geärgert hast, dann schon 🙂 Danke!

Du hast nie darüber nachgedacht, ob es richtig oder falsch ist, du hast einfach eine Entscheidung getroffen und das bewundere ich an dir. Heute weiß ich, dass es auch eine Last gewesen sein muss, die du, Gott sei Dank, ohne Reue in Kauf genommen hast. Danke!

Du bist einer der schönsten Menschen, den ich in meinem Leben plazieren darf und weißt das gar nicht – bist du aber! Punkt!

Du bist immer da und erträgst jegliche Seelenkotze oder wirres Gedankengut und ja, auch oft meine für dich bestimmt selten nachvollziehbaren Entscheidungen. Danke!

Deine Ratschläge, die ich nie fordere und irgendwie doch will, sind zugegebenermaßen echt gut…das musste ich auch erst lernen. Danke!

Du hast mal zu mir gesagt: „Gut, mein Kind, dass du 20 Jahre früher anfängst, als ich, deine Taten und dein Leben zu überdenken.“ Das macht mich stolz und ich vergesse diesen Satz nie. Ich kann dazu nur erwidern: Das warst du, Mama! Du hast mich sehen lassen, dass ich es nicht erst in meinem Lebensabend tun sollte. Danke!

Es gab bestimmt auch diese Zeit, wo ich ein Kotzbrocken war…ein wenig…Auch das hast du mich nicht spüren lassen. Auch wenn ich oft deine Geduld auf die Probe gestellt und dich an den Rand des Wahnsinns getrieben habe….keine Sorge, ich bekomme es seit 4 Jahren täglich zurück und bin erneut dankbar, dass du mich nicht zur Adoption frei gegeben hast *augenverdreh*

Ich mache immer noch manche Dinge einfach aus dem Bauch heraus und du schlägst dir dann mit der flachen Hand auf die Stirn – ich sehe das ganz deutlich vor mir -, aber du fängst mich auch sofort wieder auf, wenn ich dann kriechend wie ein jammender Hund ankomme – ohne Vorhaltungen. Danke!

Du bist mein Gewissen…oh ja oft…und ich schaue zu dir auf, nicht nur, weil du ein Schicksal mit dir trägst, um welches ich dich nicht beneide…und dich nur begleiten kann, so gut es geht. Das gebe ich dir gerne.

Etwas spooky ist, dass ich fast dieselben Lebensabschnitte wie du durchlaufe…und doch hast du sie schon beschritten und ich kann nur daraus lernen und es am Ende vielleicht anders anpacken.

In einer sehr bitteren Zeit meines bisherigen Lebens warst du sofort da und hast mit mir an meiner Seite gelitten, geheult, nichts gegessen, aber dafür getrunken 🙂 Du hast sofort deinen Rucksack in die Ecke gestellt und angefangen, mir meinen tragen zu helfen. Danke!

Wenn ich Blödsinn machen will, dann immer, ohne dich vorher zu involvieren, ganz sicher, denn ich weiß, dass dein Mutterherz versuchen würde, mich davor zu schützen, auf die Nase zu fallen. Sorry Mama.

Ich bin stolz auf dich, jeden Tag und du bringst mich oft zum Lachen – Danke. Dir kann ich alles erzählen – keine Sorge, ich tu das nicht – aber ich könnte und das ist ein großartiges Gefühl. Oft denke ich, ich sitze eher mit einer Freundin auf der Terrasse, statt mit der Frau Mutter…und das fetzt, irgendwie. Niemals bist du jedoch weniger meine Mama!

Ja klar, du wirst langsam kauzig…aber das ist mit dem Alter so und auch nicht schlimm, ja manchmal sogar recht amüsant. Und, so lange du nicht mit ner Kittelschürze am Fenster kluckst, haste alles richtig gemacht, Mama!

Ganz besonders richtig hast du mich gemacht. Ich bin durch dich selbstbewusst, so scheiß emotional, übe mich in Selbstreflektion, bin leidenschaftlich der deutschen Sprache verfallen und neuigierig, immer wieder aufs Neue, wie es ist lachend in die Kreissäge zu rennen. Das ist gut so, besser als vor allem Angst zu haben – wirklich! Danke!

Die Werte, welche du mir vermittelt hast, machen mich zu einem liebenswürdigen Menschen und das ist doch das Großartigste, was du mir mitgeben konntest. Danke! (Das ich das nicht jedem Menschen erlaube zu sehen, hab ich einfach mal so gemacht – du hast damit nix zu tun 🙂 )

Ich bin auch dankbar für deine Stärke, deinen Mut, dein Selbstvertrauen (das hast du!), deine Aufrichtigkeit, deinen Glauben und deine Liebe – all das sehe ich jeden Tag.

Ich hoffe, nur ansatzweise so eine gute Mama zu sein, wie du es für mich bist – sollte ich jemals das Gefühl haben, ich bin das – sage ich dann noch mal: Danke…mit nem High Five!

Ich liebe dich, Mama!

 

 

 

 

 

Der April

Gelesen: das Zugeständnis…

Geschrieben: Einladungskarten für die böse 40!

Gehört: „Issues“ Julia Michaels ♥♥♥

Gesehen: „Die Unfassbaren 2“

Getrunken: Einhornlikör…süß, bunt & so real

Gegessen: Flammkuchen

Gebacken: fixen Kirschkuchen auf Blech

Gefreut: für Mama

Gekauft: Brumm! Brumm!

Geärgert: ‚wer hatn die Kiste mit den Idioten offen gelassen???‘

Geknipst/ Gefilmt: unser Musikvideo „Issues“…R&C goes famous

Gebastelt: am Leben…immer

Gefeiert: Ostern in Familie

Gefühlt: Ja-Nein-Vielleicht-erstmal was essen…

Gedacht: Jackpot!!!

Geträumt: Kopfkino

Gefunden: die Sommerschuhe & einen Kompromiss*